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Sonntag, 9. Dezember 2018

Das Geheimnis der Dolmen | Wer waren die Erbauer der Megalithkultur?



Zum Film | Im nordischen Raum längst vergessener Germanenstämme liegen gewaltige Steine verstreut. Lang vor den heidnischen Völkern sollen unsere Vorfahren niedrige Steinhäuser (mit Geschick und nicht erklärbaren Kräften) in die schroffe Landschaft gesetzt haben, ohne dass es bis heute eine belegbare Erklärung für sie gibt. Riesen sollen sie gewesen sein, die ihres Gleichen unter den Steinen begruben. Doch man fand keine Knochen. Kein Skelett. Keine Belege für ein Grab. Und doch nennt man sie Hünen- oder Großsteingräber.

Sie sind das Stonehenge Deutschlands. Eines der großen Rätsel mitteleuropäischer Frühgeschichte, die verzweifelte Forscher zu unbedachten Aussagen treiben - sie seien „Grenzsteine oder rituelle Bauten“. Immer dann, wenn ein Archäologe nicht weiter weiß, wird ihm unwiderlegbar klar: „Es handelt sich um ein Monument für göttliche Rituale.“

Die meisten Anlagen sollen zwischen 3500 und 2800 v. Chr. entstanden sein - in einem wahren Bauwahn, so vermuten Wissenschaftler. 900 solcher Anlagen sind heute noch in Deutschland bekannt und doch soll es nur noch ein Bruchteil dessen sein, was damals erbaut wurde. Viele Anlagen wurden später zu Kirchen und weitere fielen dem Industriezeitalter zum Opfer. Statt es zu erforschen und zu bewahren, verfremdete und zerstörte man eines der größten Rätsel der Jungsteinzeit.


Hier an der Straße der Megalithkultur, die sich 330 Kilometer durch das westliche Niedersachsen windet, finden sich allein zwischen Osnabrück und Oldenburg 70 solcher Dolmen oder auch Langgräber genannt. Diese Großdolmen stehen möglicherweise in direkter Verbindung zum englischen Stonehenge, von dem aktuell bekannt wurde, das die Anlage ursprünglich um ein Vielfaches größer war als gedacht. Die bekannte Ringanlage sticht wie ein Kirchturm aus einer Stadt, die verborgen unter meterdicken Erdmassen liegt.

Die Datierung solcher Anlagen scheint der Wissenschaft schwer zu fallen, da sich mehr und mehr herausstellt, dass man bei der zeitlichen Einschätzung solch früher Bauwerke völlig falsch lag. Sie sollen Tausende Jahre älter sein und zeigen oft Fertigungsspuren, die als „unmöglich“ eingestuft und dann möglichst schnell verdrängt werden.

Wenn die Hünengräber, wie sie im Volksmund genannt werden, der Überlieferung nach von Riesen erbaut wurden, diese sie aber nicht als Grabstätten nutzten, welchen Zweck erfüllten sie dann, wenn kein ausgewachsener Mensch unter den niedrigen Steindächern verweilen könnte? Welche Volksgruppe wurde damals als „Riesen“ bezeichnet und was hinterließen sie uns sonst noch? Fragen über Fragen, die mir beim Anblick dieser Steine keine Ruhe lassen. Wer waren die Erbauer der Megalithkultur und wann lebten sie wirklich? Welchen Zweck erfüllten Ihre gewaltigen Hinterlassenschaften, die wie die Pyramiden spielend Jahrtausende Überdauern?

Was ist das Geheimnis der Dolmen?

Sonntag, 2. Dezember 2018

Die gräflichen Mumien von Bargebur

https://photos.app.goo.gl/7AtcP94hUSSZZwJa9


Zum Film | Zur Fotogalerie | In der Kirche zu Bargebur in Norden / Ostfriesland, befindet sich die gräfliche Gruft der Knyphausens. Die Gruft ist bis heute unberührt und verbirgt eine Besonderheit, die nicht für jedermann betrachtenswert ist - denn die Särge sind leicht verfallen und stehen zu Teil offen.

