Zum Film | Wie habe ich mich gefreut, als ich per
Mail die Einladung erhielt, die verborgenen Tunnel von Fürstenau zu
erkunden - wobei es erst einmal in die Höhe ging, bevor ich die
Tiefen des historischen Städtchens im Osnabrücker Landkreis
erkundete.
Schnell sprach sich herum, dass ein
Abenteurer die Stadt besucht und kurzerhand wurde so manch rostiger
Schlüssel vom Haken genommen, um gemeinsam dem Verborgenen auf die
Spur zu kommen. Ein aufregender Tag - nicht nur für die Fürstenauer
...
Irgendwie wusste niemand so recht, wie
es in den dunklen Gängen unter der alten Burganlage aussah, da sie
seit Jahrzehnten verschlossen waren. Ja, sogar das Bauamt war ratlos
und so beschloss Bürgermeister Benno Trütken einen erfahrenen Mann
vorzuschicken, um den Zustand und die Begebenheiten unter seinem
Rathaus zu erkunden.
Es ist ausgesprochen besonders, einen
Jahrzehnte verlassenen Ort zu betreten. Wo man einen Fuß hinsetzt,
was man findet und sieht, alles ruhte seit Langem in Dunkelheit und
Stille. Wir bewegen uns täglich in wissentlich geprüfter Umgebung.
An Orten, die ständig unter dem Einfluss von Menschen stehen. Die
sicheren Pfade zu verlassen und vergessene Orte zu erkunden, gehört
zu den spannendsten unvorhersehbaren Erlebnissen, die nur sehr
wenigen Menschen zu Teil werden.
Zum Film | Seit Generationen erzählt man sich in
Ostfriesland vom Geheimgang auf Schloss Lütetsburg. Unter dem
Schloss soll es einen Fluchttunnel gegeben haben, der geradewegs zur
Kirche im benachbarten Hage führte. In diesem Film gehe ich
gemeinsam mit Tido Graf zu Inn und Knyphausen den wenigen Spuren
nach, die nach Jahrhunderten von Umbauten und Bränden geblieben
sind. Auch wenn vieles spekulativ anmutet - der Eingang zum Tunnel
scheint tatsächlich erhalten und es gibt sogar deutliche Hinweise
auf dessen wahre Existenz.
Erst beim Filmschnitt der kleinen
Dokumentation fiel mir auf, dass wenn man den Beschreibungen der
Augenzeugen folgt, genau an der Stelle, wo eine kleine Treppe in die
Tiefe des Ganges geführt haben muss, ein steinerner Sockel den
Abstieg versperrt. Aber nicht nur das. Das verputzte Mauerwerk an der
Wand oberhalb des Eingangs ist deutlich verfärbt, so wie man es bei
feuchtem Mauerwerk kennt. Wenn der Eingang seit unbekannter Zeit
voller Wasser stand, so gibt das alte Mauerwerk immer noch
Feuchtigkeit ab – genau da, wo eine Wandvertiefung den aufrechten
Gang beim Abstieg in den Fluchttunnel ermöglichte. Wurde der Gang
hier zugemauert? Befindet sich unter diesem Sockel die Treppe hinab
in die Tiefe eines seit Jahrzehnten verschlossenen Geheimgangs?
Zum 1.Teil | Zum 2. Teil | In einem Eiskeller tief im Wald, an einem unbekannten Ort, soll einer Sage nach ein 500 Jahre alter Geheimgang ins Erdreich führen, der von dort bis zu einer 1,5 Kilometer entfernten Burg reicht. Doch ein verschüttetes Loch gab sein Geheimnis bisher nicht Preis. Da sei weiter nichts. „Nur ein Loch - kaum eine Armeslänge tief.“ So etwas gibt es oft und dem Entdecker bleibt meist nichts als ein Traum. Doch nicht hier, wie sich herausstellte, denn hinter einem großen Stein wartete ein Jahrhunderte altes Geheimnis auf seine Entdeckung ...
