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Sonntag, 15. Dezember 2019

Geheimnisvolle Lippoldshöhle - Deutschlands nördlichster Erdstall?





Zum Video | Erdställe sind künstliche, möglicherweise megalithische, Höhlen, die eines der größten Rätsel der mitteleuropäischen Geschichte darstellen. Hauptsächlich in Bayern und Österreich aufzufinden, hat man in diesen Höhlen keine Hinterlassenschaften ihrer Erbauer gefunden und auch den Abbau von Erzen hat man widerlegen können.
Bisher sind ungefähr 800 dieser Erdställe bekannt und kartiert. Forscher schätzen ihre Anzahl aber auf mehrere Tausend Höhlen.
Ihre Datierung macht den Wissenschaftlern zu schaffen – zumal die teils mehrere tausend Jahre alten Gangsysteme manches Mal unter mittelalterlichen Höfen mit einem Eingang durch deren Keller zu finden sind. Hier fällt allerdings auf, dass diese Eingänge keinesfalls in die Architektur der besagten Keller einfließen. Sie wirken wie Fremdkörper – wie Tore in eine andere Welt. 


Bei der Lippoldshöhle stößt man auf eine Besonderheit unter Erdställen. Anders als bei anderen ihrer Art, findet sich hier kein einzelner Eingang - ausschließlich durch einen engen Schlupf begehbar. Erdställe haben immer nur einen Eingang, der gleichzeitig auch als Ausgang dient. Nun könnte man sagen, dass dies ein sicheres Zeichen dafür sei, dass die Lippoldshöhle kein Erdstall ist. Aber glauben wir der Erzählung, dass die Höhle einst zum Teil gesprengt wurde und betrachten dabei die Verwitterungsspuren an der Felswand, so wird einem schnell klar, dass die heutigen Eingänge früher einmal durch natürliches Felsmassiv verschlossen waren. Es gab also möglicherweise nur einen Eingang, denn der Moosbewuchs an den heutigen Öffnungen ist, im Gegensatz zum Rest der Felswand, sehr viel jünger als an den umliegenden Felsen. Die drei vermeintlichen Zugänge scheinen mir nach näherer Betrachtung also jung und nicht natürlichen Ursprungs. Addiert man zu dieser Tatsache die Eigenheiten der Höhlenarchitektur, so erkennt man in der Lippoldshöhle eindeutig einen Erdstall. Aber ein Erdstall so weit im Norden Deutschlands – das wäre meines Wissens nach, eine kleine Sensation.

Der Volksmund berichtet, dass Zwerge die Tunnel gruben und wenn man diese fremdartigen Löcher entdeckt, hält man dies, mit staunendem Blick, durchaus für denkbar.
Bei vielen Erdställen fand man sogenannte „unmögliche Bauspuren“. In nur 40 cm breiten Durchlässen finden sich in manchen Erdställen Meißelspuren längs der Rundung. Diese Meißelspuren sind mit einem normal großen Hammer und Meißel nicht zu realisieren, da sich in den Löchern kein Platz befindet, um mit dem Hammer auszuholen. Man hätte die Löcher quer oder schräg zur Öffnung schlagen müssen, was aber nicht der Fall war.

Was also ist das Geheimnis der Erdställe?

Sonntag, 8. September 2019

Der Fluchtgang von Schloss Lütetsburg



Zum Film | Seit Generationen erzählt man sich in Ostfriesland vom Geheimgang auf Schloss Lütetsburg. Unter dem Schloss soll es einen Fluchttunnel gegeben haben, der geradewegs zur Kirche im benachbarten Hage führte. In diesem Film gehe ich gemeinsam mit Tido Graf zu Inn und Knyphausen den wenigen Spuren nach, die nach Jahrhunderten von Umbauten und Bränden geblieben sind. Auch wenn vieles spekulativ anmutet - der Eingang zum Tunnel scheint tatsächlich erhalten und es gibt sogar deutliche Hinweise auf dessen wahre Existenz.


