Zum Video | Zur Fotogalerie | Endlich! Nach ungefähr einem Jahr
forschen, planen und „Geduld üben“ stießen wir Anfang Juni 2018
mit Unterstützung der Ostfriesischen Landschaft tiefer in den
geheimnisvollen Gang der Vorburg vor. Zunächst gab es einiges zu
lernen und vieles zu „schüppen“ - ganz nach archäologischer
Manier und dann, ganz unverhofft, stießen wir auf die ersten großen
Funde. Spannung machte sich breit und das sechsköpfige Team wurde
vom Schatzgräbervirus infiziert ...
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Sonntag, 10. Juni 2018
Sonntag, 12. November 2017
1. Teil - Verschüttet im Lütetsburger Schlosspark
Zum Video | Im Lütetsburger Schlosspark, der
gräflichen Familie Knyphausen, birgt der Manningaberg ein Geheimnis
im Innern seines Erdreichs. Einst wurde hier ein Schutzraum in die
Tiefe gegraben, der im Falle eines Bombenangriffs Sicherheit bieten
sollte. Wir begeben uns auf die Suche nach dem verschütteten Eingang
des Bunkers. Doch niemand der heute noch lebt, hat ihn je betreten
...
Sonntag, 20. August 2017
„Zum letzten Mal jetzt Knast“ – die alte Zelle im Norder Polizeikommissariat
Zum Video | Zur Fotogalerie | Einladend wirkt die
alte Zelle im Norder Polizei-Kommissariat am Markt 38 nicht – aber
wenn man sie betritt und der Blick durch gitterloses Schutzglas auf
die Ludgerikirche fällt, machen manch düstere
Klischee-Vorstellungen einer gewissen Heiterkeit platz. Seit 1998 ist
die alte Zelle der Norder Polizei nicht mehr im Dienst. Hier saßen
die heimischen Langfinger, Trunkenbolde und andere zwielichte
Gestalten 25 Jahre lang ein, bevor der Haftraum den aktuellen
Sicherheitsbestimmungen nicht mehr genügte.
Ingo Brickwedde, Leiter
des Kommissariats Norden,
und Reinhard Simmuteit öffneten
mir im Juni 2014 diesen
verborgenen Ort und hatten
eine Menge zur Geschichte Ihrer Dienststelle, die am 17. Januar 1982
in das ehemalige Finanzamtsgebäude einzog, zu erzählen. Zunächst
aber, als die schwere Zellentür entriegelt wurde,
eilten
Kollegen aus den umliegenden Büros herbei, um auch einmal einen
Blick in den sonst verschlossenen Raum werfen
zu können.
Die
Zelle ist durchgehend in Türkis gestrichen, zwei große helle
Fenster
lassen eine Menge Licht in den sterilen Raum. „Zuletzt genügte die
Zelle nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen,“ so PK-Leiter Ingo
Brickwedde. „Auch war der Weg vom Markt 10 - der Polizeidienstelle,
bis zum Markt 38 - dem Kommissariat, quer über den Marktplatz, nicht
wirklich
von
Vorteil.“
Die Beleuchtung des Haftraums ist hinter einem Sicherheitsglas in der
Wand eingelassen, der Heizkörper gleichermaßen durch eine Platte
geschützt - in der Wand versenkt - zur Sicherheit, damit sich kein
Insasse an Teilen zu schaffen machen, oder an Kanten verletzen
konnte. Eine Klingel, die im Übrigen noch funktioniert und beim
testhalber Betätigen für verwunderte Aufmerksamkeit am Ende des
Klingeldrahtes sorgte, diente der Kommunikation im Notfall.
Einziges unverrückbares Möbel, hier im alten Norder Knast, ist eine
Holzkiste im Form eines Bettes. Sie bot den Häftlingen die
Möglichkeit sich in dessen Holz für alle Zeiten zu verewigen und
späte Erkenntnisse wie etwa: „Bankraub lohnt nicht“, für die
Nachwelt zu hinterlassen. Aber nicht alle Spitzbuben waren einsichtig, wie der Spruch
„Einbrüche lohnt sich“ belegt. Ob der Gesetzesbrecher, der „Zum letzten Mal jetzt Knast“ in das
Holz ritzte, später vielleicht doch noch mal hier verweilte, wer
weiß
Bevor
die Norder Gauner in diesem ausbruchssicheren Raum saßen, wurden
hier die Finanzen der Stadt verwaltet. Vom Finanzamt zur Zelle - und
das nach einer wirklich langen Zeit der Gastlichkeit - des
ursprünglichen Hotel-Restaurants Weinhaus, welches seit dem Jahr
1539 über 260 Jahre beliebter Treffpunkt der Norder war und
Auswärtige beherbergte. Kein Wunder, dass manch ein Trunkenbold hier
viel später noch seinen Rausch ausschlief – in einer Zelle, die
vor langer Zeit als Fremdenzimmer diente, während noch
Pferdekutschen durch die Norder Straßen fuhren. Doch nun hat die
Gastlichkeit vorerst ein Ende, denn heute dienen vier
modernere Zellen als Unterbringung der Straftäter - in der
Polizeidienststelle auf der anderen Seite des Marktes.