Selbst wenn jemand in das Loch kriecht, was in den allermeisten Fällen sehr unwahrscheinlich ist, kann man nicht sehen, dass der Gang hinter einem Stein verborgen noch weiter geht. Erst wenn man sich in die tiefste Ecke der linken Seite quetscht, gibt der Stein den Blick in den Gang frei. Seit Generationen hat dies möglicherweise niemand bemerkt und meine Entdeckung sorgte für ungläubiges Staunen bei dem Mann, der bereits mehrfach diesen Raum besuchte und erkundete. Alle hielten die Geschichte vom Geheimgang für ein Märchen. Bis heute ...
Zum Film | Zur Schatzsuche | Das vorangegangene Rätsel im Heseler Wald führte mich auf meiner Suche nach Ostfrieslands verschollenen Schätzen an einem mir sehr wohl bekannten Ort: Schloss Lütetsburg. Gab es hier einen Schatz? „Oh ja, und nicht nur einen“, versicherte mir Schlossherr Tido Graf zu Inn- und Knyphausen:
Hier hören statt lesen | Schloss Lütetsburg in Ostfriesland birgt unzählige Geheimnisse. Auch Schätze zählen zu jenen. Zunächst war da ein Silberschatz, der im Hausbuch im Winter 1790/91 Erwähnung fand: „Bei der Arbeit wurden einige Stücke alten Silbergeldes gefunden. Ich hatte den langen Fischteich, welcher zwischen der westlichen großen Lindenallee und dem alten sogenannten Sternbusch befindlich war, im Herbst 1790 reinigen und die Schlammerde zur Verbesserung des Bodens über die Plantage streuen lassen. In dieser Schlammerde wurden 24 Stück alten Geldes von verschiedenem Gepräge entdeckt. Hierauf ließ ich den Teich, welcher schon mit Gesträuch und Schutt zugefüllt war, noch einmahl aufräumen und sorgsam durchsuchen - allein es wurden bei dieser Nachforschung nur noch 5 weitere Münzen gefunden, sodass sich die ganze Summe auf 29 Taler belief. Dieses Geld wurde ungefähr in der Mitte des Teichs gehoben und es lässt sich nichts über die Art, wie diese hineingekommen waren, sagen. Wahrscheinlich war es so, dass es entweder bei einer großen Wasserflut dahin geraten, oder in Kriegszeiten dahin geworfen wurde, um es vor dem Feind in Sicherheit zu bringen.“
Weitere Erwähnung findet der Silberschatz nicht, doch wurden damals auch wirklich alle Münzen entdeckt und geborgen?
Ein weiterer Schatz fand sich zuvor, als Unico Manninga im 16. Jahrhundert den aus den Niederlanden flüchtigen Staatsmann Philipp Marnix im Schloss aufnahm. Den beiden reformiert Gläubigen widerfuhr eine unheimliche Begegnung in den dunklen Gewölbekellern des Schlosses. Sie wandelten in politischen Gesprächen vertieft durch die Gänge, als plötzlich eine Geisterhand aus der Wand fuhr und Marnix fest am Knöchel packte! Erschrocken über diese furchteinflößende Erscheinung, erforschten beide zu späterer Stunde die Stelle genauer und waren erstaunt, als sie dort in einer niedrigen Spalte einen Münzschatz fanden, mit dem der Schlossherr seinem Freund nun auch finanziell wieder auf die Beine helfen konnte. (TvL)
Was für eine spannende Geschichte tat sich da in den Gewölben und auf den Grünflächen von Schloss Lütetsburg auf! Und tatsächlich fand ich auch dort eine weitere Schatzkiste mit einem zu lösenden Rätsel: MB - Vergraben von den Oldenburgern, gefunden von den Glücksrittern. Ein Wagen laut, gefolgt vom Gockel - feurig führt der schwarze Mann. Der brach das Schweigen und vom Sockel, rutscht der Schatz - nicht heben kann. Wo war's, wo höllisch Werk geschah, wo „Mannen singen“ ist es wahr?
