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Sonntag, 4. August 2019

Jahrzehnte verlassene Wassermühle



Zum Film | Eine echte Zeitkapsel ist die kleine Mühle in Quakenbrück. Ein Ort, an dem alles so blieb wie in dem Moment, als man den Hammer zum letzten Mal zur Seite legte. Hier wurde Handwerk und Geschichte konserviert, wie nur an ganz wenigen besonderen Orten.

Sonntag, 21. April 2019

Das Abenteuer Erlischt | Dokumentarfilm







Ein Abenteuer nährt sich von Romantik und Entdeckerlust. Ohne die Schönheit des Alten geht die Inspiration für Erkundung verloren.

Zum Film | Es ist jetzt bald ein Jahr her, das ich das erste Mal das beschauliche Quakenbrück im zauberhaften Artland zwischen Cloppenburg und Osnabrück besuchte. Das kleine Städtchen zog mich sofort in seinen wohltuenden Bann - kaum 20 Minuten nach meiner ersten Ankunft.
Einst gab es hier wohl mal eine Burg, die leider keine wirklich sichtbaren Spuren hinterließ. Und doch ist der Geist des Mittelalters in den kleinen Straßen und Gassen allgegenwärtig.
Manch ein Gebäude, nach Jahrhunderte vergangener Handwerksmanier aus groben Steinen gebaut, lässt die älteste Geschichte der Stadt noch erahnen. Auch die St.-Sylvester-Kirche gehört zu jenen Bauwerken, umrahmt von liebevoll instandgehaltenen Fachwerkhäusern. Manch eines steht beinahe so da, wie zu Zeiten seiner Erbauung. Andere warten noch auf einen Liebhaber mit der passenden Geldbörse und dem rechten Sinn für das Historische.
Eben dieser Sinn für das Historische ist es, der im Mittelpunkt dieses Films steht. Dabei geht es aber nicht wirklich um Restaurierung oder Erhaltung, sondern viel mehr um das Altern und Vergehen. Dabei könnte dieser Film bald zu einem Requiem werden. Eine Dokumentation, die warnend aufschreit: „Das Abenteuer erlischt!“


Während das Abenteuer der Moderne darin besteht, sich mit überteuerten Outdoorartikeln bestückt in organisierte Touren und Sportevents einzuklinken, mit einem technisch völlig überentwickelten Fahrrad wie ein geölter Blitz durch die Landschaft zu schießen oder sich in Kletterparks selbst zu überwinden, so war das Abenteuer der vorindustriellen Zeit eher unprofessionell und bescheiden. Es war das unvorhersehbare Erlebnis der Entdecker.

Als Kinder streunten wir durch verwilderte Hintergärten, erkundeten zugewucherte Bachläufe und sahen hinter jedem alten Kellerfenster, von Laub und Spinnweben verhangen, gebannt ins Dunkel einer unbekannten Welt. Eine Welt, die wir wenige Jahre später unbedacht zerstörten.

Altes muss weg und Neues muss gerade und sauber sein. So hat es uns die Werbung seit Jahrzehnten gepredigt. Der Trümmerschock des Krieges und die Wirtschaftswunder der 60ger Jahre zeigten den Menschen auf, was gut und zukunftsweisend ist. Kesselflicker und Scherenschleifer starben aus und ihnen folgte schnellen Schrittes eine Wegwerfgesellschaft mit Chemoreiniger und glattwandigen Zukunftsvisionen. Und während ich diese Worte schreibe, unterstreicht mir mein Computer-Schreibprogramm das Wort „“Kesselflicker in blau und warnt mich vor einem veralteten Ausdruck. Was ist geschehen, das wir den Sinn für bewährte Erfahrungen, Tradition und Wertigkeit verloren haben?

Als Dieter Wieland vor 30 Jahren in seinen unzähligen Filmen vor der Verwahrlosung der Baukultur und der Zerstörung von Schönem und Bewährten warnte, gab es hierzulande noch vieles zu entdecken und zu erforschen. Doch er wurde zu selten erhört. Die bauliche Schönheit, das vergessene kunstvolle Handwerk, die alten Keller und historische Hinterhöfe sind verschwunden. Wir haben sie zerstört. Das Abenteuer erlischt.