Erst beim Filmschnitt der kleinen Dokumentation fiel mir auf, dass wenn man den Beschreibungen der Augenzeugen folgt, genau an der Stelle, wo eine kleine Treppe in die Tiefe des Ganges geführt haben muss, ein steinerner Sockel den Abstieg versperrt. Aber nicht nur das. Das verputzte Mauerwerk an der Wand oberhalb des Eingangs ist deutlich verfärbt, so wie man es bei feuchtem Mauerwerk kennt. Wenn der Eingang seit unbekannter Zeit voller Wasser stand, so gibt das alte Mauerwerk immer noch Feuchtigkeit ab – genau da, wo eine Wandvertiefung den aufrechten Gang beim Abstieg in den Fluchttunnel ermöglichte. Wurde der Gang hier zugemauert? Befindet sich unter diesem Sockel die Treppe hinab in die Tiefe eines seit Jahrzehnten verschlossenen Geheimgangs?


Sonntag, 16. Juni 2019

5. Teil - Ostfrieslands verschollene Schätze | Der Störtebeker-Schatz von Borkum



Zum Film | Zur Schatzsuche | Wen wundert es, das mich meine letzte Reise auf der Suche nach Ostfrieslands verschollenen Schätzen auf eine Insel führte. Was wäre eine Schatzsuche ohne Piraten? Dank Eurer Mithilfe fuhr ich nach Borkum, um folgender Legende nachzugehen:

Hier hören statt lesen | Die Borkumer Woldedünen waren einst mächtige Sandberge, die zur offenen See Ostfrieslands hin, steil abfielen. Ob ein längst gefällter Wald den Dünen seinen Namen gab, ist unwahrscheinlich. Die äußersten Dünen der Südspitze sind schon längst dem Meer verfallen und niemand kann ganz genau sagen, wie die Süddünen um das Jahr 1400 beschaffen waren. Zu dieser Zeit nämlich soll der berühmte Freibeuter Klaus Störtebeker einen gewaltigen Schatz in den Dünen vergraben haben - kurz vor seiner unheimlichen Hamburger Hinrichtung.
„Wenn die Woldedünen könnten sprechen, würde es ganz Borkum nie an Geld gebrechen“, heißt es im Borkumer Volksmund. Ja, flüsternde Stimmen behaupten sogar, das die Dünen immer wieder Teile eines Schatzes freigegeben hätten. In Marienhafe war Störtebeker den Ostfriesen bekannt und an der Ems soll er große Beute gemacht haben, während sein Schiff auf den Raubzügen immer wieder an Borkum vorbeifuhr. Doch der Wind peitscht den Sand über Meer und Land und die Wellen ziehen alles in die Fluten, das nicht fest genug ist ihrer Kraft standzuhalten. Wenn die Einheimischen Borkumer früher nach den Eiern der Seevögel suchten, träumte manch einer vom großen Fund - vom Gold der Piraten. (TvL)



Auf Borkum selbst rechnete ich gar nicht mit einem weiteren Schatz, den ich dunklen Räumen unter den Woldedünen fand. Doch auch wenn meine spannende Reise, die uns so viel über die wahren Schätze Ostfrieslands lehrte, hier endete, geht es für Euch noch einmal lohnend weiter - mit der Lösung des letzten Rätsels:

NL – Altes geht und Neues kommt -
führt sie sicher durch die Wellen.
Erlosch'nes Licht in Flammen stand,
Darf vor Ostfriesland nicht zerschellen.
Wer ist der Neue auf der Insel,
neu, so wie sein Name auch?
Löst du dieses letzte Rätsel,
wirst Du ihn erklimmen bald.