Macht mit und helft mir das vierte Rätsel zu lösen, damit wir gemeinsam Ostfrieslands verschollene Schätze finden können!
SO MACHST DU MIT
Wer online als Erster die Lösung auf der Schatzseite von ostfriesland.travel einreicht und wer im Schlosspark-Shop von Schloss Lütetsburg ab dem Tag dieser Veröffentlichung als Erster an der Schatzkiste laut die Lösung sagt, gewinnt! Die besten Chancen habt ihr heute bis 14:30h. In der Schatztruhe befindet sich ein Lösungshinweis, aber nicht nur das! Es gibt tolle Preise zu gewinnen - für eine unvergessliche Zeit in Ostfriesland!
Zum Video | English version | Da „Das Geheimnis von SchlossLütetsburg“ seit mehreren Monaten weltweit geschaut wird, habe ich
mich an eine Übersetzung der Geschichte gemacht. Damit jeder
versteht, was bisher bei diesem Abenteuer passiert ist ….
In der Vorburg des Lütetsburger
Schlosses, der gräflichen Familie Knyphausen, wird nach Generationen
ein Geheimnis gelüftet. Ein Zugang auf Niveau des Wassers im
Burggraben, wurde in unbekannter Vergangenheit zugemauert und nie
wieder geöffnet. Seit seiner Kindheit fragt sich Tido Graf zu Inn
und Knyphausen, was sich hinter diesen Mauern verbirgt - und nun lud
er mich ein, mit ihm diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen und den
Eingang freizulegen …
Wie man auf einer alten Zeichnung im
Eingang des Tores des Lütetsburger Schlosses erkennen kann, ist die
legendäre zugemauerte Türe in der Vorburg seit über 250 Jahren
verschlossen. Die dahinter befindlichen Räumlichkeiten stammen also
aus frühester Zeit des Schlosses, das von 1557 bis 1576 erbaut
wurde. Damals befand sich der offizielle Eingang der Hofanlage
unmittelbar rechts oberhalb der zugemauerten Türe, welche sich knapp
über dem Wasserspiegel des Burggrabens befindet.
Im ersten Teil bohrten wir zunächst
ein Loch in die Mauer, um mit dem Endoskop einen Blick hinter das
Gestein zu werfen. Was zum Vorschein kam, war Erde. Also fingen wir
an die Ziegel zu entfernen, um zu schauen, ob der komplette Keller
mit Erde verfüllt wurde.
Zunächst ist zu sagen, dass wir keine
Aufzeichnungen von der Vorburg aus Zeiten des offenen Eingangs haben.
Das Archiv des Schlosses ist groß, aber es weist wie jedes andere
Lücken auf.
Auch zahlreiche Umbaumaßnahmen und
Brände über die Jahrhunderte hinweg erschweren den Rückblick.
Nun war gewiss das die Räumlichkeiten
bis unter die Decke mit Erdreich gefüllt waren. Aber nicht nur Erde
kam zum Vorschein. Gleich am ersten Tag fanden wir zahlreiche
Artefakte der Vergangenheit. Bauschutt und Müll aus vergangener Zeit
- eine Fundgrube für die Archäologie. Graf Knyphausen beschloss:
„Wir graben so weit wir können!“ Also öffneten wir den Eingang
weiter und gruben uns voran. Die Spannung stieg mit jedem Fundstück
– ja sogar große bauliche Sandsteinelemente kamen zu Vorschein.
Die Grabung am Burggraben jedoch weiter über ein Boot fortzusetzen,
konnte keine nachhaltige Lösung sein.
Mittlerweile sah ich mir die Mauer
genau an. Hier wurden durch die Witterung verschiedene Materialien
durch die Ziegel ausgespült. Ziegelsteine waschen mit der Zeit Kalk
aus und werden außen weiß. Was mir allerdings auffiel, war, dass an
markanten Stellen dunkle Erde durch den Stein sickerte und damit
außen auf der Mauer bauliche Begebenheiten aus dem Innern zutage
förderte. Die Wand der Vorburg zeigte auf den Ziegeln ihr Innerstes.
