Sonntag, 4. Juli 2021

Der Burgen-Schwindel - Forschung unter fachlicher Kritik




Zum Film | Auf der Suche nach dem Ursprung der Ritterburgen beschloss ich mir von namhaften Forschern und Instituten empfohlene Standartwerke über die Burgenkunde zu beschaffen und so stapelte sich vor mir ein kleiner Berg von Büchern, die erstaunliches offenbarten. Da es sich bei diesen Büchern um wissenschaftliche Standartwerke handelte, war ich überrascht, das sich auch bei der Burgenkunde ein Phänomen zeigte, das meist nur Forschern bekannt ist: Gegen alle medialen Veröffentlichung sprachen die Burgenforscher von fatalen Meinungsverschiedenheiten zwischen unterschiedlichen Gelehrten und Veröffentlichungen, die in medialen Berichten keinerlei Beachtung finden. Es scheint tatsächlich bekannt, das Burgen wohl die ersten stattlichen Bauwerke der frühesten Europäer waren - weit vor den ersten bekannten Kriegen. 


Ja, bereits unsere steinzeitlichen Vorfahren errichteten Wallanlagen mit steinernen Türmen und Fachwerkhäusern - doch nicht etwa um Feinden zu wehren, sondern um dem Wetter zu trotzen, Ernte, Hab und Gut sicher zu verstauen und ein angenehmes Wohnen zu ermöglichen. Ja, der weithin bekannte Mythos des Höhlenmenschen ist hier zu Lande alles andere als belegbar. Wo man menschliche Hinterlassenschaften in Höhlen fand, fand man selten Reste von Haushalten, sondern hauptsächlich Spuren des kurzen Verweilens. Berühmte Ausnahmen schließen in der Regel nur auf einzelne Orte und sind unter Forschern stark umstritten. Das ist auch nicht verwunderlich, denn Höhlen sind rar und schwer zu finden. Sie liegen oft fernab der natürlichen Versorgung und bieten wenig Schutz, es sein denn, ihre Lage, Beschaffenheit und Ausrichtung ist besonderer Art. Was Menschen wohl als erstes schützend wahrnahmen, waren sicher die Bäume. Sie waren zahlreich, standhaft, boten ein Dach und reichlich Nahrung. Die Blätter der meisten einheimischen Bäume bieten sogar alles was der menschliche Organismus zum leben benötigt und selbst im Winter könnte man reichlich Laub kauen, um der Unterernährung zu entkommen. Was die Höhlen betrifft, so stehen die meisten Höhlenmalereien unter skeptischer Kritik. Ja, es sind nicht nur Freigeister die ihre Echtheit bezweifeln, sondern auch gelehrte Wissenschaftler. Was mich betrifft, so stelle auch ich manche Malereien in frage, da sie in nichts den einfachen Zierden der steinzeitlichen Keramikfunde ähneln und wir fast schon sicher sein können, dass die europäischen Steinzeit’ler kein großes Interesse an künstlerischer Darstellung hatten, obwohl sie ganz sicher zu ihrer Erschaffung in der Lage gewesen wären, was ihr handwerkliches Geschick belegt. Was die breite Palette der steinzeitlichen Funde allerdings belegt, ist seltene schlichte Kreativität, mit immer wiederkehrenden Mustern und Formen, aber es sind keine Malereien wie aus der Hand Picassos, die zudem auch nur in einer einzigen Höhle vorkommen, die heute niemand mehr betreten darf.

Ein weiterer Irrglaube scheint in der Deutung der megalithischen Bauten zu keimen. Es ist kein Geheimnis, das ratlose Wissenschaftler den Kult-Begriff lieben, um möglichst für alles eine Erklärung parat zu haben, von dem sie keinerlei Ahnung haben. Es scheint fast, als sei es ihnen peinlich zuzugeben, das sie als Wissenschaftler mal etwas nicht wissen - doch da gibt es ja die allgemein anerkannte Ausrede des sogenannten „Kultes“, der sich nicht belegen lässt. Ich persönlich liebe das Unwissen - wozu wäre sonst mein Forscherdrang gut? Sich zu irren, bestätigt die ehrliche Forschung.