Und die Auswirkungen sind verheerend. Mit dem Abenteuer erlischt auch der Entdeckergeist, das unvorhersehbare Erlebnis und viele wertvolle Erfahrungen. Nun, in einer sauberen und glatten Stadt suchen sich Kinder und Jugendliche die Seelennahrung für ihre Neugierde in digitalen Welten. Was man planierte, zur Seite schob, abriss und in Wald und Flur bereinigte wurde digital ersetzt. Das Abenteuer, nach dem wir uns so sehr sehnen, ist bald nur noch in Computerspielen und animierten Filmen zu finden. Wundern wir uns, dass ein Smartphone der beste Freund unserer Kinder geworden ist? Wo wir doch täglich alte Bäume fällen und durch stachelige Koniferen ersetzen?


Das erste Abenteuer erlebte ich im Garten meiner Kindheit. Wir hatten damals einen schönen alten Garten, hinter dessen Pforte nach hinten hinaus eine große Obstwiese an ein undurchdringliches Dickicht grenzte, in dessen Gestrüpp ein fast verfallener dunkler Schuppen für Respekt und Entdeckerlust sorgte. Nun mit der Kamera durch die Stadt streunend, fand ich nur wenige Ecken, die zumindest ein wenig so spannend wie der Garten meiner Kindheit waren.

Gärten machen Arbeit. Gärten machen Dreck. Und so baggert man aufwendig die über Jahrzehnte gereifte Erde ab, versiegelt sie mit einer Kunststoffplane und legt einen Steingarten an. Stein, ja - das ist unübersehbar. Aber Garten kann man das nicht mehr nennen.

Zu meiner Freude fand ich mehrere Straßen, die bis heute von der Moderne verschont blieben. Zugegeben ist dieses Beispiel eher das Resultat von Pflegelosigkeit, aber mir ist das lieber, als die Straße gleich um die Ecke, wo weder Halm noch Käfer einen Platz zum Leben finden. Es gibt noch Menschen, die ihre Häuser und Gärten leben lassen. Hier hat die Natur Mitspracherecht und die Chemokeule Hausverbot. Hier darf man leben, erleben und entdecken.
Manch ein Nachbar mag da schimpfen und zetern. Aber erinnern wir uns an das schöne Beispiel von Dieter Wieland, wie Kinder ein Haus malen: Mit Baum, Strauch, Blumen und Wiese bis an die die Hausmauer. Hier darf man träumen. Hier wartet das Abenteuer.

Es gibt auch Menschen, die das Alte und Schöne bewahren, die seinen Wert erkennen und sich auf eine Reise begeben, die sich auf ein Abenteuer einlassen. Das Abenteuer der Erforschung und Erhaltung.

Eigentlich hatte ich geplant, nach kleinen Abenteuern in der Stadt zu suchen. Nach verweisten Häuserschluchten, dunklen Kellerlöchern und von Spinnenweben versiegelten Türen. Zwar fand sich die ein oder andere Niesche, aber selbst im verträumten Quakenbrück sind die vom Saubermann übersehenen Ecken rar. Und ich schaute ganz bewusst nur von der Straße aus. Man muss schon aufs Land hinaus, um wirklich etwas zu entdecken. So wie im vergangenen Sommer, als wir mit freundlicher Genehmigung, einen alten Mostkeller im Artland erkunden konnten. Hier ist vor über einem halben Jahrhundert die Zeit stehen geblieben. Als der Betrieb eingestellt wurde, schloss man die Türen und überließ alles hinter ihnen der Zeit. Ein Paradies für Entdecker.

Eine Überraschung bot sich mir allerdings in Form eines alten Kaugummiautomaten. Da stand ein Relikt der Abenteuerpausen meiner Kindheit. Übersehen, verlassen und doch gefüllt. Jetzt beim Schneiden des Films, frage ich mich, warum ich nicht versuchte ein Geldstück hineinzuwerfen.

