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Sonntag, 3. März 2019

3. Teil - Im Schacht unter dem Lütetsburger Torturm


https://youtu.be/ZTBvxTHY0QU 

Zum Film | Wenn man vor einem Haufen Erde steht, die man bereits umgeworfen hat, ohne etwas darin zu entdecken, geht man nicht von einem Fund aus. Aber es versteckt sich doch so einiges im Erdreich des Torturmschachtes von Schloss Lütetsburg!
Nach bester Archäologen-Manier siebten wir das komplette Erdreich durch und fanden darin allerlei Artefakte der vergangenen Jahrhunderte. Und sogar die ein oder andere „Sensation“ verbarg sich in der feuchten Erde ...

Sonntag, 17. Februar 2019

2. Teil – Im Schacht unter dem Lütetsburger Torturm

https://youtu.be/r_FNCXG8BCw


Zum Film | Endlich war es soweit, beim derzeit realisierbaren Projekt auf Schloss Lütetsburg wurde wieder die Schaufel in die Hand genommen. Im Uhrenschacht unter dem Eingangstor der Vorburg könnten jahrhunderte alte Schätze im Schutt verborgen liegen - da der enge und tiefe Schacht mehr aufnehmen als preisgeben kann. Und genau so war es auch: Der Schacht war so schmal, das ein ausgewachsener Mann unter Umständen nicht einmal dessen Grund erreicht. Doch wir ließen uns nicht beirren und räumten ihn bis auf die Grundsteine leer. Haben wir etwas entdeckt?

Sonntag, 9. Dezember 2018

Das Geheimnis der Dolmen | Wer waren die Erbauer der Megalithkultur?



Zum Film | Im nordischen Raum längst vergessener Germanenstämme liegen gewaltige Steine verstreut. Lang vor den heidnischen Völkern sollen unsere Vorfahren niedrige Steinhäuser (mit Geschick und nicht erklärbaren Kräften) in die schroffe Landschaft gesetzt haben, ohne dass es bis heute eine belegbare Erklärung für sie gibt. Riesen sollen sie gewesen sein, die ihres Gleichen unter den Steinen begruben. Doch man fand keine Knochen. Kein Skelett. Keine Belege für ein Grab. Und doch nennt man sie Hünen- oder Großsteingräber.

Sie sind das Stonehenge Deutschlands. Eines der großen Rätsel mitteleuropäischer Frühgeschichte, die verzweifelte Forscher zu unbedachten Aussagen treiben - sie seien „Grenzsteine oder rituelle Bauten“. Immer dann, wenn ein Archäologe nicht weiter weiß, wird ihm unwiderlegbar klar: „Es handelt sich um ein Monument für göttliche Rituale.“

Die meisten Anlagen sollen zwischen 3500 und 2800 v. Chr. entstanden sein - in einem wahren Bauwahn, so vermuten Wissenschaftler. 900 solcher Anlagen sind heute noch in Deutschland bekannt und doch soll es nur noch ein Bruchteil dessen sein, was damals erbaut wurde. Viele Anlagen wurden später zu Kirchen und weitere fielen dem Industriezeitalter zum Opfer. Statt es zu erforschen und zu bewahren, verfremdete und zerstörte man eines der größten Rätsel der Jungsteinzeit.


Hier an der Straße der Megalithkultur, die sich 330 Kilometer durch das westliche Niedersachsen windet, finden sich allein zwischen Osnabrück und Oldenburg 70 solcher Dolmen oder auch Langgräber genannt. Diese Großdolmen stehen möglicherweise in direkter Verbindung zum englischen Stonehenge, von dem aktuell bekannt wurde, das die Anlage ursprünglich um ein Vielfaches größer war als gedacht. Die bekannte Ringanlage sticht wie ein Kirchturm aus einer Stadt, die verborgen unter meterdicken Erdmassen liegt.

Die Datierung solcher Anlagen scheint der Wissenschaft schwer zu fallen, da sich mehr und mehr herausstellt, dass man bei der zeitlichen Einschätzung solch früher Bauwerke völlig falsch lag. Sie sollen Tausende Jahre älter sein und zeigen oft Fertigungsspuren, die als „unmöglich“ eingestuft und dann möglichst schnell verdrängt werden.

Wenn die Hünengräber, wie sie im Volksmund genannt werden, der Überlieferung nach von Riesen erbaut wurden, diese sie aber nicht als Grabstätten nutzten, welchen Zweck erfüllten sie dann, wenn kein ausgewachsener Mensch unter den niedrigen Steindächern verweilen könnte? Welche Volksgruppe wurde damals als „Riesen“ bezeichnet und was hinterließen sie uns sonst noch? Fragen über Fragen, die mir beim Anblick dieser Steine keine Ruhe lassen. Wer waren die Erbauer der Megalithkultur und wann lebten sie wirklich? Welchen Zweck erfüllten Ihre gewaltigen Hinterlassenschaften, die wie die Pyramiden spielend Jahrtausende Überdauern?