Macht mit, löst das Rätsel und gewinnt einen der beiden letzten Schatzsuche-Preise:

SO MACHST DU MIT

Wer online als Erster die Lösung auf der Schatzseite von ostfriesland.travel einreicht und wer in der Tourist-Information von Borkum ab dem Tag dieser Veröffentlichung als Erster an der Schatzkiste laut die Lösung sagt, gewinnt! Die besten Chancen habt ihr heute bis 14:30h. In der Schatztruhe befindet sich ein Lösungshinweis, aber nicht nur das! Es gibt tolle Preise zu gewinnen - für eine unvergessliche Zeit in Ostfriesland!

Sonntag, 9. Juni 2019

4. Teil - Ostfrieslands verschollene Schätze | Vom ostfriesischen Teufels-Schatz




Zum Film | Zur Schatzsuche | Wieder konnten wir ein neues Rätsel auf der Suche nach Ostfrieslands verschollenen Schätzen lösen und diesmal führte es uns von Schloss Lütetsburg direkt nach Mansingen in Westerstede. Als ich die Geschichte des Burgschatzes von Mansingen laß, rechnete ich damit auf die Grundmauern einer alten Burg zu stoßen, aber es kam viel spannender. Diese Burg wurde im 11. Jahrhundert aus Holz erbaut!
Hier hören statt lesen | In Ostfriesland erzählt man sich seit Jahrhunderten von einem Schatz, vergraben in einer Burg, bestehend aus purem Golde. Doch der Schatz scheint verloren, seit ein paar wackere Ostfriesen ihn zu heben versuchten und kurz vor ihrem Erfolg vom Teufel selbst gehindert wurden. Zwei Sagen gibt es, die sind sich auf solche Art ähnlich, das man nur davon ausgehen kann, die eine Burg habe der Anderen ihre Geschichte gestohlen.
Zuletzt soll um das Jahr 1800 in der Stinsenburg in Strackholt beinahe ein Schatz ausgegraben worden sein, während beim Heben eines bis an den Rand mit Gold gefüllten Braukessels ein Sechsspänner unter lautem Getöse vorbei rauschte. Der Kessel ward schon an den Rand des Lochs gehoben, da folgte dem eben vorbeigefahren Gespann ein einfacher Kreitwagen - gezogen von einer lahmenden Ente. Ein alter schwarzer Mann, welcher den Wagen kutschierte, fragte die erstaunten Schatzgräber, ob er das eben vorbeigefahrene Gespann noch einholen könne, da antwortete einer der erstaunten Glücksritter: „Bis zum letzten Tag nicht!“ Nun lachte der alte Kutscher hell auf und der Braukessel sank mit lautem Getöse in die Tiefen des Lochs und wurde auf immer vom Abgrund verschluckt.



Auf dem ehemaligen Burgplatz der bereits um 1400 aufgegebenen Mansinger Burg trug sich wohl eine ähnliche Geschichte zu. Die alten Grafen von Oldenburg sollen dort einen beträchtlichen Goldschatz vergraben haben, den ein paar mutige Männer unbestimmte Zeit später fanden und heben wollten. Schon als sie nach dem Gold gruben, hörten sie lautes Getrappel und sahen einen Vierspänner mit Höllenlärm an sich vorbeifahren. Erschrocken setzten sie ihre Arbeit fort und stießen als bald auf eine eiserne Kiste gefüllt mit Gold. Als diese bereits am Rand der Grube stand, hielt neben ihnen ein schwarzer Reiter auf einem riesigen Gockel mit rotgelben, wie Feuerflammen leuchtenden Federn. Er sah auf die Schatzgräber hinab und fragte sie mit dunkler Stimme: „Sprecht! Kann ich den Vierspänner, der gerade hier vorbeifuhr noch einholen?“ Da antwortete einer der völlig verängstigten Männer: „Das vermag nur der Teufel selbst.“ Kaum sprach er die Worte aus, da versank die eiserne Schatzkiste mit lautem Getöse in der Erde und ward nicht mehr freigegeben. Seit jenem Tag ist sicher, dass der Teufel selbst den Schatz bewacht. (TvL)