Dies ließ sich anhand weiterer Informationen über die Bauabschnitte
und noch existierender Mauern recht genau erahnen. Aber wird es sich
auch belegen lassen? Jedenfalls schienen die Räume hinter dem
Eingang riesig zu sein!
Nun wurde es Zeit Profis ins Boot zu
holen. Mithilfe der hiesigen Archäologie sollte das Projekt
möglichst professionell voranschreiten. All das brauchte allerdings
Zeit zur Organisation. Das Wetter, die Terminkalender, Mitwirkende –
nichts geht schnell bei so einem Unterfangen. Die Grabung wurde zur
Geduldsprobe und sollte es auch bleiben.
Mittlerweile gingen wir auch an ein
weiteres Geheimnis. Im Schlosspark unter dem Manningaberg gibt es
einen seit den 50ger Jahren verschütteten Bunker. Würden wir den
Eingang finden? Mit genauen Angaben von Zeitzeugen, Spaten, einem
Metalldetektor und Sondierstäben machten wir uns ans Werk –
allerdings ohne großen Erfolg, denn der Eingang liegt wohl tief
unter der Erde. Wir brauchten ein Bodenradar, um das wir uns bis dato
noch bemühen.
Dann stand der Winter ins Haus und
stoppte die Grabungen an der Vorburg. Wir konnten das Boot nicht mehr
nutzen und auch die Schwimmelemente, mit denen wir eine schwimmende
Brücke bauen wollten, waren eingefroren. Es hieß wieder warten.
Monate vergingen, bis endlich eine
stabile Brücke über den Burggraben führte und die Archäologie
Zeit für unser Projekt fand. Nun, so dachten wir, steht der Grabung
nichts mehr im Weg. Doch weit gefehlt.
Nach einer sehr erfolgreichen Grabung
mit vielen teils sehr wertvollen Funden legten wir einen Großteil
der Decke über dem Keller frei und mussten feststellen, was wir
zuvor schon befürchteten: Die erste Etage der Vorburg scheint auf
dem Erdreich im Keller zu ruhen. Ohne Statiker, der sich die Sache
genau ansieht und uns Gewissheit verschafft, ging nichts mehr. Wir
konnten nicht weiter graben, ohne Gefahr zu laufen, dass uns die
darüber befindliche Etage auf den Kopf fällt.
Dies sind die letzten Informationen,
während wir im Oktober 2018 noch darauf warten, was der Statiker zur
Situation vor Ort sagt. Wir hoffen es geht bald weiter und wir
hoffen, das es einen Weg gibt - ins unerschlossene Gewölbe der
Lütetsburger Vorburg - möglicherweise so groß, dass der
spätmittelalterliche Keller den gesamten Flügel einnimmt. Was wird
uns erwarten?
Im nächsten Schritt wollen wir in der
Etage über dem freigelegten Eingang eine Bohrung im Boden machen, um
die Bausubstanz von beiden Seiten zu untersuchen. Wir haben die
Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Grabung auch ohne Abstützung
weiter verlaufen kann.
Zum Video | Rund um den Norder Marktplatz halten
sich uralte Gerüchte um Geheimgänge und verborgene Tunnel. Erst vor
Jahren legte ein Sturm eine Gruft im Stadtpark frei und auch die
transatlantische Internetverbindung soll sich unter dem Zentrum der
Küstenstadt befinden. Alte Bunker und mittelalterliche Keller –
sie alle regen Fantasien an und bewegen manch neugierigen Geist, auf
Entdeckungstour zu gehen.
Einer meiner Zuschauer schrieb mich an,
er habe einen Eingang zu den alten Norder Geheimgängen gefunden, und
hängte mir ein mit dem Telefon gemachten Film an. Ich bekomme viele
Tipps, aber dieser war eindeutig: Im Keller des Hotels „Zur Post“
befindet sich, wonach viele seit Jahren suchen!
Anscheinend soll das Hotel im 18.