Burgenkunde

Wir finden in fast allen europäischen Ländern Burganlagen - sogar über deren Grenzen hinaus. Was die wenigsten wissen: einige dieser Burgen sind von der Forschung als megalithisch datiert. Sie stammen aus der Steinzeit und sind an die sechstausend Jahre alt. Wie kommt es nur, das niemand davon weiß? Passt dies nicht ins Bild des romantischen Mittelalters? Das ein oder andere Mal findet solches Wissen sogar den Weg in Fernseh-Dokumentationen - jedoch scheinen die hier fehlenden Ritter solches Unbehagen hervorzurufen, das man sich schnell mit größter Erleichterung an den Kult erinnert und dann schnell die Küchenräume, Kornkammern und Wohnräume streicht, welche wir zum Beispiel auf den Orkneys finden - samt Türmen, Ringmauern und zahlreichen Nebengebäuden. Die offiziell besterhaltenen Burgen steinzeitlichen Ursprungs, sind auf Sardinien zu finden. Die Nuraghen-Burgen sind erstaunlich und offenbaren in ihrer Rekonstruktion Bilder, die uns erstaunlicherweise an die Burgen in Deutschland erinnern. Könnte es sein, das sich hier ein Geheimnis offenbart, das undenkbar erscheint? Was wäre, wenn die ursprünglichen Burganlagen (zum Beispiel jene am schönen Rhein) in ihrer Urform gar nicht im Mittelalter, sondern tausende Jahre zuvor errichtet wurden?
Bevor jetzt jemand unbedacht mit erhobenem Schwert auf mich losspringt: Lest was das wissenschaftliche Standartwerk der „Burgenkunde“ von Otto Pieper berichtet und fragt Euch, woher ihr Euer augenscheinliches Wissen über die Burgen habt. Waren es vielleicht Schulbücher und Fernsehbeiträge? Folgendes schreibt ein Forscher, der sein Leben lang von Burg zu Burg und von Buch zu Buch reiste, und noch heute als der größte deutschsprachige Fachmann für Burgenkunde gilt:

Aus rechtlichen Gründe habe ich den Inhalt des Werks hier frei, aber dennoch inhaltlich getreu, aufgeschrieben.

„Nur in seltensten Fällen ist die Erbauungszeit eines burglichen Bauwerks, dass uns als belehrendes Beispiel dienen könnte, wirklich bekannt. In beinahe allen Fällen müssen wir uns mit der Kunde zufrieden geben, die eine namentliche oder örtliche Nennung in Urkunden oder dergleichen hinterlässt. Hierbei ist die Regel, das der Berchfrit (Turm) sowie eine äußerste Ringmauer oder ein Wall, älter als die erste urkundliche Ernennung ist, wodurch der gegebene zeitliche Anhalspunkt aus den Urkunden noch unsicherer wird. Hinzu kommt, das urkundliche Erwähnungen meist lückenhaft sind.“

Bedenken wir das ein von einem Wall umgebener Turm mit Nebengebäuden steinzeitlichen Burgen entspricht, so muss jedem klar werden, das beinahe jede Burgdatierung infrage zu stellen ist, zumal fast alle Burgen um zwölfhundert erbaut wurden - in einer Zeit der Wissensvernichtung, die mehr als auffällige Lücken hinterließ. Doch es folgt noch überzeugenderes: Man hat bei zahlreichen Grabungen festgestellt, das ein nennenswerter Teil der deutschen Burgen Spuren steinzeitlicher Wallanlagen aufweist. Das Berchfrit und Ringmauer zudem undefinierbar älter als alle weiteren Burggebäude sind, lässt zusätzlich aufhorchen und „deutsche Burgen spielen ihre wesentliche Rolle in der zweiten Hälfte des Mittelalters“, so Otto Pieper. „Nachweislich wurde deren Großteil aber erst zu dieser Zeit NEU-erbaut.“

Sind unsere Burgen also sehr viel älter als das Mittelalter? Wie sahen sie aus, bevor man sie NEU-erbaute?

Pieper berichtet auch, das viele Forscher der Meinung seien, das der Burgenbau den Römern zu verdanken sei. Sieht man davon ab, das die Römer ihre Kultur von den Griechen erbten und kretische Griechen von Vorbildern aus dem westlichen Norden berichteten, wurde zudem nachgewiesen, das der Großteil der deutschen Burgen in Gebieten errichtet wurde, die nie von den Römern eingenommen wurden. Auch die Existenz viel älterer und ferner Burganlagen widerlegt die romanische Erfindung der Burg. Die Archäologie bestätigt zudem, das die jüngeren Germanen über Jahrhunderte hinweg keinerlei Interesse zeigten, die römische Kultur zu übernehmen oder nachzuahmen. Es scheint fast so, als hätten sie den römischen Fortschritt zunächst sehr bewusst gemieden.

Verschwiegenes Problem in der Forschung

Jene Urkunden, in denen die Burgen datierbare Erwähnung fanden, stammten aus der gleichen Hand wie das angebliche Wissen von Caesar, Tacitus und vielen weiteren. Oftmals Jahrhunderte nach deren Zeit, überlieferten Christen die Schriften der frühen Geschichte. Alles was wir zu wissen meinen, wurde von jenen niedergeschrieben, die systematisch das germanische und antike Erbe beseitigten. Jahrhundertelang verfolgten und folterten sie Menschen, formten unter Zwang und Drohung die Gesellschaft zu ihrem Vorteil und trotz alledem sollen genau diese Verbrecher eine seriöse und zuverlässige Geschichtsschreibung überliefert haben? Ganz sicher nicht, wie zum Beispiel die Historikerin Catherine Nixey in ihrem Buch „Heiliger Zorn“ bestätigt. Sogar Radio Deutschlandfunk rezensierte zu diesem Buch in einem Podcast offen über dieses schwerwiegende Problem und benannte „Christliche Schlägertruppen“ aus jener Zeit.