Ein wirklich wunderschöner Ort war das, so mystisch und verträumt im Wald gelegen. Hier konnte man die Geschichte förmlich noch spüren! Und der Hinweis? Gab es da einen weiteren Hinweis? Natürlich - und folgendes Rätsel gilt es nun zu lösen:

BK - Ein Pirat in aller Munde,
warf den Anker dort am Strand.
Die Erd' nicht fest, ist vorgelagert -
ganz im Westen groß durch Sand.
Wuchs auf der Düne einmal Wald?
„Sieben sind's - Ostfriesenland!“
Dort liegt der Schatz in tiefer Kälte,
durch den Piraten wohlbekannt.

Macht mit und helft mir das fünfte Rätsel zu lösen, damit wir gemeinsam Ostfrieslands verschollene Schätze finden können!

SO MACHST DU MIT

Wer online als Erster die Lösung auf der Schatzseite von ostfriesland.travel einreicht und wer am Infostein der Mansinger Burg am Tag dieser Veröffentlichung bis 14:30h als Erster an der Schatzkiste laut die Lösung sagt, gewinnt! In der Schatztruhe befindet sich ein Lösungshinweis, aber nicht nur das! Es gibt tolle Preise zu gewinnen - für eine unvergessliche Zeit in Ostfriesland! Nach 14:30 Uhr wird die Schatzkiste in der Tourist-Information Westerstede (Am Markt 2, 26655 Westerstede) zu den regulären Öffnungszeiten zu finden sein.

Sonntag, 2. Juni 2019

3. Teil - Ostfrieslands verschollene Schätze | Der Lütetsburger Geisterschatz



Zum Film | Zur Schatzsuche | Das vorangegangene Rätsel im Heseler Wald führte mich auf meiner Suche nach Ostfrieslands verschollenen Schätzen an einem mir sehr wohl bekannten Ort: Schloss Lütetsburg. Gab es hier einen Schatz? „Oh ja, und nicht nur einen“, versicherte mir Schlossherr Tido Graf zu Inn- und Knyphausen:

Hier hören statt lesen | Schloss Lütetsburg in Ostfriesland birgt unzählige Geheimnisse. Auch Schätze zählen zu jenen. Zunächst war da ein Silberschatz, der im Hausbuch im Winter 1790/91 Erwähnung fand: „Bei der Arbeit wurden einige Stücke alten Silbergeldes gefunden. Ich hatte den langen Fischteich, welcher zwischen der westlichen großen Lindenallee und dem alten sogenannten Sternbusch befindlich war, im Herbst 1790 reinigen und die Schlammerde zur Verbesserung des Bodens über die Plantage streuen lassen. In dieser Schlammerde wurden 24 Stück alten Geldes von verschiedenem Gepräge entdeckt. Hierauf ließ ich den Teich, welcher schon mit Gesträuch und Schutt zugefüllt war, noch einmahl aufräumen und sorgsam durchsuchen - allein es wurden bei dieser Nachforschung nur noch 5 weitere Münzen gefunden, sodass sich die ganze Summe auf 29 Taler belief. Dieses Geld wurde ungefähr in der Mitte des Teichs gehoben und es lässt sich nichts über die Art, wie diese hineingekommen waren, sagen. Wahrscheinlich war es so, dass es entweder bei einer großen Wasserflut dahin geraten, oder in Kriegszeiten dahin geworfen wurde, um es vor dem Feind in Sicherheit zu bringen.“
Weitere Erwähnung findet der Silberschatz nicht, doch wurden damals auch wirklich alle Münzen entdeckt und geborgen?
Ein weiterer Schatz fand sich zuvor, als Unico Manninga im 16. Jahrhundert den aus den Niederlanden flüchtigen Staatsmann Philipp Marnix im Schloss aufnahm. Den beiden reformiert Gläubigen widerfuhr eine unheimliche Begegnung in den dunklen Gewölbekellern des Schlosses. Sie wandelten in politischen Gesprächen vertieft durch die Gänge, als plötzlich eine Geisterhand aus der Wand fuhr und Marnix fest am Knöchel packte! Erschrocken über diese furchteinflößende Erscheinung, erforschten beide zu späterer Stunde die Stelle genauer und waren erstaunt, als sie dort in einer niedrigen Spalte einen Münzschatz fanden, mit dem der Schlossherr seinem Freund nun auch finanziell wieder auf die Beine helfen konnte. (TvL)