Dienstag, 6. Dezember 2016
Der Weinkeller des Norder „Hotel zum Weinhaus“
Zum Film | Zur Fotogalerie | Am Markt 38 in
Norden steht noch heute das ehemalige Hotel zum Weinhaus - ein
blockförmiges dreigeschossiges Haus mit Nebenbau aus
der Zeit vor 1539. Unter dem historischen Bau, der lange Zeit in
Besitz der Kirche war, liegt im Verborgenen ein alter Weinkeller –
wohl weitestgehend im Zustand, wie er um 1500 erbaut wurde. Hier
scheint die Zeit stehen geblieben. In der Rückwand des Kellers
befinden sich zwei Kerzennischen, die einst Licht in das Dunkel
brachten, welches die damals hier gelagerten Weine umgab.
Durch verwinkelte Gänge
und mehrere Nischen betritt man auf flach verlegten Backsteinen, 2,9
Meter unter Straßenniveau, ein Gemäuer, dessen Wände und Gewölbe
sicherlich spannende Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählen
können. Man stellt sich vor, wie ein beleibter Wirt im späten
Mittelalter hier herunterkam, um ein Fässchen Wein für die
durstigen Kehlen der Gäste und Reisenden nach oben in den Schankraum
zu tragen. Kerzen brannten in den Wandnischen und warfen ihr
spärliches Licht auf Fässer und Vorräte, zwischen denen pelzige
Nager nach Beute Ausschau hielten.
Zwei originale
Kellerzugänge sind noch auszumachen. Sie sind zugemauert und alte
Backsteintreppen ragen nun ungenutzt in den Raum. Ein recht moderner
Holzverschlag zeugt aus einer Zeit, in der dieses verlassene Gewölbe
noch genutzt wurde. Man spricht von einem Herd, der an der Rechten
Mauer in die Wand übergeht, hinter einem Pfeiler, der später
vielleicht Grundmauer für den Schornstein wurde und der durch seine
rätselhaften Abstufungen an die Möglichkeit erinnert, hier
Holzbretter aufzulegen, um auf den so entstandenen Regalböden
Flaschen oder Ähnliches zu lagern.
Wann genau der Keller
erbaut wurde, ist nicht bekannt. Die älteste Erwähnung des
Weinhauses kam durch einen unglücklichen Unfall zustande: Ein Diener
des Grafen Enno nahm die Zügel eines Pferdes im Jahre 1539 zu kurz,
sodass das geführte Tier den Unglücklichen an die Wand des Hauses
drängte und ihm den Brustkorb zerdrückte.
Das seit Erwähnung in
Besitz der Kirche befindliche Haus wurde im Jahre 1586 erstmals von
Frans Wyntapper gepachtet und als Schank- und Gastwirtschaft
betrieben. Die darauf folgenden 260 Jahre kehrten hier die Gäste der
Stadt ein. 1951 Übernahm die Kreisverwaltung Norden das alte
Gasthaus. Noch heute findet sich ein übersehener Stapel
Standartformulare des Finanzamtes in einem der Kellerräume. Nach dem
Finanzamt bezog zuletzt im Jahr 1990 die Polizei den
geschichtsträchtigen Bau.
Dienstag, 24. Juni 2014
„Zum letzten Mal jetzt Knast“ – die alte Zelle im Norder Polizeikommissariat
Zur Fotogalerie | Einladend wirkt die alte Zelle im Polizeikommissariat am Markt 38 nicht – aber wenn man sie betritt und der Blick durch gitterloses Schutzglas auf die Ludgerikirche fällt, machen manch düstere Klischee-Vorstellungen einer gewissen Heiterkeit platz. Seit 1998 ist die alte Zelle der Norder Polizei nicht mehr im Dienst. Hier saßen die heimischen Langfinger, Trunkenbolde und andere zwielichte Gestalten 25 Jahre lang ein, bevor der Haftraum den aktuellen Sicherheitsbestimmungen nicht mehr genügte.