Viele haben schon Filmaufnahmen und Fotos von Gruften und Särgen gesehen. Wenn die Kamera die mystische Atmosphäre einer Grabstätte zeigt, so fragt sich manch einer, wie es wohl im Innern der Särge aussieht - weil einen Einblick bekommt man so gut wie nie. Die Schönheit des Todes ist sicherlich umstritten - wichtig ist aber nur, mit welchem Respekt man den Verstorbenen begegnet und das man die Begegnung nicht erzwingt. Wenn sich hier in ruhiger Friedfertigkeit die Türen öffnen, so bin ich mir sicher, dass die Toten auch offen für diese Bilder sind. Betrachtet sie also mit Respekt und dieser Film schenkt Euch einen besonderen Einblick.
Ganz beachtlich finde, wie gut erhalten manch einer dieser Körper ist. Einer der Toten ist teilweise mumifiziert. Haut liegt über den Wangen und dem Kieferknochen und sogar das rechte Ohr ist größtenteils erhalten. Das wunderschöne Rüschenhemd aus Leinen ist kaum beschädigt und ziert die Gebeine mit würdevoller Schönheit ...

Sonntag, 21. Oktober 2018

Die Grafengruft der Evenburg

https://photos.app.goo.gl/6NPD7sj25oyAcFZZ7


Zum Video | Zur Fotogalerie | Fast 400 Jahre lang nutzten die Grafen von Wedel die Familiengruft unter der reformierten Kirche am Schloss Evenburg. Verborgen unter einer gewaltigen Klappe ruhen die adeligen Gebeine von mehreren Generationen - unweit von dem Wohnschloss, wo die Verstorbenen zuletzt lebten. Kirchenführer Günter Kambeck erzählt hier über die Geschichte der Gruft und ihrer Erbauer und öffnet die gerade frisch restaurierte Begräbnisstätte, die neuerdings bei öffentlichen Führungen zu bestaunen ist. Ein heilloses Chaos fand man hier vor. Vor der Restaurierung lagen die Särge quer übereinander und die Knochen der Toten waren derart verstreut, das man sie ohne Weiteres nicht mehr zuordnen konnte.
Manch ein Sarg war so verfallen, dass man nur noch verrottetes Holz und Beschläge fand. Um so erstaunlicher, was man mit der Rettung der Gruft und ihrer Bewohner zustande brachte.

Sonntag, 3. Juni 2018

Das Templer Geheimnis und die Gruft der St. Augustinus Burgkapelle

https://photos.app.goo.gl/90SlGhpLeBcmeqlK2


Zum Video | Zur Fotogalerie | An einem Maifeiertag machte ich einen Ausflug zur schönen Burg Dinklage, wo ich in der 180 Jahre alten Kapelle auf eine Vielzahl von Templerkreuzen stieß. Doch bevor ich der Besonderheit, das Templerkreuze eine so junge Kapelle schmücken, näher auf die Spur kommen konnte, stolperte ich, im wahrsten Sinne des Wortes, über eine Gedenk- oder Grabplatte, die sich auffällig von den anderen Grabplatten des Gotteshauses unterschied.

Unter der Burgkapelle befindet sich eine Gruft. In ihr liegen die gräflichen Gebeine der Erbauerfamilie, die im Jahr 1873 von der Dinklager Pfarrkirche hierher umgezogen wurden. Die Gruft allerdings, nimmt nur die hälfte der Kapellengrundfläche ein. Kann es sein, das ein weiterer Zugang zum vorderen Bereich existiert – dort, wo die eingebrochene Grabplatte möglicherweise auf einen Hohlraum hinweist?

Die Dinklager Burgkapelle wurde im Jahr 1841 von Matthias Graf von Galen erbaut und ist dem heiligen Augustinus geweiht. Das im neugotischen Stil errichtete Gotteshaus hat einen prunkvoll ausgestatteten Altarbereich und der Raum ist von 12 Apostelleuchtern umrahmt, die merkwürdigerweise in Form und Farbe ganz unverkennbar mit Templerkreuzen geschmückt sind. In der Regel sind diese Weihe-Kreuze gänzlich anders gestaltet, sodass man sich hier fragen muss, warum die Gestaltung dieser Kreuze so auffällig außergewöhnlich ausfiel? 


Apostelleuchter stehen für die 12 Apostel, die „vor den Menschen schreiten“ und die Lehren des Evangeliums verbreiten: „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

Zur Zeit der Erbauung der Kapelle jedenfalls waren Geheimbünde stark im Trend. Vielleicht sind die Kreuze ja ein Hinweis auf ein verborgenes Geheimnis. Wenn dem tatsächlich so wäre, so findet sich die Auflösung allerdings nicht in öffentlichen Chroniken - denn die Templer pflegten bekanntlich eine strenge Geheimhaltung ...