Was für eine spannende Geschichte tat sich da in den Gewölben und auf den Grünflächen von Schloss Lütetsburg auf! Und tatsächlich fand ich auch dort eine weitere Schatzkiste mit einem zu lösenden Rätsel:

MB - Vergraben von den Oldenburgern,
gefunden von den Glücksrittern.
Ein Wagen laut, gefolgt vom Gockel -
feurig führt der schwarze Mann.
Der brach das Schweigen und vom Sockel,
rutscht der Schatz - nicht heben kann.
Wo war's, wo höllisch Werk geschah,
wo „Mannen singen“ ist es wahr?

Macht mit und helft mir das vierte Rätsel zu lösen, damit wir gemeinsam Ostfrieslands verschollene Schätze finden können!

SO MACHST DU MIT

Wer online als Erster die Lösung auf der Schatzseite von ostfriesland.travel einreicht und wer im Schlosspark-Shop von Schloss Lütetsburg ab dem Tag dieser Veröffentlichung als Erster an der Schatzkiste laut die Lösung sagt, gewinnt! Die besten Chancen habt ihr heute bis 14:30h. In der Schatztruhe befindet sich ein Lösungshinweis, aber nicht nur das! Es gibt tolle Preise zu gewinnen - für eine unvergessliche Zeit in Ostfriesland!

Sonntag, 26. Mai 2019

2. Teil - Ostfrieslands verschollene Schätze | Der verfluchte Schatz von Hesel



Zum Film | Zur Schatzsuche | Dank Eurer Mithilfe konnte ich auf meiner Suche nach Ostfrieslands verschollenen Schätzen das Rätsel von Marienchor lösen, und so kam es, das ich tief im Heseler Wald auf die Klosterstätte Barthe stieß. Doch Vorsicht war geboten! Denn wie die Geschichte des Klosters erzählt, soll der Schatz, der dort im Wald vergraben wurde, verflucht sein ...

Hier hören statt lesen | Zu später Stunde ist im Gehölz bei Hesel ein fürchterliches Wehklagen zu hören. Die Bewohner des kleinen ostfriesischen Dorfes erzählen sich seit Generationen die schauerlichsten Geschichten um einen Ritter, der beim Versuch einen verschollenen Klosterschatz zu heben, vom Pferd fiel und sich das Genick brach – aber nicht durch ein Unglück, sondern durch einen schrecklichen Fluch.
Es trug sich zu, das die vor dem Schwedenheer fliehenden Mönche des Heseler Klosters einen Münzschatz unter einem Baum vergruben, damit das Geld nicht den plündernden Truppen des Dreißigjährigen Krieges in die Hände fiel. Den Baum, unter dem sie den Schatz vergruben, markierten sie mit einem eingeritzten Kreuz, sodass sie die Stelle später wiederfinden könnten.
Als dann viele Jahre später endlich Friede im Land herrschte, kamen zwei der Mönche zurück um den Hort zu heben, stellten aber fest, dass auf unerklärliche Weise alle Bäume mit einem Kreuz versehen waren. So sehr sie auch suchten - sie fanden die Münzen nicht. Vor Zorn über den Verlust sprachen sie da einen schrecklichen Fluch aus: “Wer ohne Recht den Schatz versucht zu heben, dem soll das Genick brechen und sein Geist soll verdammt sein, bis zum Jüngsten Tag ruhelos umherzuirren!“
So ist es wohl dem Ritter ergangen, der bis heute sein Wehklagen durch das Heseler Gehölz heulen lässt. (TvL)