Bautechniken und Details

Nun kommen wir kurz zu den Mauertechniken der Burgen und den verwendeten Steinen. Die meisten werden es bereits ahnen: Dieser Bereich wird ebenfalls seit über 150 Jahren erforscht und man hat durch viele Faktoren ein erstaunliches Wissen zusammentragen können. Das Material, die Form der Bearbeitung und die Weise der Verbauung lassen ebenfalls Fragen offen und deuten auf ein beachtliches Missverständnis in der Datierung der Burgen. Besonders an Türmen und umgebenden Wällen. Was kaum jemand weiß: Auch die sogenannten „Germanen“ bauten mit rotem Lehmziegel und das möglicherweise sogar früher als die Römer selbst. Zu belegen ist das bisher aber noch nicht. Jedoch haben wir architektonisch auffällige Burgen aus dem anscheinend achten Jahrhundert, die erstaunliche Merkmale aufweisen, wie etwa die Allerburg in Thüringen. In diesem kleinen Beitrag näher darauf einzugehen, ist aber viel zu komplex. Dies zu erforschen bleibt jedem durch die „Burgenkunde“ von Otto Pieper und weiteren selbst überlassen. Doch eines möchte ich noch andeuten, das mit den Steinen zusammenhängt: Es sind die Steinmetzzeichen, deren Herkunft und Bedeutung trotz intensiver Forschung bis heute nicht bekannt ist. Es sei nur so viel verraten - es gab sie bereits 2500 Jahre vor den ersten Steinmetz-Hütten (!) und sie ähneln den Runen (anscheinend ohne jeden kulturellen Bezug) in ganz Europa und weit über dessen Grenzen hinaus. „Wir dürfen auch nicht übersehen,“ so Pieper, „das es den altrömischen wie auch den mittelalterlichen Handwerkern schwergefallen wäre ihre Initialen einzumeißeln, da sie des Schreibens selten kundig waren.“

Ich möchte definitiv nicht den Anschein erwecken das Otto Pieper der Meinung war, das die Burgen allesamt in der Steinzeit erbaut wurden. Gerade auch die Jahrhunderte fortgeführten Umbauten der Anlagen haben sicher nichts mit der Megalithkultur zu tun. Pieper betont aber mehrfach deutlich, das er das Thema der Vorzeit in seinem Werk „Burgenkunde“ nur kurz hält und schreibt eindrücklich über die frühen Grabungsergebnisse, die mittelalterliche Burgen mit der frühen Vorzeit verbinden. Er drückt sich durch sein Werk hinweg derart vorsichtig in Bezug auf Datierungen aus, das er unmöglich nur ein paar Jahrzehnte gemeint haben könnte. Dabei wird in übermächtigen Fußnoten auf unzählige Quellen verwiesen. Pieper wusste sehr genau wovon er schrieb.

Während meiner Recherchen habe ich nebenbei unzählige Dokumentationen zu Steinzeit, den Germanen und Burgen geschaut, um mir ein Bild des öffentlichen „Wissens“ zu machen und so muss ich an dieser Stelle deutlich feststellen, das eine Vielzahl von Wissenschaftlern durchaus ehrlich vor die Kameras tritt und sich bei wagen Befunden sehr vorsichtig ausdrückt. Ihre teils schwer verständlichen Fachreden werden von den Kommentaren der Filmemacher jedoch so beharrlich in eine bestimmte Richtung gelenkt, das dies nicht dem Zufall oder der Dummheit der Sprecher zuzuschreiben ist. Dafür ist dieses Vorgehen zu stet und immerhin von Lektoren abgesegnet. Vielen fällt es schwer den Fachleuten im Wort zu folgen - aber der Kommentar des Sprechers bleibt den meisten im Gedächtnis. Lasst Euch nicht ein „vielleicht“ als „Fakt“ verkaufen. Wer des anderen Wort verdreht, gehört nicht ins öffentliche Interesse. Die Scham über die unprofessionelle Arbeit meiner Kollegen ist manchmal unerträglich.

War es nicht das angebliche Mittelalter, dessen Geschichte von der Kirche und ihren einzig schreibenden Mönchen geprägt war? War es nicht deren höchstes Ziel, Wissen zu formen und unliebsames zu verbrennen? Universitäten veröffentlichen Forschungsergebnisse zu den Fälschungen dieser Zeit und man weiß, das möglicherweise sogar ganze Jahrhunderte und große Herrscher von der Kirche erfunden wurden, um zu Vertuschen, die Macht Gottes zu stärken und die Menschen auf christliche Linie zu bringen. Mit List und auch mit Gewalt.

Es scheint also, dass es gar nicht so viele „Ritterburgen“, sondern ursprünglich viel mehr „steinzeitliche Burgen“ gab und gibt und das selbst der Ausspruch: „Wir wollen doch nicht zurück in die Steinzeit“, Bedarfslenkung ist. Wenn es keine grunzenden Höhlenmenschen gab, was haben uns die Burg-Erbauer hinterlassen? Was hat man aus den Geschichtsbüchern gestrichen, was wurde sonst noch verbrannt und versenkt und vor allem warum?