Jahrhundert erbaut worden sein, so die Dame, die uns einließ. Aber
in den alten Kellerwänden finden sich Kerzen-Nischen, die denen des
mittelalterlichen Weinkellers am Markt 38 ähneln. Wie alt ist das
Haus wirklich? Wurde es einmal neu erbaut?
Fragen kommen auf, mit denen ich mich
später auseinandersetzen muss – denn nun gilt es erst einmal, den
Eingang zur damaligen Norder Unterwelt zu erkunden. In den 80ger
Jahren wurde wohl zuletzt an der jahrhundertealten Substanz des
zugemauerten Eingangs gearbeitet – bei Straßenarbeiten. Hinter
einer alten und sehr einfach zusammengezimmerten Holztüre finden
sich historische Bachsteine, die den mysteriösen Tunnel rahmen nach
oben hin, in einem gotischen (?) Bogen zusammenlaufend. Bereits sehr
alter Beton versperrt den Weg zu dem Schacht, der einst Richtung
Stadtpark führte – wohin weiß heut niemand mehr. Da im Zuge der
Straßenbauarbeiten sicher kein Gang mehr hinter dem Beton existiert,
lohnt es sich nicht eine Bohrung zu veranlassen. Aber eines ist
sicher – wir werden nach weiteren Eingängen suchen um dem
Geheimnis der Norder Geheimgänge auf die Spur kommen.
Zum Video | Zur Fotogalerie | Endlich! Nach ungefähr einem Jahr
forschen, planen und „Geduld üben“ stießen wir Anfang Juni 2018
mit Unterstützung der Ostfriesischen Landschaft tiefer in den
geheimnisvollen Gang der Vorburg vor. Zunächst gab es einiges zu
lernen und vieles zu „schüppen“ - ganz nach archäologischer
Manier und dann, ganz unverhofft, stießen wir auf die ersten großen
Funde. Spannung machte sich breit und das sechsköpfige Team wurde
vom Schatzgräbervirus infiziert ...
Zum Film | Zur Fotogalerie | Völlig
abgekämpft verließen wir die Minenschächte der Burg Rheinfels. Die
Klamotten bis auf die Haut durchgeschwitzt – durch die
unkomfortable Gangart schon jetzt Krämpfe in den Oberschenkeln. Uns
blieb nicht lange Zeit um Luf zu holen – denn was jetzt auf uns
zukam, sollte auf dieser Tour nicht mehr zu toppen sein. Wer in so
einem engen Durchlass in Panik gerät, der kommt da nicht ohne
Weiteres wieder raus. Was für ein atemberaubendes Abenteuer!
Zum Film | Zur Fotogalerie | Ich wusste
nicht, dass es später noch viel enger werden würde, als ich das
erste Mal in meinem Leben das Gefühl kennenlernte, wie ein
Höhlenforscher durch einen Spalt zu kriechen - so eng, dass man
gerade noch hindurchpasst. Aber das uns zwei Stunden später in den
Minenschächten der Burg Rheinfels fast die Luf ausging, war auch
kein prickelndes Gefühl. Meter für Meter, den wir uns durch die
mittelalterlichen Katakomben kämpften, schien das Abenteuer immer
größere Ausmaße anzunehmen …
Zum Film | Zur Fotogalerie | Schon nach 20 Minuten wurde
uns klar, dass die Katakomben der Burg Rheinfels -Ruine viel größer
sind, als es öffentlich ausgeschrieben ist. Nur in Texten
historischen Beschreibungen lässt sich erahnen, welche Ausmaße das
System von Tunneln, Wehrgängen, Minen und verborgenen Kammern hat.