Dann gab es noch etwas zu entdecken. Der Gasthof „Zur Linde“ scheint schon länger geschlossen. Ein Blick durch das Fenster zeigt die Einrichtung der 70ger Jahre und mir wurde erzählt, das die Küche hier früher so etwas wie der bessere Ersatz von Fastfood war. Gegrillte Hähnchen mit Pommes. Nun wächst Moos auf den Laternen die einst den Eingang beleuchteten und die Farbe an Fenstern und Türen löst sich in rissigen Flocken vom Holz. Auf allem ruht Staub und Dreck und sofort ist sie da: die Entdeckerlust! Ich werde bei nächster Gelegenheit herausfinden wem das Haus gehört, um vielleicht einen Blick hinter die schöne historische Fassade werfen zu können.

Dann ist da noch ein Heckenpfad bei der alten Sylvester-Kirche. Längst zugewachsen, aber noch mit einem Tor versehen, konnte man damals vom anliegenden Wohnhaus in zweiter Reihe direkt zur Kirche gelangen.


Es ist gut das es wieder mehr Menschen gibt, die sich dem Alten widmen. Es retten und vielleicht sogar neu aufgreifen. Doch wo sind die schmalen Pfade, an dessen Wegende das Abenteuer wartet? Wo ist die Patina, die Geschichten von Jahrhunderten erzählt? Wo bleibt die Romantik, die uns inspiriert etwas zu erleben, raus zu gehen und dem Entdeckerinstinkt zu folgen? Was ist aus den Erfahrungen geworden, die von Generation zu Generation weitergereicht wurden und nun als Mythologie, Märchen oder Humbug abgetan werden? Wann begann der Mensch vom Träumer zum Realisten zu verkommen? War es die chemisch gereinigte Geradlinigkeit, die uns zu funktionalen Saubermännern werden ließ?

Natürlich kann man auch in der Moderne Abenteuer erleben und es macht mir sogar Spaß, in riesigen Parkhäusern durch die Etagen zu streifen. Aber hier ist nichts Lebendiges verborgen. Der Beton erzählt keine Geschichten. Gebaut wird mit künstlichem Baustoff - nicht mit entdeckbaren Naturmaterialien. Beton hat keine Jahresringe und Industrieputz ist tot und kalt - ganz im Gegenteil zum Lehmputz.

Es gibt praktische keinen Abenteuerfilm ohne alte unberührte Orte und Gebäude. Sind es Höhlen oder Pyramiden, Schlösser oder Burgen. Jedes Abenteuer braucht eine Bühne und einen Ort, der etwas wertvolles beherbergt.

Und nun frage ich Euch: „Was kann jeder Einzelne tun, um die Abenteuer nicht erlöschen zu lassen? Welche Möglichkeiten gibt es, das Alte und Schöne zu bewahren? Was braucht man vielleicht nicht zu streichen oder zu überputzen? Die Holzplanken eines dreihundertjährigen Fußbodens erzählen die abenteuerlichsten Geschichten, alte Hauswände bewahren jede Spur der Zeit. Mit echtem Leinöl lassen sich unzählige Oberflächen konservieren. Muss wirklich alles abgerissen werden das alt ist, oder kann man es auch mit einfachen günstigen Mitteln erhalten, um das Abenteuer nicht erlöschen zu lassen?“

Ohne die kunstvollen Werke der Alten verkümmert unser Sinn für das Schöne. Ein Abenteuer nährt sich von Romantik und Entdeckerlust. Ohne die Schönheit des Alten geht die Inspiration für Erkundung verloren.

Was können wir tun, um das Abenteuer zu bewahren?

Sonntag, 20. Januar 2019

Das Grausen im verborgenen Warnfried-Turm

https://photos.app.goo.gl/GyuXYQm3kroJxu519

Zum Film | Zur Fotogalerie | Viele kennen den Marienhafener „Störtebecker-Turm“, der als eines der ostfriesischen Wahrzeichen touristisch zu besichtigen ist. Weniger bekannt, aber noch viel spannender, ist der verborgene Warnfried-Turm in Osteel, der als Teil einer baugleichen Kirche nur zwei Kilometer entfernt neben seinem Schwestern-Turm steht.

Das früh mittelalterliche Bauwerk beeindruckt. Eines der vielen Rätsel des Turms ist das offene Gewölbe in schwindelerregender Höhe der zweiten Etage. Wie ein Schlund zieht es den Blick in die Tiefe des Turms, nachdem man den bedrückenden Aufstieg über einen außerordentlich langen Treppenschacht hinter sich gebracht hat. Eng, verwinkelt und düster ist der Aufstieg. Warum ist das Gewölbe offen und warum ist es nierenförmig, statt rund? Vielleicht diente die Öffnung der Schallübertragung der Glocken nach unten? Auch der Eingangsbereich, im Gegensatz zum Turm für jeden zugänglich, ist ungewöhnlich. Der in sich geschlossene Gewölberaum ist völlig untypisch für eine Kirche.