In einem späteren Artikel gehe ich auf ein weiteres Phänomen früher Architektur ein: Dem Fachwerkhaus. Keine Angst - es ist allgemein bekannt und höchst wissenschaftlich, das man in der Steinzeit Fachwerkhäuser baute. Sie ähneln in ihrer Rekonstruktion erschreckend den anscheinend mittelalterlichen Bauten: Man nennt sie Pfahlbauten und ihre Bauform ist mit der jüngeren absolut identisch. Einzig nicht nachgewiesen ist, auf welche Weise das Gebälk verbunden wurde und so geht man von einfachen Seilverbindungen aus. Allerdings fand man bereits Holzverbindungen aus jener Zeit, die einem modernen Tischlerlehrling als die schwierigste handwerkliche Holzverbindung bekannt ist: „Die Gratleiste“ - gefunden an fünftausend Jahre alten Holzrädern. Soll man da wirklich nicht in der Lage gewesen sein, einen einfachen Zapfen zu erschaffen?

Sonntag, 20. Juni 2021

Die Fryas - Europas erste Hochkultur?




Zum Film | In den ersten beiden Teilen dieser Reihe erzählte ich von uralten Burgen, rätselhaften Symbolen und Forschungsschwierigkeiten. Es ist aber auch alles andere als einfach Forschung zu betreiben, die bis ins Jahr 7200 vor Christi datiert werden kann. Ja, und mit der Datierung ist das so eine Sache, da Datierung meist auf Kulturmerkmalen beruht und wir ja wissen, das da schon mal der ein oder andere Fehler mit einspielen kann. Auch bei Texten ist Vorsicht ageboten, denn Papier ist geduldig und oft genug wurden Schriften für politische Interessen gefälscht. Auch die C14 Methode hat wohl ein schwerwiegendes Problem - dies ist allerdings ein andere Geschichte.



Vor über 150 Jahren tauchte eine Handschriftensammlung auf, die die Chronik der sogenannten Fryas enthielt. Da die Jahrhunderte alten Handschriften in einer sehr alten, den Runen entsprungenen Schrift, verfasst wurden, zog man sogenannte Fachleute hinzu um zu erfahren, von was diese Schriften genau berichten. Als man kurze Zeit später verkündete, die eingereichten Papiere seien eine Fälschung, fiel dem Eigentümer auf, das die sogenannte Fälschung sicher nicht aus den Papieren bestand, die er den Fachleuten überließ. Was war da passiert? Die „ach so freien“ Fachleute ließen eine detaillierte Abschrift auf wesentlich jüngeres Papier vornehmen und das Original ließen sie verschwinden. Kurz zusammengefasst: Der Inhalt der Handschriften schien den Herren wohl derart brisant, das sie selbst die Schriften fälschten, auf das sich niemand mit diesen beschäftigen würde, der seinen Namen in Ehren halten wolle.
Hätte es nicht einige beherzte Forscher gegeben, die sich von solchen Gerüchten nicht abschrecken ließen, hätte man wohl in den hundertfünfzig Jahren Forschung nicht herausgefunden, das die Schriften echt seien müssen, da sie Informationen enthalten, die man zur Zeit der angeblichen Fälschung noch nicht wissen konnte. Der Lühe Verlag, der einzig die gesamten ungekürzten Oera-Linda-Handschriften herausgibt und nebenbei zur Erforschung der Schriften gegründet wurde, ist sich nach 150 Jahren Forschung sicher: Die Handschriften enthalten wahre Geschichte - die Geschichte einer steinzeitlichen verbundenen Hochkultur Europas - den Fryas, heute auch Friesen genannt.
Warum dieses Wissen heute auf Papier vorhanden ist und wie sich das alles nachvollziehbar aufschlüsselt, erfahren wir später.

Die Fryas waren den Handschriften nach das Urvolk Europs, dass über fünftausend Jahre in friedlicher und freiheitlicher Demokratie lebte. Eine Demokratie allerdings, bei der niemand überstimmt wurde, denn die Grundmauern des Systems beruhten auf den von allen gelebten und geliebten Gesetzen der Natur, und man war sich bewusst: auch die Mehrheit kann irren.

Die Chronisten der Handschriften überlieferten über Jahrtausende hinweg die Geschichte ihres Volkes und wem jetzt bereits der Geduldsfaden reißt: Hätten sie dies nicht mit nachvollziehbaren Daten, Namen und Orten benannt, hätte ich es auch nicht geglaubt. Alles in den Chroniken ist anhand unserer eigenen Geschichte nachvollziehbar - nur das unsere Geschichte, der modernen Geschichtsbücher, da einiges durcheinander gebracht haben müsste, sofern man den Fryas glaubt.
Es ist erstaunlich. Hier wird ein in sich schlüssiges Wissen vermittelt, das jeder Überprüfung stand hält.