Noch längst nicht bei den Minen angekommen, erschloss sich uns die
wahre, schier unüberschaubare Größe der mittelalterlichen Stätte. Doch dabei blieb es
nicht allein – manch merkwürdiger Fund ließ die Spannung und
vielleicht auch die Unsicherheit des Abenteuers steigen …
Zum Film | Zur Fotogalerie | Mitte Oktober 2017 reiste ich mit dem
Abenteuer-Piloten Michael Buse an den Rhein, um dort im
unterirdischen Dunkel der größten Burgruine, der Burg Rheinfels,
die verborgenen Tunnel und Minen zu erkunden. Anfangs hatten wir
keine Ahnung, das sich das System von verwinkelten Gängen schier ins
Unermessliche erstreckt und tatsächlich noch Geheimnisse offenbart –
für diejenigen, die ohne Furcht durch enge Löcher kriechen, welche
mittelalterliche Räume verbergen, die teils seit
Jahrzehnten von niemandem mehr in Augenschein genommen wurden …
Zum Film | Da wir davon ausgehen, dass die
Kelleranlage hinter der zugemauerten Türe der Vorburg des
Lütetsburger Schlosses größer ist, als bisher gedacht,
entschlossen wir uns zu einem Gespräch mit der ostfriesischen
Landschaft, die sich professionell an der Grabung beteiligen könnte.
Parallel eröffnen wir die Möglichkeit einer weiteren Grabung im
Schlosspark. Hier wurde unter dem Manninga-Berg im Zweiten Weltkrieg
ein Bunker angelegt, der mittlerweile verschüttet ist. Niemand der
noch lebt, hat diesen Bunker je betreten oder weiß welche Geheimnisse er verbirgt. Allein der ungefähre Standpunkt
des ehemaligen Eingangs ist bekannt.
Zum Film | Zur Fotogalerie | Bis Anfang September 2017 dachte Graf
Knyphausen, das ein vergittertes Fenster in derVorburgzu einem
Kriechkeller im Gebäude gehört. Als er den Keller dann einmal
genauer in Augenschein nahm, stellte sich allerdings heraus, dass
dieser ein ganz normales Fenster besitzt und die vergitterte Öffnung
zu einem Raum gehören muss, den bisher niemand kennt.
Noch ein Geheimnis!
Also machte ich mich auf, einen Blick
durch die mysteriösen mittelalterlichen Gitter zu werfen, was
allerdings nicht ganz einfach war.
Bereits ein paar Wochen zuvor,
unmittelbar nach dem Dreh des zweiten Teils dieser Filmreihe, machte
ich selbst eine erstaunliche Entdeckung, die die vermeidliche Größe
des verschütteten Kellers betrifft. Anhand baulicher Tatsachen lässt
sich wohl erahnen, wie groß die Anlage ist, die wir in den kommenden
Wochen ausgraben wollen ...
Zum Film | Zur Fotogalerie | Die Freiburger Altstadt ist
unterirdisch gespiegelt. Die Tiefkeller der historischen Stadt im
Breisgau dienten nicht nur der kühlen Lagerung von Lebensmitteln,
sondern auch dem Schutz und der Versorgung zu Belagerungszeiten.
Komplette Straßenzüge (Tunnel) schlossen sich an die Tiefkeller an
und sind teilweise bis heute erhalten geblieben. Dieser Bericht führt
in den Geheimgang des Wenzingerhauses, die Tiefkeller des
historischen Kaufhauses und in einen Tunnel unter dem AugustinerMuseum.
Zum Video | Zur Fotogalerie | Nachdem wir am 21.06.2017 zunächst mit
einer Endoskopkamera einen ersten Blick in den seit über 250 Jahren
zugemauerten Eingang der Vorburg von Schloss Lütetsburg warfen,
öffneten wir am 12.08.2017 das erst kleine Loch weiter, um einen
genaueren Eindruck von dem zu bekommen, was sich hier hinter den
dicken Mauern verbirgt.
Während wir drei weitere Reihen der
Steine abtrugen und das Erdreich im Innern entfernten, stießen wir
auf einige Funde, wie die Stücke einer Tonpfeife, einen kleinen
Tierschädel, Knochen, Baumaterial und die Hälfte eines
Sandsteintürrahmens, der kunstfertig von Steinmetzen verziert wurde.