Grausige Legenden ragen sich um das Bauwerk, das bereits bei Baubeginn im 13. Jahrhundert vom Teufel selbst verhindert werden sollte. Auch im Turm sollen die Höllengeister ihr Unwesen getrieben, so die Legenden. Was dort genau passierte und welche Spuren es möglicherweise noch zu entdecken gibt, versuchte ich auf meiner abenteuerlichen Erkundung herauszufinden - an diesem fast unberührten Schauplatz ostfriesischer Geschichte.


Sonntag, 8. Oktober 2017

4. Teil - Das Geheimnis von Schloss Lütetsburg



Zum Film | Da wir davon ausgehen, dass die Kelleranlage hinter der zugemauerten Türe der Vorburg des Lütetsburger Schlosses größer ist, als bisher gedacht, entschlossen wir uns zu einem Gespräch mit der ostfriesischen Landschaft, die sich professionell an der Grabung beteiligen könnte. Parallel eröffnen wir die Möglichkeit einer weiteren Grabung im Schlosspark. Hier wurde unter dem Manninga-Berg im Zweiten Weltkrieg ein Bunker angelegt, der mittlerweile verschüttet ist. Niemand der noch lebt, hat diesen Bunker je betreten oder weiß welche Geheimnisse er verbirgt. Allein der ungefähre Standpunkt des ehemaligen Eingangs ist bekannt.

Sonntag, 9. Juli 2017

Der Zeitreise-Bäcker

https://youtu.be/ORGsNVDL9Os


Zum Video | Zur Fotogalerie | In der beschaulichen Kleinstadt Norden, an der ostfriesischen Küste, sorgt Familie Gerdes in der dritten Generation für Brot und Gebäck. Doch die Bäckerei und Konditorei in der Norder Innenstadt ist nicht wie andere ihres Fachs – denn Heino und sein Sohn Jelto sind „Zeitreise-Bäcker“ ...

Jetzt werden sich manche in der Backstube umsehen und nach einer auffälligen Maschine suchen, aus der Schläuche, Drähte und Blitze zucken - doch weit gefehlt - hier steht keine Zeitmaschine. Vielmehr ist die Betriebsstätte der Familie eine Zeitkapsel. Denn seit Jelto Gerdes Großeltern die Bäckerei im Jahre 1929 übernahmen, hat sich hier nicht viel verändert. Hier lebt das alte Handwerk fort – lebendig, wie eh und je.
Wenn Jelto und seine Schwester Eske morgens um drei beginnen die Brötchen und Brote für den nahenden Morgen zu backen, beginnt die Zeitreise. Zunächst rückwärts – in die Vergangenheit. In eine Zeit vor der Moderne.
Mit Ruhe und erfahrener Gelassenheit scheint man hier noch nie etwas von „Stress“ gehört zu haben. Auch, wenn es teils zügig gehen muss, damit Kneten, Formen, Gehen und Backen nicht aus dem Takt geraten und ein gelungenes Brot garantieren.
So wie Heino und Jelto nur Biomehl ohne Zusatzstoffe verwenden und immer auf der Suche nach spannenden neuen Zutaten sind, so gehen die Brote hier in Weidenkörben statt in Kunststofformen. Brot muss gesund sein. Auch Industriesalz kommt nicht in den Teig. „Meersalz ist viel gesünder“, sagt Jelto.



Streift man weiter durch die Bäckerei, gibt es überall etwas zu entdecken, das an die ferne Vergangenheit erinnert. Hier wird sauber gehalten, statt neu gestrichen. Hier wird Altes bewahrt, auch wenn es nicht mehr Teil des täglichen Bedarfs ist. Hier wird Geschichte gelebt.
In der Mehlkammer unter dem Dach werden die Säcke tatsächlich noch mit einem Flaschenzug durch den Dacheinstieg geladen. Der Flaschenzug ist zwar heute elektrisch betrieben, aber dennoch: Die Tradition bleibt erhalten.
Familie Gerdes liebt das gesunde Brot mehr als das Portemonnaie. Hier beginnt die Zeitreise in die Zukunft: eine Zukunft, in der Ideale vor dem „alles verschlingenden Wachstum“ kommen. Wo der Kunde zählt – und das kleine Glück. Beim Zeitreise-Bäcker in Norden.