Wir erfahren auf einfache Weise wie sich der Mensch im Glauben der Fryas einfand, wie er durch Erfahrungen lernte und eine Gemeinschaft bildete, wie die Natur, in den Handschriften Wralda genannt, verfährt und was unseren Vorfahren grundlegend wichtig erschien, um in Frieden, Freiheit und Minne zu leben. Alles was dort niedergeschrieben wurde, ist so wunderbar und einleuchtend, das die Frage nach der Echtheit an Bedeutung verliert, denn sollte sich jemand all das ausgedacht haben, was anhand der unzähligen geschichtlichen Verbindungen unmöglich erscheint, so hätte er damit die perfekte Lösung für die menschliche Gesellschaft erkoren und wir wären allesamt gerettet, sofern wir uns daran hielten. Denn hier gibt es keine Götter, keinen Zwang und nichts als grenzenlose Freiheit in Harmonie mit der uns versorgenden Natur. Es ist erstaunlich.

Was ein jeder davon hält, bleibt jedem selbst überlassen, doch sollte der in den Handschriften lesen, der sich von dieser Geschichte berührt fühlt. Leider wird erst noch an einer Ausgabe gearbeitet, die die komplette Geschichte der Fryas ohne wissenschaftliche Transkription herausgibt. Aber ich habe in den vergangenen Wochen eine kleine Ausgabe verfasst, die die Essenz der originalen Handschriften für jedermann verständlich macht.
Diese kleine Filmreihe dient meinem Büchlein: „Der verborgene Schlüssel - in den Oera-Linda-Handschriften“, welches sich jeder kostenlos auf meiner Webseite timvonlindenau.de unter dem Link: „Der Schlüssel“ herunterladen kann.
Ja, ich weiß, dass Ihr lieber ein Hörbuch hättet. Daher habe ich dies in weiser Voraussicht bereits produziert - auf der gleichen Seite kostenlos erhältlich.

Doch nun zu weiterem: Es gibt, wie ihr in den ersten beiden Teilen dieser Reihe bereits erfahren habt, Hinterlassenschaften der Fryas. Wahrscheinlich sind sie unzählbar. Ich begebe mich weiter auf die Reise zu den Orten der sogenannten „Steinzeit“ und suche nach den Spuren der Ur-Europäer. Und natürlich nehme ich Euch mit - auf meine Reise zu 28 alten Burgen und deren verstaubten Geheimnissen. Auf der Suche nach dem verborgenen Schlüssel …

Sonntag, 13. Juni 2021

„Steinzeit-Forschung“ zu vergangenen Hochkulturen



Zum Film | Die vom modernen Menschen meiner Zeit erdachten Geschichten über die von ihnen so genannte „Steinzeit“, sind sehr wagemutig. Man malt anhand von Steinformationen, einfacher Keramik und nicht verstandener Architektur ein Bild des frühen Menschen, ohne irgendeine handfeste Information zu besitzen, die all diese Thesen stützen könnten. Denn anscheinend hinterließen uns die frühen Menschen keinerlei Aufzeichnungen.

Auch die Unterteilung in erdachte Völker anhand von Winkelausrichtung und Zierde, Material und Verarbeitung an Keramikgefäßen, oder den Höhen, Längen und Grundformen bei sogenannten Hünengräbern, ist amüsant, sagt aber nichts über deren Erbauer aus. Man sollte lieber ehrlich zugeben: Im Grunde genommen wissen wir nichts. Rein gar nichts.


Man schreibt Bücher darüber, welchen Weg der primitive Steinzeitmensch nahm, wo er sich verletzte und was er dabei aß. Man ist erstaunt das er eine Muschel aus einer entfernten Region besaß, während man aus den wenigen zur Verfügung stehenden Bruchstücken romantische Geschichten formt, die keinem Forscher wirklich von Nutzen sind. Um aber genau das zu kaschieren, beschäftigt man sich in Endlosschleifen mit Details und betitelt alles unerklärliche als kultisch. Ich möchte hier niemandem zu nahe treten oder seine Leistung schmälern. Ich möchte nur betonen, dass eine Fliege, die über Jahrzehnte keinen Elefanten hervorbrachte, eben nichts anderes als eine Fliege bleibt und deutlich feststellen, das Scherben keine Gedankengänge offenbaren.

Die Selbstversorger der Urzeit hatten laut Wissenschaft also nichts besseres zu tun, als sich den lieben langen Tag mit der Errichtung von abertausenden Kultstätten zu beschäftigen - auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Ganze Länder sind geradezu überzogen mit sogenannten Kultstätten. Niemand kann sie zählen. Aber sind es nicht viel eher wir, heute, die nach dem Sinn des Lebens suchen, da wir uns seit Jahrtausenden immer weiter von der Natur entfernen? Der frühe Mensch hatte vom Sinn des Lebens sicher weit mehr Ahnung, als alle Generationen nach ihm, denn er selbst war das Leben und dessen anteiliger Sinn. Er war Teil der intakten Natur.