Die Arbeit über das Boot
weiterzuführen, war mühselig – zumal wir einen großen Teil der
Erde an Land schafften, um sie später auf der Suche nach weiteren
kleineren Fundstücken zu sieben.
Wir mussten uns also Gedanken machen,
wie wir die Grabung beschleunigen und vereinfachen könnten. Wie das
genau ablaufen wird und was wir bezüglich der Größe der
verschütteten Räume herausfanden, veröffentlichen wir in Kürze.
Zum Video | Zur Fotogalerie | Wie man auf einer alten Zeichnung im Eingang des Tores des Lütetsburger Schlosses erkennen kann, ist die legendäre zugemauerte Türe in der
Vorburg schätzungsweise seit über 250 Jahren verschlossen. Die
dahinter befindlichen Räumlichkeiten stammen also aus frühester
Zeit des Schlosses, das von 1557 bis 1576 erbaut wurde. Damals
befand sich der offizielle Eingang der Hofanlage unmittelbar rechts
oberhalb der zugemauerten Türe, welche sich knapp über dem
Wasserspiegel des Burggrabens befindet.
Seit seiner Kindheit fragt sich Tido
Graf zu Inn und Knyphausen, was sich hinter diesen Mauern verbirgt
und so lud er mich ein, mit ihm diesem Geheimnis auf die Spur zu
kommen und den Eingang freizulegen.
Am Mittwoch den 21.06.2017 um 15:00 Uhr,
fuhren wir mit einem Boot zum besagten Eingang, bohrten zunächst ein
Loch an oberster Stelle des Mauerwerks und schauten mit einer
Endoskop-Kamera hinein. Der Bohrer der Maschine kam spielend leicht
durch den alten Mörtel, aber das Loch gab keinen Blick ins Innere
frei, sodass wir zunächst einen ganzen Stein aus dem Gefüge
trennten, um mehr sehen zu können.
Nun stellte sich heraus, dass der Raum,
der sich hier verborgen hielt, mit feiner Erde aufgeschüttet wurde
(Kelleranlagen, die verschlossen werden, erhalten auf diese Weise
eine höhere statische Stabilität). Was wir nun erkennen konnten,
war eine Gewölbedecke in bestem Zustand, die im Bereich des Eingangs
ungefähr 50 cm ins Innere führte und dann in einer Öffnung nach
oben hin endete, welche ebenfalls mit Erdreich aufgefüllt war.
Der oberste Teil des geheimen Raumes
war allerdings nicht bis an die Decke gefüllt, was sicherlich damit
zu tun hatte, dass wenn man den Raum von oben mit Erde aufschüttet, man
schlecht um eine Ecke herum auch weiterführende Flächen komplett
füllen kann. Eine andere Erklärung wäre, dass das Erdreich über
die vielen Jahre versackte und so diesen Raum zwischen Schüttgut und
Gewölbe freigab.
Um einen noch besseren Einblick
erhalten zu können, entfernten wir noch weitere Steine und gruben
uns mit einer Schaufel so tief hinein, wie es unter den Umständen
möglich war. Das Ende des Raumes oder Ganges ließ sich dadurch
nicht erahnen, jedoch, dass sich hier eine komplette Öffnung und
Freilegung lohnt - wie Graf Knyphausen in diesem Moment beschloss.
Zunächst wurde das freigelegte Loch
provisorisch wieder verschlossen. Der genaue Termin der
kompletten Öffnung steht noch aus. Weiteres folgt im Juli/August 2017.
In der Vorburg des Lütetsburger Schlosses, der gräflichen Familie Knyphausen, wird nach Generationen
ein Geheimnis gelüftet: Ein Zugang auf Niveau des Wassers im
Burggraben, wurde in unbekannter Vergangenheit zugemauert und nie
wieder geöffnet. Seit seiner Kindheit fragt sich Tido Graf zu Inn
und Knyphausen, was sich hinter diesen Mauern verbirgt - und nun lud er
mich ein, mit ihm diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen und den
Eingang freizulegen …
Der erste vollständige Teil dieses
Abenteuers folgt bald!