Mit der kundgetanen Absicht, den Schatz nicht finden zu wollen, sondern nur über seine Geschichte berichten zu wollen, stieß ich in der ehemaligen Kirche des Klosters unter dem Altarstein auf eine weitere kleine Schatzkiste, die sich mithilfe meines geheimnisvollen Schlüssels öffnen ließ. Ein weiteres Rätsel kam zutage und ich konnte kaum erwarten zu erfahren, wohin mich die Worte auf der Karte diesmal führen würden:

SL - Von Geisterhand drauf hingewiesen -
im Keller unter blauem Blut.
Von flachem Wasser weit umgeben -
gefunden nur durch wahren Mut.
Wie heißt der Sitz, unweit liegt Hage,
Wo wuchs einstmals ein kleiner Berg?
Der Schatz war klein doch folgt der Sage,
vollbrachte er ein frommes Werk.


Macht mit und helft mir das dritte Rätsel zu lösen, damit wir gemeinsam Ostfrieslands verschollene Schätze finden können!

Wer online als Erster die Lösung auf der Schatzseite von ostfriesland.travel einreicht und wer im Heseler Wald, beim Kloster Barthe am Altarstein der Kirche, ab dem Tag dieser Veröffentlichung bis 14:30h als Erster an der Schatzkiste laut die Lösung sagt, gewinnt! In der Schatztruhe befindet sich ein Lösungshinweis, aber nicht nur das! Es gibt tolle Preise zu gewinnen - für eine unvergessliche Zeit in Ostfriesland! Nach 14:30 Uhr wird die Schatzkiste in der Tourist-Information Hesel (Leeraner Straße 1, 26835 Hesel) zu den regulären Öffnungszeiten zu finden sein.

Sonntag, 19. Mai 2019

1. Teil - Ostfrieslands verschollene Schätze | Der Birnbaum-Schatz im Rheiderland

https://www.ostfriesland.travel/abenteuer-in-ostfriesland#c6900
Zum Film | Zur Schatzsuche | Im Frühjahr 2019 bekam ich einen merkwürdigen Brief ohne Absender. „Finde Ostfrieslands verschollene Schätze“. In dem mit Initialen versehen Umschlag steckte ein kleiner Schlüsselbund und eine Karte mit einem Rätsel darin:

MC - Unter'm Birnbaum liegt der Schatz -
im Tontopf noch ein zweites Rätsel.
Welch Brücke gibt Ostfriesland Rat?
Von dessen Stadt, über die Ems ins Land.
Wie heißt der Ort im Namen Klang -
wo man einst die Münzen fand?
„Ein Chor der Muttergottes sang.“


Das war Post ganz nach meinem Geschmack! Ich machte mich sogleich mit Stift und Zettel daran die Zeilen zu verstehen und nutzte das Internet, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dort stieß ich auf eine volkskundliche Geschichte, die mehr oder weniger glaubhaft schien, und ging der Spur des mysteriösen Briefes nach. War etwas dran an dem Schatz vom Rheiderland? Was würde ich dort finden und wie würde die Suche weiter gehen?