Wer waren diese Menschen, was beschäftigte sie wirklich und was könnten wir von ihnen lernen? Die „steinzeitlich anmutende“ Forschung der Moderne, scheint an einer Hochkultur zu scheitern. Einer ihr überlegenen vergangenen Kultur, die nicht wie erdacht in unzählige Kulturen gesplittet war. Nein, die frühen Menschen Europas standen sehr wohl in engem Kontakt zueinander - denn das bezeugen ihre Hinterlassenschaften: Sie ähneln einander auf unübersehbare Weise und bezeugen geradezu eine weitreichende Kultur von friedfertigen Menschen, die ohne Zierde und egozentrische Darstellung in harmonischer Verbundenheit zueinander gelebt haben. Woher kommen sonst die weitverbreiteten Megalith-Bauten, wie etwa die so genannten Hünengräber und die gefundenen Keramiken mit fast einheitlicher Form und Symbolik, wenn die Steinzeit’ler nicht miteinander in Verbindung standen?

Wer glaubt das der Mensch der moderne hoch entwickelt sei, während er am Abend in eine flimmernde Plastikbox starrt, dabei chemisch angereicherte Extrakt-Mischungen isst, und verlernt hat ohne Strom und organisierter Versorgung zu überleben, der irrt. Der moderne Mensch wurde geradezu lebens-unfähig. Aber der frühe Mensch wusste wie man in der Natur und mit der Natur lebt, ohne auf Notwendigkeiten und Annehmlichkeiten verzichten zu müssen. Er fror zum Beispiel nicht, da er sich natürlich ernährte und mit atmungsaktiver wasserabweisender und bestens isolierter Kleidung schützte. Kleidung, weit effektiver als alle modernen Materialien unserer Zeit. Alles was der Mensch im Leben braucht, bietet ihm die Natur. Pur und direkt - ohne abwegige Fabrikation. Wir befinden uns heute in einer Sackgasse der Zwangsvorstellungen - hinter uns eine Spur der Zerstörung.

Wer waren die Frühen Menschen, was haben sie uns wirklich hinterlassen und was können wir von ihnen lernen?

Unsere frühesten Vorfahren: das Volk, das ohne Zwang und Wahn in Harmonie mit der Natur lebte - in einer Zeit, weit vor den ersten Kriegen.Ja, auch das ist bekannt: die Menschen der Steinzeit lebten in friedlicher Harmonie, denn die ersten Spuren von kriegerischen Auseinandersetzungen fand man erst ab der Bronzezeit. 

Besaßen unsere Vorfahren den Schlüssel zu Frieden und Freiheit? Gibt es vielleicht sogar mehr steinzeitliches Wissen, dass sie uns hinterließen? Wurde da etwas übersehen? Ich gehe diesen Fragen nach, denn es gibt da eine historische Quelle, die allem Anschein nach Antworten auf nie gestellte Fragen bereit hält ...

Sonntag, 6. Juni 2021

6000 Jahre alte „Ritterburgen“ und geheimnisvolle Symbole



Zum Film | Es gibt eine interessante symbolische Grundspur quer durch die der Geschichte der Menschheit. Es ist der vielfach geteilte Kreis der „Steinzeit“.
Der Kreis war wohl das erste bedeutungsvolle Symbol der Menschheit - neben einfachen teils verbundenen Strichen und Zickzack- Formen und Spiralen. Als Kreislauf treibt der Kreis alles auf Erden an und beschäftigt den Geist, wie auch die Natur. Ihn in Hälften, Viertel und weitere Stücke zu unterteilen dient der Orientierung innerhalb eines Kreislaufs.

Die ältesten Bauwerke Europas hat man in kreisrunden Formen entdeckt, die in ihrer Architektur auch mehrfach unterteilt wurden - meist mittels einer Vierteilung durch ein Kreuz, oder durch weitere Stücke, ähnlich wie bei einem Kuchen. Diese Geometrie kam bei den meisten entsprechenden Anlagen durch Eingänge oder Tore zur Geltung - erbaut in Erdwällen, durch Holzpfosten oder Steinsetzungen.
Auch Tag und Nacht, die Sonnenwendtage und Weitere, wurden seit der Steinzeit mit durch Linien geteilte Kreise dargestellt. Das daraus entstandene Kreuz eilte bis heute durch alle bekannten Länder und wurde zur scheinbar unsterblichen Symbolik der Menschheit. Auch die ersten Schriften, wie etwa Runen, entstanden wohl in geteilten Kreisen. Ihre Datierung wurde gerade erst um Jahrhunderte zurückversetzt - durch den Fund eines beschrifteten Knochens.
Das Runen sehr viel älter sein könnten als gedacht, ist bisher nicht wissenschaftlich anerkannt. 