Was ist das Geheimnis der Dolmen?

Sonntag, 8. Oktober 2017

4. Teil - Das Geheimnis von Schloss Lütetsburg



Zum Film | Da wir davon ausgehen, dass die Kelleranlage hinter der zugemauerten Türe der Vorburg des Lütetsburger Schlosses größer ist, als bisher gedacht, entschlossen wir uns zu einem Gespräch mit der ostfriesischen Landschaft, die sich professionell an der Grabung beteiligen könnte. Parallel eröffnen wir die Möglichkeit einer weiteren Grabung im Schlosspark. Hier wurde unter dem Manninga-Berg im Zweiten Weltkrieg ein Bunker angelegt, der mittlerweile verschüttet ist. Niemand der noch lebt, hat diesen Bunker je betreten oder weiß welche Geheimnisse er verbirgt. Allein der ungefähre Standpunkt des ehemaligen Eingangs ist bekannt.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Der Torturm zu Lütetsburg

https://photos.google.com/album/AF1QipPrenv4Z2xvegLl6h1zCsf9puReSrvN7-KqvQi7
Zum Film | Zur Fotogalerie | Er ist allen Ostfriesen bekannt – der Tortum des Lütetsburger Schlosses der Grafen zu Inn- und Knyphausen. Imposant sticht er aus der Vorburg hervor und wacht über die Einfahrt in die von Burggräben umgebene Schlossanlage. Und obwohl jeder Besucher diesen Turm kennt, hat noch keiner von ihnen einen Fuß in sein Innerstes gesetzt. Was verbirgt sich in dem alten Gemäuer?

Beim Betreten der unscheinbaren Türe des Turms verlässt man die hektische Zeit der Moderne. Eine steile, von dickem Staub eingedeckte Treppe führt über einen kleinen Flur in die erste Etage. Man muss sich an einem schweren Tau emporhangeln, um sicheren Schrittes die Steigung zu überwinden.
Schon beim Aufstieg fallen dem wachen Beobachter viele vom Fortschritt der Zeit vergessene Details auf. Hier wurde seit Langem nichts berührt und verändert.
Im ersten Stockwerk erwartet den Entdecker ein romantischer Raum: In einer der Straße zugewandten Ecke befindet sich ein offener Kamin. Ich stelle mir vor, wie sich Wachemänner an kalten Wintertagen des frühen 18. Jahrhunderts an dem prasselnden Feuer wärmten und heiße Getränke zu sich nahmen. Aber auch zu späterer Zeit wurden hier Feuer entfacht. Der Schlossherr Tido Graf zu Inn- und Knyphausen erzählte mir, wie er in Kindertagen hier verstecken spielte und manches Mal auch ein Feuer entzündete.
Die Stiege zum zweiten Stock ist noch steiler als die Erste. Nach ihr betritt man einen Raum, der noch heute das Uhrwerk aus vergangenen Tagen beherbergt, welches in den 80ger Jahren allerdings zur Ruhe kam. Der Zeiger steht seit bald drei Jahrzehnten auf 11.36 Uhr.
Ein Stuhl, der nicht all zu historisch ist, steht vor einem zum Schloss gerichteten Fenster und lädt ein, einen ruhigen Moment zu finden.Von hier aus blickt man in den Dachstuhl des Turms. Der Blick fällt auf die kunstvollen Arbeiten längst verstorbener Zimmermänner. Über eine Leiter erreicht man eine kleine Luke, die zum Glockenturm ins Freie führt.
Durch den Torturm des Lütetsburger Schlosses schritten schon namhafte Persönlichkeiten wie Theodor Fontane, Wilhelm Busch und diverse königliche Häupter. Er überstand einen großen Brand, erlebte den ersten und zweiten Weltkrieg und hielt im Letzteren der Bombardierung des Schlosses und seiner Parkanlage stand.Schön, dass es noch solche verborgenen Orte gibt und wer weiß, was sie in Zukunft noch für Geschichten erzählen werden.




Die Geschichte des Torturms

Als der ostfriesische Häuptling Lütet Manninga zwischen 1373-77 sein Stammhaus in Westel in der Leybucht aufgrund verheerender Sturmfluten verlor, ließ er den in Familienbesitz befindlichen „Uthoff“ zum Wasserschloss „Lützborch“ ausbauen. Zu dieser Zeit dachte noch niemand an einen Torturm. Später, im Jahr 1588, gelangte das Schloss durch die Heirat der Erbtochter Hyma Manninga an den Reichsfreiherrn Wilhelm von Inn- und Knyphausen aus dem Jeverland - die Vorburg des Schlosses stammt in ihrer Grundform aus dieser Zeit, der imposante Torturm allerdings, wurde erst später im Jahr 1740 von Carl-Philipp Freiherr zu Innhausen und Knyphausen, errichtet. Vor dem Bau des Turmes war der Zugang zum Schloss auf der Westseite der Anlage zu finden, welcher in heutiger Zeit nicht mehr genutzt wird.

Mittwoch, 28. Dezember 2016