Sonntag, 26. November 2017

Im Mausoleum der Cirksena

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Zum Video | Zur Fotogalerie | Im Mausoleum der Cirksena liegen 300 Jahre Herrschaftsgeschichte Ostfrieslands - eingebettet in prachtvolle Prunksärge aus Zinn. Das ungefähr 500 Jahre alte Herrschaftsgeschlecht, das zu den „Häuptlingen Ostfrieslands“ zählte, wurde 1886 aus verschiedenen Begräbnisstätten im Umland, hier auf dem Auricher Friedhof zur letzten Ruhestätte getragen. Im rauschenden Dröhnen der Klimaanlage ruhen die Gebeine, die im Reichsgrafenstand auch das Ende der „Friesischen Freiheit“ begleiteten.
Wer das Mausoleum besuchen möchte, hat einmal im Monat die Möglichkeit, die prachtvollen Särge zu bestaunen und vor Ort mehr über ihre Geschichte zu erfahren. Die vorsitzende Gästeführerin Rosemarie Behrens freut sich interessierte Besucher und weiß Spannendes über die hier beigesetzten Häuptlinge zu berichten.

Sonntag, 24. September 2017

Gräber, Grusel und alte Särge – die St.-Bartholomäus-Kirche in Dornum

https://photos.app.goo.gl/TR0i2EPNCn2mjNyH3


Zum Film | Zur Fotogalerie | Die St.-Bartholomäus-Kirche in Dornum gehört sicher zu den gruselig-schönsten Orten in Ostfriesland. Alte Buchen wachsen auf dem Friedhof der Kirche, die nachweislich aus dem 12. Jahrhundert stammt. So gewaltig sind die alten Bäume, dass es bis zu fünf Mann braucht, um sie mit den Armen zu umfassen. Unter der berühmtesten der dort wachsenden Buchen, stehen, wie in einem Horrorfilm arrangiert, alte eiserne Kreuze, die gerade bei Nacht einen gespenstischen Anblick bieten.
Eine weitere Sehenswürdigkeit wartet unter der Kirche auf den Besucher, denn in einer Krypta stehen acht Särge, die Geschichten aus grauer Vorzeit erzählen und kunstfertig gearbeitet und verziert, die Besucher in ihren Bann ziehen ...

Dienstag, 17. Januar 2017

Der Freiburger Schlossbergbunker und die Bächlegruft

https://goo.gl/photos/rSeazkmMhCs8Ssqh9


Zum Film | Zur Fotogalerie | Der Freiburger Schlossberg hütet seit Jahrhunderten viele Geheimnisse. Der bewaldete Berg, auf dem unzählige Schlachten geschlagen wurden, ist durchzogen von unterirdischen Gängen, die teils verschüttet und nicht erforscht sind. Das, was an Stollen heute noch begehbar ist, ist Teil eines in den 60er Jahren angelegten Luftschutzbunkers. Hier soll man im Dritten Reich sogar nach dem Heiligen Gral gegraben haben. Geheime Gänge reichen angeblich bis in die Stadt zum Freiburger Münster.
Unmittelbar am Haupteingang der Bunkeranlage, liegt hinter einer einfachen Stahltür die Bächlegruft. Ein wasserführender Kanalabschnitt, in dem seit der Römerzeit die Namen der Stadtoberhäupter in Stein gemeißelt werden. Von hier aus speisen sich die berühmten Freiburger Bächle.