Auch die Spirale - als Sinnbild für den in Phasen auf und abschwellenden Zyklus, der immer wiederkehrend in einem Kreislauf endet, entstammt dem Kreis. Man kann zurecht behaupten, das alles dem Kreis entspringt und was wir auch darstellen, es ist immer im weiteren Sinne aus einem Kreis/lauf entstanden.
Der sechsfach unterteilte Ur-Kreis ist das Symbol des Jahreszeiten-Kreises - dem Jul, welches sich in der Tradition verschiedener Länder bis heute erhalten konnte.
Die weltweit angesiedelten megalithischen Kreisanlagen sind allergrößten Teils längst vergangen - einzig die Luftbildarchäologie konnte die ferne symbolische Vergangenheit sichtbar machen - in einem erstaunlichen geografischen Ausmaß. Doch es gibt auch noch erhaltene Anlagen - ganze Burgen sogar: kreisrund oder sechseckig wie das Jul-Rad.
Ja, man baute Burgen weit vor dem Mittelalter - möglicherweise sogar tausende Jahre zuvor, aus Holz und aus Stein. Laut den Oera-Linda-Handschriften geschah dies zunächst nicht zur Verteidigung, sondern allein um dem Wetter zu trotzen. Diese Burgen bestanden (und bestehen noch heute) aus Türmen, Häusern und Nebengebäuden - ganz so wie die des Mittelalters, nur das sie hauptsächlich rund angelegt wurden. Material und handwerkliche Bauart sind interessanter Weise identisch mit denen der sogenannten Ritterburgen. Dies ist bekannt, aber man hat bisher keine Verbindung zwischen den Bauwerken gesehen und wird diese wohl auch vehement abstreiten. 
Wir können davon ausgehen, dass mittelalterliche Burgen auch auf steinzeitlichen Grundmauern entstanden und ihre Datierung in einigen Fällen sogar falsch sein könnte, was unzählige Umbauten im wahrsten Sinne des Wortes „untermauern“. Die Noragen hinterließen uns auf Sardinien kreisrunde Burganlagen und sogar in Deutschland findet man ähnliche Gebäudereste, wie auch in vielen weiteren Ländern.
Die Hinterlassenschaften der Steinzeit werden unterschätzt - schon allein dadurch, das man Schwierigkeiten hat, die Geschichten der fernsten Vergangenheit zu rekonstruieren - zumal die hinterlassene Bildsprache der Jungsteinzeit mehr als dürftig ist, denn die Kultur der frühen Menschheit legte anscheinend keinen großen Wert auf eine unüberschaubare Welt der Symbolik und Zierde. 
Es scheint fast so, als hätten die „Megalith-Völker“ Symbole und große Zierde in den Jahrtausenden ihrer friedlichen Entwicklung gemieden. Wer sich in intakter Natur bewegt, der braucht wohl keine Zierde und Symbolik, denn all das findet er in der Schönheit und Sprache der Natur selbst. Ihr zu ehren malte man vielleicht den ersten Kreis und richtete sich dann nach ihm aus. Der Kreis mit all seinen unterteilbaren Möglichkeiten - das Ur-Symbol der Natur. 

Ich begebe mich auf eine Reise. Eine Reise, die mich auch zu alten Burgen und Symbolen führt und erstaunliches offenbart …


Sonntag, 7. Juni 2020

Die verschlossenen Tunnel von Fürstenau





Zum Film | Wie habe ich mich gefreut, als ich per Mail die Einladung erhielt, die verborgenen Tunnel von Fürstenau zu erkunden - wobei es erst einmal in die Höhe ging, bevor ich die Tiefen des historischen Städtchens im Osnabrücker Landkreis erkundete.

Schnell sprach sich herum, dass ein Abenteurer die Stadt besucht und kurzerhand wurde so manch rostiger Schlüssel vom Haken genommen, um gemeinsam dem Verborgenen auf die Spur zu kommen. Ein aufregender Tag - nicht nur für die Fürstenauer ...
Irgendwie wusste niemand so recht, wie es in den dunklen Gängen unter der alten Burganlage aussah, da sie seit Jahrzehnten verschlossen waren. Ja, sogar das Bauamt war ratlos und so beschloss Bürgermeister Benno Trütken einen erfahrenen Mann vorzuschicken, um den Zustand und die Begebenheiten unter seinem Rathaus zu erkunden.




Es ist ausgesprochen besonders, einen Jahrzehnte verlassenen Ort zu betreten. Wo man einen Fuß hinsetzt, was man findet und sieht, alles ruhte seit Langem in Dunkelheit und Stille. Wir bewegen uns täglich in wissentlich geprüfter Umgebung. An Orten, die ständig unter dem Einfluss von Menschen stehen. Die sicheren Pfade zu verlassen und vergessene Orte zu erkunden, gehört zu den spannendsten unvorhersehbaren Erlebnissen, die nur sehr wenigen Menschen zu Teil werden.

Sonntag, 26. Januar 2020

Das Geheimnis der Nacht - Eine Reise ins Dunkel der Schatten



Zum Film | Wie still kann die Welt sein - wie schaurig die Nacht. Laternen tauchen ein ins Dunkel und geben preis, was der Tag nicht zu offenbaren vermag. Der Nebel ist ein Freund der Nacht. Er streut das karge Licht und verhüllt das Ziel des unsicheren Blickes. In ihm verborgen - das Geheimnisvolle, das Übersehene.
Mein Weg führt mich zum Friedhof - gleich hinter dem Marktplatz - vorbei an einem Geheimnis, das ich noch nicht preisgebe. Hier leuchten die roten Flammen. Sie weisen aus der dunklen Tiefe hinauf an die Oberfläche der Vergangenheit. Der Nebel scheint hier besonders dicht. Oder ist es die Dunkelheit, die der Linse der Kamera den Blick verweigert?