Freitag, 12. Mai 2017

Spuk im Colombischlösschen | Auf dem Dach der weißen Dame

https://goo.gl/photos/GpTw4xMd1sUBiVvR9


Zum Film | Zur Fotogalerie | Eine der bekanntesten Freiburger Spuklegenden ist „die weiße Dame auf dem Dach des Colombischlösschens“. Seit Jahrzenten wird sie dort immer wieder gesehen. Bei Nacht in einem weißen Kleid – umherirrend zwischen den Türmen des heutigen archäologischen Museums der Stadt Freiburg.

Wenn dort auf dem Dach in manchen Nächten ein Geist gesehen wird, so dachte ich mir, dann ist dieses Dach, das so gut wie nie betreten wird, ein spannender verborgener Ort, zu dem viele hinaufschauen - aber niemand weiß, wie es da oben aussieht. Also machte ich mich auf den Weg, dieses Dach mit Genehmigung der Museumsverwaltung in Augenschein zu nehmen.
Die weiße Dame, die dort des Nachts spukt, ist aller Vermutung nach Maria Cristina von Colombi die am Vorabend Ihrer Hochzeit mit dem Grafen Richard von Kageneck unter mysteriösen Umständen verstarb.
Leider war es mir nicht möglich das Dach bei Nacht zu begehen, aber kann man im Negativ der Bilder des Daches vielleicht etwas Ungewöhnliches erkennen?
Ein Geheimnis des Colombi-Schlösschens blieb auch für mich bisher ungelüftet. Denn im unterirdischen Dunkel des prachtvollen Baus wartet noch ein geheimer Stollen auf seine Erkundung ...



Sonntag, 26. März 2017

Auf Abenteuer im Romantik Hotel Reichshof in Norden

https://youtu.be/gCO9LNvGip8


In diesem 87 minütigen Dokumentarfilm wollte ich eigentlich nur mal ein wenig ausspannen – im Romantik Hotel Reichshof in Norden. Eingecheckt in der größten Loft des Hauses, mit Whirlpool, Champagner und Sauna, rechnete ich nicht damit, was mir am späten Abend in der Cocktailbar des Hotels widerfuhr, und mich auf eine waghalsige Idee brachte, die mich den Rest dieser Nacht in Atem halten sollte …

Freitag, 24. März 2017

Trailer / Vorschau: Auf Abenteuer im Romantik Hotel Reichshof in Norden

„Auf Abenteuer“ im neuen Format: Der erste Film der Abenteuerreihe (87min.) spielt im Norder Romantik Hotel Reichshof. Hier gibt es nicht nur einiges zu entdecken – mit einem besonderen Gast läuft hier etwas ganz anders, als sich das die Hoteldirektion in der Regel von ihren Besuchern erhofft …

Veröffentlichung: Sonntag, 26. März 2017 – hier im Blog, auf YouTube, Facebook und Instagram.

Donnerstag, 2. März 2017

Der Dachstuhl der Norder Ludgeri-Kirche

https://goo.gl/photos/hbFaw8wumvgNrgKs7


Zur Fotogalerie | Zum Film | Einer der beeindruckendsten Verborgenen Orte Nordens ist der Dachstuhl der Ludgeri-Kirche. Die evangelisch-lutherische Kirche, im romanisch-gotischen Stil erbaut, wurde in mehreren Bauabschnitten vom 13. Jahrhundert bis Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet. Durch die zahlreichen Umbauten erschließt sich dem Dachstuhl-Besucher eine Welt auf verschiedenen Etagen, die durch ihre architektonische und historische Abwechslung beeindruckt.