Freitag, 16. Dezember 2016

Kölner Dom: Verborgenes im Untergrund

https://goo.gl/photos/rE2oZCtHGjgWPcdCA

Zum Film | Zur Fotogalerie | Der Kölner Dom ist jedem ein Begriff – auch seine “Unterwelt“ haben schon viele Besucher durchstriffen – bis auf wenige Gänge um die alten Fundamente und darunter, welche öffentlich nicht zugänglich sind. Hier haben Archäologen verborgenes aus spätrömischer Zeit freigelegt um der Geschichte eines christlichen Bauplatzes auf die Spur zu kommen.
Alles begann kurz nach Beendigung des 2. Weltkrieges, als die besorgten Domherren Ausgrabungen veranlassten, um die Substanz der Fundamente des Doms nach den Bombenangriffen zu untersuchen. Während der Ausgrabungen stieß man, wie soll man es anders erwarten, auf die Überreste des alten Doms, der, archäologisch belegbar seit dem 6. Jahrhundert in verschiedenen Formen und Bauabschnitten später zu unserem heutigen Dom wurde. Einmal angefangen, lies sich der Eifer der Forscher nicht mehr bremsen – man grub sich weiter unter das Bauwerk und stützte Meter für Meter die Decke, oder eher den Dom-Boden über den Ausgrabungen, ab. Diese mühselige Arbeit erleichterten sich die fleißigen Forscher später, indem sie den eigentlichen Boden des Doms sorgfältig abtrugen, darunter die Grabungen freilegten und im Anschluss eine Betondecke einzogen, auf der die Steinplatten wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück versetzt wurden. So entstand die Unterwelt des Kölner Doms, die mittlerweile nahe zu vollständig erschlossen ist. Große Teile dieser Unterwelt allerdings, wurden wieder zugeschüttet, um der benötigten Statik gerecht zu werden, oder zum Beispiel einer Tiefgarage Platz zu machen.
Während die Dombesucher vor verschlossenen Eisengittern in die Dunkelheit der dortigen Unterwelt schauen und davon träumen verborgenes zu erforschen, öffnen sich für mich die Pforten in Räume unter dem Dom, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Ich traf den Archäologen Dr. Ulrich Back, um Einblick in die verborgene Welt unter dem berühmtesten Bauwerk am Rhein zu erhalten.
Der tiefste Punkt der Grabungen stammt aus der späten Römerzeit. Unter den Fundamenten bewegt man sich auf altem römischen Grund, in einer Zeit, als hier noch lange kein Dom in Sicht war. 
Aus dem 11. Jahrhundert liegt hier, noch zur Hälfte begraben, ein geheimnisvoller Sarg. Als man den Deckel öffnete, (wie man hier auf dem Bild an dem Bruch im Stein erkennen kann) fand man keinen Leichnahm vor. Wahrscheinlich wurde er beim Bau des heutigen Doms (im Mittelalter) ohne seinen Sarg umgebettet. Genaues weis man nicht.
Bei Ausgrabungen stieß man auf die ehemalige Gruft der Wittelsbacher Kurfürsten , welche während der Französischen Revolution teilweise geplündert wurde. Sie war seither vollständig verschlossen. Die Särge aus Holz, Leder und Blei wurden nach ihrer Entdeckung an die heutige Stelle umgebettet. 1583 - 1761 besaß das bayrische Herzogshaus der Wittelsbacher den Kölner Erzbischofssitz. Seit dem Mittelalter war der Kölner Erzbischof geistlicher Oberhirte, politischer Landesherr und als einer der sieben Kurfürsten besaß er das Recht der Königs- bzw. Kaiserwahl.

Mittwoch, 9. November 2016

Die Gruft der Mitscherlich-Kapelle auf dem Freiburger Hauptfriedhof


Zur Fotogalerie | Zum Video | Mai, 2004: Auf dem Freiburger Hauptfriedhof gibt es eine kleine Kapelle, die ursprünglich als Gruft angelegt wurde. Nachdem das Gebäude im II. Weltkrieg stark beschädigt wurde und die Erbauerfamilie das Gebäude nicht mehr halten konnte, übernahm die Stadt Freiburg die ehemalige Gruft, baute sie wieder auf und nutzte den oberirdischen Teil als Kapelle für Gedenkfeiern.

Unter der Kapelle befindet sich noch die ursprüngliche Gruft, in der ein Sarg, mehrere Urnen und Gedenksteine seit vielen Jahrzehnten ihre Ruhe finden. Der Sargdeckel ist aufgesprengt und unter ihm liegt der balsamierte Leichnam eines längst Verstorbenen. Steintafeln zeigen die Büsten der Bewohner der Gruft und Urnen umgeben reichverzierte Stehlen.
Diese alte Gruft zu besuchen war ein Abenteuer besonderer Art. Mit Ehrfurcht und Hochachtung begegnete ich den Toten in ihrer Grabstätte. Ein Ruheplatz dieser Art könnte mir später auch gefallen - sodass man meinen Körper noch über Jahrhunderte hinweg besuchen kann ...