Hier hören statt lesen | Es trug sich zu, das ungefähr um 1780, ein von Kriegsgebaren und Wasserfluten gepeinigter Mann morgens aus einem sonderbaren Traum erwachte. „Heut will ich nach Emden gehen,“ sagte er zu seiner Frau, mit der er unweit von Marienchor in einer kleinen Lehmhütte wohnte. „Ich hatte einen merkwürdigen Traum, in dem mir mein Glück sicher sei, wenn ich mich nach Emden auf die Rathausbrücke begebe.“ Träume sind Schäume, dachte die Frau. „Es ist eine ganze Tagesreise nach Emden. Aber wer weiß, vielleicht findest du ja Arbeit. So geh und mach Dein Glück, wenn du es für richtig hältst.“
Es war ein bitterkalter Wintertag und ein langer beschwerlicher Weg, bis der Mann endlich auf der Rathausbrücke stand und nicht so recht wusste, worauf er dort wartete. So ging er auf und ab - Stunde um Stunde. Schon wollte ihn der Mut verlassen, als ihn am späten Abend ein Ratsherr ansprach, ob er hier auf jemanden warte. „Ja und nein“, sagte der Mann und erzählte dem Herrn von seinem Traum. „Träume sind Schäume“, sagte der Ratsherr, „aber ich hatte einmal einen ähnlichen Traum. Ich sollte über die Ems ins Rheiderland gehen und dem Weg so und so folgen, dann käme ich an einen Kreuzweg, wo vor einer Lehmhütte unter einem Birnbaum ein Schatz vergraben sei. Aber Träume sind Schäume sagte ich mir und dachte nicht weiter daran.“
Der Mann, die Wegbeschreibung im Geiste verfolgend, staunte ungläubig und sprach, „Mag sein mein Herr. So will ich auch wieder heimkehren. Guten Abend.“
Mit eilenden Schritten, ja beinahe schon laufend machte sich der Mann auf den Heimweg. Schweißtriefend trat er Stunden später in die Tür. Die Frau hatte für seine Ankunft über dem Feuer Wurzeln gekocht und begrüßte ihn. „Setz dich und wärm dich auf.“ „Nein, keine Zeit!“ Antwortete er und verschwand sogleich im Garten. Warum die Eile - was hatte er vor? Er wohnte an eben jenem Kreuzweg und der Birnbaum im Garten aus dem Traum des Ratsherren war der Seine! Schnell grub er die gefrorene Erde auf und unter dem erstaunten Blick seiner Frau, hob er aus der Erde einen Tontopf voller Geld.
Schon bald war ein neues Haus gebaut und dem Mann und seiner Frau mangelte es an nichts. Auf dem Schrank im Haus, da stand der gehobene Geldtopf, den eine geheimnisvolle Schrift zierte, die allerdings keiner zu lesen vermochte.
Es war Herbst geworden, als eine Kutsche an dem Kreuzweg Schaden erlitt. So kam es, dass ein Pfarrer Gast im Haus des Paares wurde, dessen Blick beim Wärmen seiner Füße am Feuer auf den Tontopf fiel. Der Pfarrer stutzte, denn er konnte die Schrift darauf entziffern: „Unter diesem Topf steht noch ein größerer Topf“. Der Mann und die Frau sahen sich staunend an. Aber sie ließen sich nichts anmerken. Als der Wagen wieder gerichtet und der Pfarrer fort war, hob der Mann mit seiner Frau einen weiteren noch größeren Schatz, mit dessen Hilfe sie in den folgenden französischen Zeiten viel Gutes tun konnten. (TvL)

In der Kirche von Marienchor fand ich eine kleine Schatztruhe, die sich mithilfe der Schlüssel in dem geheimnisvollen Brief öffnen ließ. In ihr befand sich ein weiteres Rätsel, das mich wohl zum nächsten Schatz meiner abenteuerlichen Reise führen würde:

HS - Vom Krieg vertrieben - heil'ge Kutten,
den Schatz vergraben unterm Baum.
Kein Heselbaum! Markiert mit Kreuze -
ein Ritter kam im Walde um.
Wie heißt der Ort zu Gottes Gunsten -
Verflucht von seiner langen Hand,
Bis heut' ward's Gold nicht mehr gefunden,
Leeraner hüte jedermann.
Macht mit und helft mir das zweite Rätsel zu lösen, damit wir gemeinsam Ostfrieslands verschollene Schätze finden können!

