Posts mit dem Label Dachstühle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dachstühle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 4. August 2019
Jahrzehnte verlassene Wassermühle
Zum Film | Eine echte Zeitkapsel ist die kleine Mühle in Quakenbrück. Ein Ort, an dem alles so blieb wie in dem Moment, als man den Hammer zum letzten Mal zur Seite legte. Hier wurde Handwerk und Geschichte konserviert, wie nur an ganz wenigen besonderen Orten.
Sonntag, 21. April 2019
Das Abenteuer Erlischt | Dokumentarfilm
Ein Abenteuer nährt sich von Romantik
und Entdeckerlust. Ohne die Schönheit des Alten geht die Inspiration
für Erkundung verloren.
Zum Film | Es ist jetzt bald ein Jahr her, das ich
das erste Mal das beschauliche Quakenbrück im zauberhaften Artland
zwischen Cloppenburg und Osnabrück besuchte. Das kleine Städtchen
zog mich sofort in seinen wohltuenden Bann - kaum 20 Minuten nach
meiner ersten Ankunft.
Einst gab es hier wohl mal eine Burg,
die leider keine wirklich sichtbaren Spuren hinterließ. Und doch ist
der Geist des Mittelalters in den kleinen Straßen und Gassen
allgegenwärtig.
Manch ein Gebäude, nach Jahrhunderte
vergangener Handwerksmanier aus groben Steinen gebaut, lässt die
älteste Geschichte der Stadt noch erahnen. Auch die
St.-Sylvester-Kirche gehört zu jenen Bauwerken, umrahmt von
liebevoll instandgehaltenen Fachwerkhäusern. Manch eines steht
beinahe so da, wie zu Zeiten seiner Erbauung. Andere warten noch auf
einen Liebhaber mit der passenden Geldbörse und dem rechten Sinn für
das Historische.
Eben dieser Sinn für das Historische
ist es, der im Mittelpunkt dieses Films steht. Dabei geht es aber
nicht wirklich um Restaurierung oder Erhaltung, sondern viel mehr um
das Altern und Vergehen. Dabei könnte dieser Film bald zu einem
Requiem werden. Eine Dokumentation, die warnend aufschreit: „Das
Abenteuer erlischt!“
Während das Abenteuer der Moderne
darin besteht, sich mit überteuerten Outdoorartikeln bestückt in
organisierte Touren und Sportevents einzuklinken, mit einem technisch
völlig überentwickelten Fahrrad wie ein geölter Blitz durch die
Landschaft zu schießen oder sich in Kletterparks selbst zu
überwinden, so war das Abenteuer der vorindustriellen Zeit eher
unprofessionell und bescheiden. Es war das unvorhersehbare Erlebnis
der Entdecker.
Als Kinder streunten wir durch
verwilderte Hintergärten, erkundeten zugewucherte Bachläufe und
sahen hinter jedem alten Kellerfenster, von Laub und Spinnweben
verhangen, gebannt ins Dunkel einer unbekannten Welt. Eine Welt, die
wir wenige Jahre später unbedacht zerstörten.
Altes muss weg und Neues muss gerade
und sauber sein. So hat es uns die Werbung seit Jahrzehnten
gepredigt. Der Trümmerschock des Krieges und die Wirtschaftswunder
der 60ger Jahre zeigten den Menschen auf, was gut und zukunftsweisend
ist. Kesselflicker und Scherenschleifer starben aus und ihnen folgte
schnellen Schrittes eine Wegwerfgesellschaft mit Chemoreiniger und
glattwandigen Zukunftsvisionen. Und während ich diese Worte
schreibe, unterstreicht mir mein Computer-Schreibprogramm das Wort
„“Kesselflicker in blau und warnt mich vor einem veralteten
Ausdruck. Was ist geschehen, das wir den Sinn für bewährte
Erfahrungen, Tradition und Wertigkeit verloren haben?