Ingo Brickwedde, Leiter des Kommissariats Norden, und Reinhard Simmuteit öffnen diesen verborgenen Ort und haben eine Menge zur Geschichte Ihrer Dienststelle, die am 17. Januar 1982 in das ehemalige Finanzamtsgebäude einzog, zu erzählen. Zunächst aber, als die schwere Zellentür entriegelt wird, eilen Kollegen aus den umliegenden Büros herbei, um auch einmal einen Blick in den sonst verschlossenen Raum zu werfen. Die Zelle ist durchgehend in Türkis gestrichen, zwei große helle Fenster lassen eine Menge Licht in den sterilen Raum. „Zuletzt genügte die Zelle nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen,“ so PK-Leiter Ingo Brickwedde. „Auch war der Weg vom Markt 10 - der Polizeidienstelle, bis zum Markt 38 - dem Kommissariat, quer über den Marktplatz nicht von Vorteil.“
Die Beleuchtung des Haftraums ist hinter einem Sicherheitsglas in der Wand eingelassen, der Heizkörper gleichermaßen durch eine Platte geschützt in der Wand versenkt - zur Sicherheit, damit sich kein Insasse an Teilen zu schaffen machen, oder an Kanten verletzen konnte. Eine Klingel, die im Übrigen noch funktioniert und beim testhalber Betätigen für verwunderte Aufmerksamkeit am Ende des Klingeldrahtes sorgte, diente der Kommunikation im Notfall. Einziges unverrückbares Möbel hier im alten Norder Knast ist eine Holzkiste im Form eines Bettes. Sie bot den Häftlingen die Möglichkeit sich in dessen Holz für alle Zeiten zu verewigen und späte Erkenntnisse wie etwa: „Bankraub lohnt nicht“, für die Nachwelt zu hinterlassen. Aber nicht alle Spitzbuben waren einsichtig, wie der Spruch „Einbrüche lohnt sich“ belegt. Ob der Gesetzesbrecher, der „Zum letzten Mal jetzt Knast“ in das Holz ritzte, später vielleicht doch noch mal hier verweilte, wer kann das sagen?
Die Historie der Zelle
Bevor in diesem ausbruchssicheren Raum die Norder Gauner saßen, wurden hier die Finanzen der Stadt verwaltet. Vom Finanzamt zur Zelle - und das nach einer wirklich langen Zeit der Gastlichkeit - des ursprünglichen Hotel-Restaurants Weinhaus, welches seit dem Jahr 1539 über 260 Jahre beliebter Treffpunkt der Norder war und Auswärtige beherbergte. Kein Wunder, dass manch ein Trunkenbold hier viel später noch seinen Rausch ausschlief – in einer Zelle, die vor langer Zeit als Fremdenzimmer diente, während noch Pferdekutschen durch die Norder Straßen fuhren. Doch nun hat die Gastlichkeit vorerst ein Ende. Heute dienen vier moderne Zellen als Unterbringung der Straftäter in der Polizeidienststelle auf der anderen Seite des Marktes.
Ingo Brickwedde, Leiter des Kommissariats Norden, und Reinhard Simmuteit öffnen diesen verborgenen Ort und haben eine Menge zur Geschichte Ihrer Dienststelle, die am 17. Januar 1982 in das ehemalige Finanzamtsgebäude einzog, zu erzählen. Zunächst aber, als die schwere Zellentür entriegelt wird, eilen Kollegen aus den umliegenden Büros herbei, um auch einmal einen Blick in den sonst verschlossenen Raum zu werfen. Die Zelle ist durchgehend in Türkis gestrichen, zwei große helle Fenster lassen eine Menge Licht in den sterilen Raum. „Zuletzt genügte die Zelle nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen,“ so PK-Leiter Ingo Brickwedde. „Auch war der Weg vom Markt 10 - der Polizeidienstelle, bis zum Markt 38 - dem Kommissariat, quer über den Marktplatz nicht von Vorteil.“
Die Beleuchtung des Haftraums ist hinter einem Sicherheitsglas in der Wand eingelassen, der Heizkörper gleichermaßen durch eine Platte geschützt in der Wand versenkt - zur Sicherheit, damit sich kein Insasse an Teilen zu schaffen machen, oder an Kanten verletzen konnte. Eine Klingel, die im Übrigen noch funktioniert und beim testhalber Betätigen für verwunderte Aufmerksamkeit am Ende des Klingeldrahtes sorgte, diente der Kommunikation im Notfall. Einziges unverrückbares Möbel hier im alten Norder Knast ist eine Holzkiste im Form eines Bettes. Sie bot den Häftlingen die Möglichkeit sich in dessen Holz für alle Zeiten zu verewigen und späte Erkenntnisse wie etwa: „Bankraub lohnt nicht“, für die Nachwelt zu hinterlassen. Aber nicht alle Spitzbuben waren einsichtig, wie der Spruch „Einbrüche lohnt sich“ belegt. Ob der Gesetzesbrecher, der „Zum letzten Mal jetzt Knast“ in das Holz ritzte, später vielleicht doch noch mal hier verweilte, wer kann das sagen?
Die Historie der Zelle
Bevor in diesem ausbruchssicheren Raum die Norder Gauner saßen, wurden hier die Finanzen der Stadt verwaltet. Vom Finanzamt zur Zelle - und das nach einer wirklich langen Zeit der Gastlichkeit - des ursprünglichen Hotel-Restaurants Weinhaus, welches seit dem Jahr 1539 über 260 Jahre beliebter Treffpunkt der Norder war und Auswärtige beherbergte. Kein Wunder, dass manch ein Trunkenbold hier viel später noch seinen Rausch ausschlief – in einer Zelle, die vor langer Zeit als Fremdenzimmer diente, während noch Pferdekutschen durch die Norder Straßen fuhren. Doch nun hat die Gastlichkeit vorerst ein Ende. Heute dienen vier moderne Zellen als Unterbringung der Straftäter in der Polizeidienststelle auf der anderen Seite des Marktes.
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