SO MACHST DU MIT

Wer online als Erster die Lösung auf der Schatzseite von ostfriesland.travel einreicht und wer im Ostfriesischen Landesmuseum Emden (Kostenloser Eintritt mit dem Stichwort: "Ostfrieslands verschollene Schätze") ab dem Tag dieser Veröffentlichung als Erster an der Schatzkiste laut die Lösung sagt, gewinnt! Die besten Chancen habt ihr heute bis 14:30h. In der Schatztruhe befindet sich ein Lösungshinweis, aber nicht nur das! Es gibt tolle Preise zu gewinnen - für eine unvergessliche Zeit in Ostfriesland!

EINE WOCHE FREIER EINTRITT

im Emder Landesmuseum ab Veröffentlichung dieses Videos - mit dem Kennwort: „Ostfrieslands verschollene Schätze“ Webseite: landesmuseum-emden.de

Mittwoch, 24. April 2019

Ostfrieslands verschollene Schätze | Die Suche beginnt ...





Zum Film | Zum Onlineprojekt | Im äußersten Nordwesten Deutschlands liegt das mystische Ostfriesland. Das Land der Häuptlinge, der Moore und rauen Winde. Die tosende Nordsee brachte über die Jahrhunderte viele Handelswaren und auch Schätze in die karge Gegend. Verschleierte Mythen um die verschollenen Reichtümer und auch der Glaube an Übernatürliches halten sich bis heute in den flachen Weiten des Landes. Ja, und wenn wir hier von Schätzen sprechen, dann sprechen wir zweifelsohne von Gold und Silber!

Was ist dran an den Geschichten der verschollenen Münzen und ist es wahr, dass der Teufel selbst über manche Fundorte wacht? Der Abenteurer Tim von Lindenau begibt sich auf Schatzsuche - auf den Spuren tapferer Glücksritter und dunkler Mythen. Er sucht Ostfrieslands verschollene Schätze! Und Ihr könnt mitsuchen, miträtseln und vor Ort Euer Glück machen, denn Euch erwarten dabei nicht nur spannende Abenteuer, sondern auch kleine und größere Gewinn-Schätze, die Euch eine unvergessliche Zeit in Ostfriesland erleben lassen!

Sonntag, 20. Januar 2019

Das Grausen im verborgenen Warnfried-Turm

https://photos.app.goo.gl/GyuXYQm3kroJxu519

Zum Film | Zur Fotogalerie | Viele kennen den Marienhafener „Störtebecker-Turm“, der als eines der ostfriesischen Wahrzeichen touristisch zu besichtigen ist. Weniger bekannt, aber noch viel spannender, ist der verborgene Warnfried-Turm in Osteel, der als Teil einer baugleichen Kirche nur zwei Kilometer entfernt neben seinem Schwestern-Turm steht.

Das früh mittelalterliche Bauwerk beeindruckt. Eines der vielen Rätsel des Turms ist das offene Gewölbe in schwindelerregender Höhe der zweiten Etage. Wie ein Schlund zieht es den Blick in die Tiefe des Turms, nachdem man den bedrückenden Aufstieg über einen außerordentlich langen Treppenschacht hinter sich gebracht hat. Eng, verwinkelt und düster ist der Aufstieg. Warum ist das Gewölbe offen und warum ist es nierenförmig, statt rund? Vielleicht diente die Öffnung der Schallübertragung der Glocken nach unten? Auch der Eingangsbereich, im Gegensatz zum Turm für jeden zugänglich, ist ungewöhnlich. Der in sich geschlossene Gewölberaum ist völlig untypisch für eine Kirche.

Grausige Legenden ragen sich um das Bauwerk, das bereits bei Baubeginn im 13. Jahrhundert vom Teufel selbst verhindert werden sollte. Auch im Turm sollen die Höllengeister ihr Unwesen getrieben, so die Legenden. Was dort genau passierte und welche Spuren es möglicherweise noch zu entdecken gibt, versuchte ich auf meiner abenteuerlichen Erkundung herauszufinden - an diesem fast unberührten Schauplatz ostfriesischer Geschichte.