Als Dieter Wieland vor 30 Jahren in
seinen unzähligen Filmen vor der Verwahrlosung der Baukultur und der
Zerstörung von Schönem und Bewährten warnte, gab es hierzulande
noch vieles zu entdecken und zu erforschen. Doch er wurde zu selten
erhört. Die bauliche Schönheit, das vergessene kunstvolle Handwerk,
die alten Keller und historische Hinterhöfe sind verschwunden. Wir
haben sie zerstört. Das Abenteuer erlischt.
Und die Auswirkungen sind verheerend.
Mit dem Abenteuer erlischt auch der Entdeckergeist, das
unvorhersehbare Erlebnis und viele wertvolle Erfahrungen. Nun, in
einer sauberen und glatten Stadt suchen sich Kinder und Jugendliche
die Seelennahrung für ihre Neugierde in digitalen Welten. Was man
planierte, zur Seite schob, abriss und in Wald und Flur bereinigte
wurde digital ersetzt. Das Abenteuer, nach dem wir uns so sehr
sehnen, ist bald nur noch in Computerspielen und animierten Filmen zu
finden. Wundern wir uns, dass ein Smartphone der beste Freund unserer
Kinder geworden ist? Wo wir doch täglich alte Bäume fällen und
durch stachelige Koniferen ersetzen?
Das erste Abenteuer erlebte ich im
Garten meiner Kindheit. Wir hatten damals einen schönen alten
Garten, hinter dessen Pforte nach hinten hinaus eine große Obstwiese
an ein undurchdringliches Dickicht grenzte, in dessen Gestrüpp ein
fast verfallener dunkler Schuppen für Respekt und Entdeckerlust
sorgte. Nun mit der Kamera durch die Stadt streunend, fand ich nur
wenige Ecken, die zumindest ein wenig so spannend wie der Garten
meiner Kindheit waren.
Gärten machen Arbeit. Gärten machen
Dreck. Und so baggert man aufwendig die über Jahrzehnte gereifte
Erde ab, versiegelt sie mit einer Kunststoffplane und legt einen
Steingarten an. Stein, ja - das ist unübersehbar. Aber Garten kann
man das nicht mehr nennen.
Zu meiner Freude fand ich mehrere
Straßen, die bis heute von der Moderne verschont blieben. Zugegeben
ist dieses Beispiel eher das Resultat von Pflegelosigkeit, aber mir
ist das lieber, als die Straße gleich um die Ecke, wo weder Halm
noch Käfer einen Platz zum Leben finden. Es gibt noch Menschen, die
ihre Häuser und Gärten leben lassen. Hier hat die Natur
Mitspracherecht und die Chemokeule Hausverbot. Hier darf man leben,
erleben und entdecken.
Manch ein Nachbar mag da schimpfen und
zetern. Aber erinnern wir uns an das schöne Beispiel von Dieter
Wieland, wie Kinder ein Haus malen: Mit Baum, Strauch, Blumen und
Wiese bis an die die Hausmauer. Hier darf man träumen. Hier wartet
das Abenteuer.
Es gibt auch Menschen, die das Alte und
Schöne bewahren, die seinen Wert erkennen und sich auf eine Reise
begeben, die sich auf ein Abenteuer einlassen. Das Abenteuer der
Erforschung und Erhaltung.
Eigentlich hatte ich geplant, nach
kleinen Abenteuern in der Stadt zu suchen. Nach verweisten
Häuserschluchten, dunklen Kellerlöchern und von Spinnenweben
versiegelten Türen. Zwar fand sich die ein oder andere Niesche, aber
selbst im verträumten Quakenbrück sind die vom Saubermann
übersehenen Ecken rar. Und ich schaute ganz bewusst nur von der
Straße aus. Man muss schon aufs Land hinaus, um wirklich etwas zu
entdecken. So wie im vergangenen Sommer, als wir mit freundlicher
Genehmigung, einen alten Mostkeller im Artland erkunden konnten. Hier
ist vor über einem halben Jahrhundert die Zeit stehen geblieben. Als
der Betrieb eingestellt wurde, schloss man die Türen und überließ
alles hinter ihnen der Zeit. Ein Paradies für Entdecker.