Ich mache mich auf den Weg in den alten Stadtkern. Gelockt von Geräuschen und Schatten.
Die Geschichte ist hier allgegenwärtig. In der Stille scheint sie aus Holz und Stein zu singen. Leise Töne aus vergangener Zeit. Mir scheinen die Strophen weit hergeholt - doch die ungeschriebenen Zeilen überdauern in einer anderen Dimension. Sie sind frisch wie die feinen Tropfen des Dunstes, der sich an meinen Kleidern niederlässt.
Nichts was in diesen Straßen geschah, ist vergangen. Die Stadt hält jedes Geschehnis in sich. Was vor hundert Jahren gesprochen, hallt noch heute durch die verwandelten Gassen. Des Nachts - wenn dicke Nebelschwaden durch die Reihen der Häuser ziehen.

Ich bin nicht der einzige Wanderer hier. Nicht der Letzte, den Nacht ruft.

Ein Rauschen scheint unter dem Pflaster emporzusteigen. Ein gusseiserner Deckel schützt es vor der unsteten Welt. Manch ein Licht ist schon seit Langem erloschen. Doch die Zeit wird kommen, da streut es sich erneut des Nachts im Nebel.

Mich zieht es noch einmal zurück zur Sylvester-Kirche. Die alten Kreuze und erhabenen Mauern sollen meine Wanderung noch einmal schmücken. Schön schaurig. Danke dir, Nacht. Danke dir, Stille. Ohne Euch wäre die Welt ein Ort ohne Erkenntnis. Ein Leben ohne tieferen Sinn.

Sonntag, 15. Dezember 2019

Geheimnisvolle Lippoldshöhle - Deutschlands nördlichster Erdstall?





Zum Video | Erdställe sind künstliche, möglicherweise megalithische, Höhlen, die eines der größten Rätsel der mitteleuropäischen Geschichte darstellen. Hauptsächlich in Bayern und Österreich aufzufinden, hat man in diesen Höhlen keine Hinterlassenschaften ihrer Erbauer gefunden und auch den Abbau von Erzen hat man widerlegen können.
Bisher sind ungefähr 800 dieser Erdställe bekannt und kartiert. Forscher schätzen ihre Anzahl aber auf mehrere Tausend Höhlen.
Ihre Datierung macht den Wissenschaftlern zu schaffen – zumal die teils mehrere tausend Jahre alten Gangsysteme manches Mal unter mittelalterlichen Höfen mit einem Eingang durch deren Keller zu finden sind. Hier fällt allerdings auf, dass diese Eingänge keinesfalls in die Architektur der besagten Keller einfließen. Sie wirken wie Fremdkörper – wie Tore in eine andere Welt. 


Bei der Lippoldshöhle stößt man auf eine Besonderheit unter Erdställen. Anders als bei anderen ihrer Art, findet sich hier kein einzelner Eingang - ausschließlich durch einen engen Schlupf begehbar. Erdställe haben immer nur einen Eingang, der gleichzeitig auch als Ausgang dient. Nun könnte man sagen, dass dies ein sicheres Zeichen dafür sei, dass die Lippoldshöhle kein Erdstall ist. Aber glauben wir der Erzählung, dass die Höhle einst zum Teil gesprengt wurde und betrachten dabei die Verwitterungsspuren an der Felswand, so wird einem schnell klar, dass die heutigen Eingänge früher einmal durch natürliches Felsmassiv verschlossen waren. Es gab also möglicherweise nur einen Eingang, denn der Moosbewuchs an den heutigen Öffnungen ist, im Gegensatz zum Rest der Felswand, sehr viel jünger als an den umliegenden Felsen. Die drei vermeintlichen Zugänge scheinen mir nach näherer Betrachtung also jung und nicht natürlichen Ursprungs. Addiert man zu dieser Tatsache die Eigenheiten der Höhlenarchitektur, so erkennt man in der Lippoldshöhle eindeutig einen Erdstall. Aber ein Erdstall so weit im Norden Deutschlands – das wäre meines Wissens nach, eine kleine Sensation.

Der Volksmund berichtet, dass Zwerge die Tunnel gruben und wenn man diese fremdartigen Löcher entdeckt, hält man dies, mit staunendem Blick, durchaus für denkbar.
Bei vielen Erdställen fand man sogenannte „unmögliche Bauspuren“. In nur 40 cm breiten Durchlässen finden sich in manchen Erdställen Meißelspuren längs der Rundung. Diese Meißelspuren sind mit einem normal großen Hammer und Meißel nicht zu realisieren, da sich in den Löchern kein Platz befindet, um mit dem Hammer auszuholen. Man hätte die Löcher quer oder schräg zur Öffnung schlagen müssen, was aber nicht der Fall war.

Was also ist das Geheimnis der Erdställe?