Der Chorumgang-Dachstuhl: Nicht nur das gotische Chorgestühl ist an dieser Kirche außergewöhnlich - das bemerkt man schnell, wenn man den öffentlichen Teil der Kirche verlässt und den engen aus Ziegeln errichteten Treppenaufgang hinauf zum Dachstuhl steigt. Der mit rund 80 Meter Länge größte erhaltene mittelalterliche Sakralbau Ostfrieslands ist auf vier unterschiedlich erreichbaren Ebenen überdacht. Der Dachstuhl über dem Umgang des Chors ist über eine lange hölzerne Brücke begehbar, welche über den Gewölben des Chors einmal rund um die Kreuzkirche führt. Wer sich für die Architektur der Ludgeri-Kirche interessiert, bekommt hier ein genaues Bild über die Errichtung des Baus.

Die Dachstühle des Querhauses und des mittleren Chores: In den Dachstuhl des Chores gelangt man nur über den Dachstuhl des Querhauses. Der bereits bekannte Treppenaufgang führt noch eine Etage höher - in einen beeindruckend großen und hohen Raum, welcher bis in den Giebel ohne künstliches Licht gänzlich im Dunkeln läge. Von hieraus gelangt man mittig zu einer sehr steilen hölzernen Treppe, die auf den besagten höchsten Dachstuhl über dem Chor führt. Wer das erste Mal im Gebälk der Ludgeri-Kirche auf Erkundung ist, verliert tatsächlich schnell den Überblick, über welchem Teil der Kirche er sich gerade befindet. Unter den höchsten Ziegeln des Kirchenbaus führt dann nur noch eine hölzerne Stiege weiter hinauf - zum kleinen Glockenturm. Beeindruckend ist das scheinbare Gewirr aus unzähligen hölzernen Balken und Brettern, die in Kreuzstreben und der sogenannten Schiffsbauweise gezimmert sind.



Der Dachstuhl des Langhauses: Der westliche Dachstuhl, der des Langhauses, ist über eine Treppe erreichbar, über die sich vielleicht schon mancher Norder den Kopf zerbrochen hat. Im Eingangsflur des Langhauses erinnert das Treppenhaus an ein klassisches Wohngebäude - niemand ahnt, dass es hier einfach nur zu hinauf auf das Dach geht. Dieser Dachboden gewährt nur den mutigen Zutritt - über sehr alte morsche Dielen hinweg zum Eichenholz-Gebälk des Langhauses aus dem Jahr 1445. Über dem ebenso alten Holztonnengewölbe des Langhauses findet sich greifbare Geschichte der mittelalterlichen Norder Zimmermannskunst. Die originalen bald sechshundert Jahre alten Balken des Dachstuhls sprechen für sich. Wer weiß, was sie alles erlebt haben.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Dienstag, 15. November 2016

Turm und Dachstuhl der 800 Jahre alten St.-Ansgari-Kirche im ostfriesischen Hage

https://youtu.be/GNAOE_CXoNc

Zum Film | Ein kleines aber feines Abenteuer erlebte ich im Turm und im Dachstuhl der 800 Jahre alten St.-Ansgari-Kirche im ostfriesischen Hage.

Bei unheimlichen Sauwetter und starkem Wind, der wild durch den sechsgeschossigen Turm fegte, fühlte ich mich von den riesigen Glocken des Turms zwar zeitlich bedrängt, aber 30 Minuten reichten dann "Gott sei Dank" doch aus, um diesen kleinen Film zu drehen …


Montag, 7. November 2016

Der verborgene Aufzug im Freiburger Münster

https://youtu.be/-d3W47_Q-7I

Zum Video | Juni, 2004: Im Freiburger Münster gibt es einen kleinen Aufzug, der für den Turmwächter und das Personal gedacht ist, um schnellstmöglich auf die Höhe des Dachstuhls zu gelangen, ohne dafür 200 Treppenstufen bewältigen zu müssen.

Der aus den dreißiger Jahren stammende verborgene Aufzug ist so gut wie niemandem bekannt. Versehen mit einer Schiebetür, uraltem abgetretenen Parkett und einem in die Jahre gekommenen Telefon, ist die Fahrt in dem seltenen runden Aufzugschacht auch so etwas wie eine kleine Zeitreise …
Nun geht es für mich weiter auf den spannenden Dachstuhl des Münster. Ich bin gespannt, wie lange dieser kleine über 70 Jahre alte Aufzug noch seinen Dienst leisten wird.