Eine Überraschung bot sich mir
allerdings in Form eines alten Kaugummiautomaten. Da stand ein Relikt
der Abenteuerpausen meiner Kindheit. Übersehen, verlassen und doch
gefüllt. Jetzt beim Schneiden des Films, frage ich mich, warum ich
nicht versuchte ein Geldstück hineinzuwerfen.
Dann gab es noch etwas zu entdecken.
Der Gasthof „Zur Linde“ scheint schon länger geschlossen. Ein
Blick durch das Fenster zeigt die Einrichtung der 70ger Jahre und mir
wurde erzählt, das die Küche hier früher so etwas wie der bessere
Ersatz von Fastfood war. Gegrillte Hähnchen mit Pommes. Nun wächst
Moos auf den Laternen die einst den Eingang beleuchteten und die
Farbe an Fenstern und Türen löst sich in rissigen Flocken vom Holz.
Auf allem ruht Staub und Dreck und sofort ist sie da: die
Entdeckerlust! Ich werde bei nächster Gelegenheit herausfinden wem
das Haus gehört, um vielleicht einen Blick hinter die schöne
historische Fassade werfen zu können.
Dann ist da noch ein Heckenpfad bei der
alten Sylvester-Kirche. Längst zugewachsen, aber noch mit einem Tor
versehen, konnte man damals vom anliegenden Wohnhaus in zweiter Reihe
direkt zur Kirche gelangen.
Es ist gut das es wieder mehr Menschen
gibt, die sich dem Alten widmen. Es retten und vielleicht sogar neu
aufgreifen. Doch wo sind die schmalen Pfade, an dessen Wegende das
Abenteuer wartet? Wo ist die Patina, die Geschichten von
Jahrhunderten erzählt? Wo bleibt die Romantik, die uns inspiriert
etwas zu erleben, raus zu gehen und dem Entdeckerinstinkt zu folgen?
Was ist aus den Erfahrungen geworden, die von Generation zu
Generation weitergereicht wurden und nun als Mythologie, Märchen
oder Humbug abgetan werden? Wann begann der Mensch vom Träumer zum
Realisten zu verkommen? War es die chemisch gereinigte
Geradlinigkeit, die uns zu funktionalen Saubermännern werden ließ?
Natürlich kann man auch in der Moderne
Abenteuer erleben und es macht mir sogar Spaß, in riesigen
Parkhäusern durch die Etagen zu streifen. Aber hier ist nichts
Lebendiges verborgen. Der Beton erzählt keine Geschichten. Gebaut
wird mit künstlichem Baustoff - nicht mit entdeckbaren
Naturmaterialien. Beton hat keine Jahresringe und Industrieputz ist
tot und kalt - ganz im Gegenteil zum Lehmputz.
Es gibt praktische keinen Abenteuerfilm
ohne alte unberührte Orte und Gebäude. Sind es Höhlen oder
Pyramiden, Schlösser oder Burgen. Jedes Abenteuer braucht eine Bühne
und einen Ort, der etwas wertvolles beherbergt.
Und nun frage ich Euch: „Was kann
jeder Einzelne tun, um die Abenteuer nicht erlöschen zu lassen?
Welche Möglichkeiten gibt es, das Alte und Schöne zu bewahren? Was
braucht man vielleicht nicht zu streichen oder zu überputzen? Die
Holzplanken eines dreihundertjährigen Fußbodens erzählen die
abenteuerlichsten Geschichten, alte Hauswände bewahren jede Spur der
Zeit. Mit echtem Leinöl lassen sich unzählige Oberflächen
konservieren. Muss wirklich alles abgerissen werden das alt ist, oder
kann man es auch mit einfachen günstigen Mitteln erhalten, um das
Abenteuer nicht erlöschen zu lassen?“
Ohne die kunstvollen Werke der Alten
verkümmert unser Sinn für das Schöne. Ein Abenteuer nährt sich
von Romantik und Entdeckerlust. Ohne die Schönheit des Alten geht
die Inspiration für Erkundung verloren.
Was können wir tun, um das Abenteuer
zu bewahren?
Sonntag, 20. Januar 2019
Das Grausen im verborgenen Warnfried-Turm
Zum Film | Zur Fotogalerie | Viele kennen den Marienhafener
„Störtebecker-Turm“, der als eines der ostfriesischen
Wahrzeichen touristisch zu besichtigen ist. Weniger bekannt, aber
noch viel spannender, ist der verborgene Warnfried-Turm in Osteel,
der als Teil einer baugleichen Kirche nur zwei Kilometer entfernt
neben seinem Schwestern-Turm steht.
Das früh mittelalterliche Bauwerk
beeindruckt. Eines der vielen Rätsel des Turms ist das offene
Gewölbe in schwindelerregender Höhe der zweiten Etage. Wie ein
Schlund zieht es den Blick in die Tiefe des Turms, nachdem man den
bedrückenden Aufstieg über einen außerordentlich langen
Treppenschacht hinter sich gebracht hat. Eng, verwinkelt und düster
ist der Aufstieg. Warum ist das Gewölbe offen und warum ist es
nierenförmig, statt rund? Vielleicht diente die Öffnung der
Schallübertragung der Glocken nach unten? Auch der Eingangsbereich,
im Gegensatz zum Turm für jeden zugänglich, ist ungewöhnlich. Der
in sich geschlossene Gewölberaum ist völlig untypisch für eine
Kirche.
Grausige Legenden ragen sich um das
Bauwerk, das bereits bei Baubeginn im 13. Jahrhundert vom Teufel
selbst verhindert werden sollte. Auch im Turm sollen die
Höllengeister ihr Unwesen getrieben, so die Legenden. Was dort genau
passierte und welche Spuren es möglicherweise noch zu entdecken
gibt, versuchte ich auf meiner abenteuerlichen Erkundung
herauszufinden - an diesem fast unberührten Schauplatz
ostfriesischer Geschichte.
Sonntag, 8. Oktober 2017
4. Teil - Das Geheimnis von Schloss Lütetsburg
Zum Film | Da wir davon ausgehen, dass die Kelleranlage hinter der zugemauerten Türe der Vorburg des Lütetsburger Schlosses größer ist, als bisher gedacht, entschlossen wir uns zu einem Gespräch mit der ostfriesischen Landschaft, die sich professionell an der Grabung beteiligen könnte. Parallel eröffnen wir die Möglichkeit einer weiteren Grabung im Schlosspark. Hier wurde unter dem Manninga-Berg im Zweiten Weltkrieg ein Bunker angelegt, der mittlerweile verschüttet ist. Niemand der noch lebt, hat diesen Bunker je betreten oder weiß welche Geheimnisse er verbirgt. Allein der ungefähre Standpunkt des ehemaligen Eingangs ist bekannt.
Sonntag, 9. Juli 2017
Der Zeitreise-Bäcker
Zum Video | Zur Fotogalerie | In der beschaulichen Kleinstadt Norden,
an der ostfriesischen Küste, sorgt Familie Gerdes in der dritten
Generation für Brot und Gebäck. Doch die Bäckerei und Konditorei
in der Norder Innenstadt ist nicht wie andere ihres Fachs – denn
Heino und sein Sohn Jelto sind „Zeitreise-Bäcker“ ...
Jetzt werden sich manche in der
Backstube umsehen und nach einer auffälligen Maschine suchen, aus
der Schläuche, Drähte und Blitze zucken - doch weit gefehlt - hier
steht keine Zeitmaschine. Vielmehr ist die Betriebsstätte der Familie eine Zeitkapsel. Denn seit Jelto Gerdes Großeltern die
Bäckerei im Jahre 1929 übernahmen, hat sich hier nicht viel
verändert. Hier lebt das alte Handwerk fort – lebendig, wie eh und
je.
Wenn Jelto und seine Schwester Eske
morgens um drei beginnen die Brötchen und Brote für den nahenden
Morgen zu backen, beginnt die Zeitreise. Zunächst rückwärts – in
die Vergangenheit. In eine Zeit vor der Moderne.
Mit Ruhe und erfahrener Gelassenheit
scheint man hier noch nie etwas von „Stress“ gehört zu haben.
Auch, wenn es teils zügig gehen muss, damit Kneten, Formen, Gehen
und Backen nicht aus dem Takt geraten und ein gelungenes Brot
garantieren.
So wie Heino und Jelto nur Biomehl ohne
Zusatzstoffe verwenden und immer auf der Suche nach spannenden neuen
Zutaten sind, so gehen die Brote hier in Weidenkörben statt in
Kunststofformen. Brot muss gesund sein. Auch Industriesalz kommt
nicht in den Teig. „Meersalz ist viel gesünder“, sagt Jelto.
Streift man weiter durch die Bäckerei, gibt es überall etwas zu entdecken, das an die ferne Vergangenheit erinnert. Hier wird sauber gehalten, statt neu gestrichen. Hier wird Altes bewahrt, auch wenn es nicht mehr Teil des täglichen Bedarfs ist. Hier wird Geschichte gelebt.
In der Mehlkammer unter dem Dach werden
die Säcke tatsächlich noch mit einem Flaschenzug durch den
Dacheinstieg geladen. Der Flaschenzug ist zwar heute elektrisch
betrieben, aber dennoch: Die Tradition bleibt erhalten.
Familie Gerdes liebt das gesunde Brot
mehr als das Portemonnaie. Hier beginnt die Zeitreise in die Zukunft:
eine Zukunft, in der Ideale vor dem „alles verschlingenden
Wachstum“ kommen. Wo der Kunde zählt – und das kleine Glück.
Beim Zeitreise-Bäcker in Norden.
Freitag, 12. Mai 2017
Spuk im Colombischlösschen | Auf dem Dach der weißen Dame
Zum Film | Zur Fotogalerie | Eine der bekanntesten Freiburger Spuklegenden ist „die weiße Dame auf dem Dach des Colombischlösschens“. Seit Jahrzenten wird sie dort immer wieder gesehen. Bei Nacht in einem weißen Kleid – umherirrend zwischen den Türmen des heutigen archäologischen Museums der Stadt Freiburg.
Wenn dort auf dem Dach in manchen Nächten ein Geist gesehen wird, so dachte ich mir, dann ist dieses Dach, das so gut wie nie betreten wird, ein spannender verborgener Ort, zu dem viele hinaufschauen - aber niemand weiß, wie es da oben aussieht. Also machte ich mich auf den Weg, dieses Dach mit Genehmigung der Museumsverwaltung in Augenschein zu nehmen.
Die weiße Dame, die dort des Nachts spukt, ist aller Vermutung nach Maria Cristina von Colombi die am Vorabend Ihrer Hochzeit mit dem Grafen Richard von Kageneck unter mysteriösen Umständen verstarb.
Leider war es mir nicht möglich das Dach bei Nacht zu begehen, aber kann man im Negativ der Bilder des Daches vielleicht etwas Ungewöhnliches erkennen?
Ein Geheimnis des Colombi-Schlösschens blieb auch für mich bisher ungelüftet. Denn im unterirdischen Dunkel des prachtvollen Baus wartet noch ein geheimer Stollen auf seine Erkundung ...
Sonntag, 26. März 2017
Auf Abenteuer im Romantik Hotel Reichshof in Norden
In diesem 87 minütigen Dokumentarfilm
wollte ich eigentlich nur mal ein wenig ausspannen – im Romantik
Hotel Reichshof in Norden. Eingecheckt in der größten Loft des
Hauses, mit Whirlpool, Champagner und Sauna, rechnete ich nicht
damit, was mir am späten Abend in der Cocktailbar des Hotels
widerfuhr, und mich auf eine waghalsige Idee brachte, die mich den
Rest dieser Nacht in Atem halten sollte …
Freitag, 24. März 2017
Trailer / Vorschau: Auf Abenteuer im Romantik Hotel Reichshof in Norden
„Auf Abenteuer“ im neuen Format:
Der erste Film der Abenteuerreihe (87min.) spielt im Norder Romantik
Hotel Reichshof. Hier gibt es nicht nur einiges zu entdecken – mit einem besonderen Gast läuft hier etwas ganz anders, als sich das die Hoteldirektion in der
Regel von ihren Besuchern erhofft …
Donnerstag, 2. März 2017
Der Dachstuhl der Norder Ludgeri-Kirche
Zur Fotogalerie | Zum Film | Einer der beeindruckendsten
Verborgenen Orte Nordens ist der Dachstuhl der Ludgeri-Kirche. Die
evangelisch-lutherische Kirche, im romanisch-gotischen Stil erbaut,
wurde in mehreren Bauabschnitten vom 13. Jahrhundert bis Mitte des
15. Jahrhunderts errichtet. Durch die zahlreichen Umbauten erschließt
sich dem Dachstuhl-Besucher eine Welt auf verschiedenen Etagen, die
durch ihre architektonische und historische Abwechslung
beeindruckt.
Der Chorumgang-Dachstuhl: Nicht nur das gotische Chorgestühl ist an dieser Kirche außergewöhnlich - das bemerkt man schnell, wenn man den öffentlichen Teil der Kirche verlässt und den engen aus Ziegeln errichteten Treppenaufgang hinauf zum Dachstuhl steigt. Der mit rund 80 Meter Länge größte erhaltene mittelalterliche Sakralbau Ostfrieslands ist auf vier unterschiedlich erreichbaren Ebenen überdacht. Der Dachstuhl über dem Umgang des Chors ist über eine lange hölzerne Brücke begehbar, welche über den Gewölben des Chors einmal rund um die Kreuzkirche führt. Wer sich für die Architektur der Ludgeri-Kirche interessiert, bekommt hier ein genaues Bild über die Errichtung des Baus.
Die Dachstühle des Querhauses und des mittleren Chores: In den Dachstuhl des Chores gelangt man nur über den Dachstuhl des Querhauses. Der bereits bekannte Treppenaufgang führt noch eine Etage höher - in einen beeindruckend großen und hohen Raum, welcher bis in den Giebel ohne künstliches Licht gänzlich im Dunkeln läge. Von hieraus gelangt man mittig zu einer sehr steilen hölzernen Treppe, die auf den besagten höchsten Dachstuhl über dem Chor führt. Wer das erste Mal im Gebälk der Ludgeri-Kirche auf Erkundung ist, verliert tatsächlich schnell den Überblick, über welchem Teil der Kirche er sich gerade befindet. Unter den höchsten Ziegeln des Kirchenbaus führt dann nur noch eine hölzerne Stiege weiter hinauf - zum kleinen Glockenturm. Beeindruckend ist das scheinbare Gewirr aus unzähligen hölzernen Balken und Brettern, die in Kreuzstreben und der sogenannten Schiffsbauweise gezimmert sind.
Der Chorumgang-Dachstuhl: Nicht nur das gotische Chorgestühl ist an dieser Kirche außergewöhnlich - das bemerkt man schnell, wenn man den öffentlichen Teil der Kirche verlässt und den engen aus Ziegeln errichteten Treppenaufgang hinauf zum Dachstuhl steigt. Der mit rund 80 Meter Länge größte erhaltene mittelalterliche Sakralbau Ostfrieslands ist auf vier unterschiedlich erreichbaren Ebenen überdacht. Der Dachstuhl über dem Umgang des Chors ist über eine lange hölzerne Brücke begehbar, welche über den Gewölben des Chors einmal rund um die Kreuzkirche führt. Wer sich für die Architektur der Ludgeri-Kirche interessiert, bekommt hier ein genaues Bild über die Errichtung des Baus.
Die Dachstühle des Querhauses und des mittleren Chores: In den Dachstuhl des Chores gelangt man nur über den Dachstuhl des Querhauses. Der bereits bekannte Treppenaufgang führt noch eine Etage höher - in einen beeindruckend großen und hohen Raum, welcher bis in den Giebel ohne künstliches Licht gänzlich im Dunkeln läge. Von hieraus gelangt man mittig zu einer sehr steilen hölzernen Treppe, die auf den besagten höchsten Dachstuhl über dem Chor führt. Wer das erste Mal im Gebälk der Ludgeri-Kirche auf Erkundung ist, verliert tatsächlich schnell den Überblick, über welchem Teil der Kirche er sich gerade befindet. Unter den höchsten Ziegeln des Kirchenbaus führt dann nur noch eine hölzerne Stiege weiter hinauf - zum kleinen Glockenturm. Beeindruckend ist das scheinbare Gewirr aus unzähligen hölzernen Balken und Brettern, die in Kreuzstreben und der sogenannten Schiffsbauweise gezimmert sind.
Der Dachstuhl
des Langhauses: Der westliche Dachstuhl, der des Langhauses, ist über
eine Treppe erreichbar, über die sich vielleicht schon mancher
Norder den Kopf zerbrochen hat. Im Eingangsflur des Langhauses
erinnert das Treppenhaus an ein klassisches Wohngebäude - niemand
ahnt, dass es hier einfach nur zu hinauf auf das Dach geht. Dieser
Dachboden gewährt nur den mutigen Zutritt - über sehr alte morsche
Dielen hinweg zum Eichenholz-Gebälk des Langhauses aus dem Jahr
1445. Über dem ebenso alten Holztonnengewölbe des Langhauses findet
sich greifbare Geschichte der mittelalterlichen Norder
Zimmermannskunst. Die originalen bald sechshundert Jahre alten Balken
des Dachstuhls sprechen für sich. Wer weiß, was sie alles erlebt
haben.
Mittwoch, 28. Dezember 2016
Dienstag, 15. November 2016
Turm und Dachstuhl der 800 Jahre alten St.-Ansgari-Kirche im ostfriesischen Hage
Zum Film | Ein kleines aber feines Abenteuer erlebte ich im Turm und im Dachstuhl der 800 Jahre alten St.-Ansgari-Kirche im ostfriesischen Hage.
Bei unheimlichen Sauwetter
und starkem Wind, der wild durch den sechsgeschossigen Turm fegte,
fühlte ich mich von den riesigen Glocken des Turms zwar zeitlich
bedrängt, aber 30 Minuten reichten dann "Gott sei Dank"
doch aus, um diesen kleinen Film zu drehen …
Montag, 7. November 2016
Der verborgene Aufzug im Freiburger Münster

Zum Video | Juni, 2004: Im Freiburger Münster gibt es einen kleinen Aufzug, der für den Turmwächter und das Personal gedacht ist, um schnellstmöglich auf die Höhe des Dachstuhls zu gelangen, ohne dafür 200 Treppenstufen bewältigen zu müssen.
Der aus den dreißiger Jahren stammende verborgene Aufzug ist so gut wie niemandem bekannt. Versehen mit einer Schiebetür, uraltem abgetretenen Parkett und einem in die Jahre gekommenen Telefon, ist die Fahrt in dem seltenen runden Aufzugschacht auch so etwas wie eine kleine Zeitreise …
Nun geht es für mich weiter auf den spannenden Dachstuhl des Münster. Ich bin gespannt, wie lange dieser kleine über 70 Jahre alte Aufzug noch seinen Dienst leisten wird.
Abonnieren
Posts (Atom)