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Sonntag, 15. Dezember 2019

Geheimnisvolle Lippoldshöhle - Deutschlands nördlichster Erdstall?





Zum Video | Erdställe sind künstliche, möglicherweise megalithische, Höhlen, die eines der größten Rätsel der mitteleuropäischen Geschichte darstellen. Hauptsächlich in Bayern und Österreich aufzufinden, hat man in diesen Höhlen keine Hinterlassenschaften ihrer Erbauer gefunden und auch den Abbau von Erzen hat man widerlegen können.
Bisher sind ungefähr 800 dieser Erdställe bekannt und kartiert. Forscher schätzen ihre Anzahl aber auf mehrere Tausend Höhlen.
Ihre Datierung macht den Wissenschaftlern zu schaffen – zumal die teils mehrere tausend Jahre alten Gangsysteme manches Mal unter mittelalterlichen Höfen mit einem Eingang durch deren Keller zu finden sind. Hier fällt allerdings auf, dass diese Eingänge keinesfalls in die Architektur der besagten Keller einfließen. Sie wirken wie Fremdkörper – wie Tore in eine andere Welt. 


Bei der Lippoldshöhle stößt man auf eine Besonderheit unter Erdställen. Anders als bei anderen ihrer Art, findet sich hier kein einzelner Eingang - ausschließlich durch einen engen Schlupf begehbar. Erdställe haben immer nur einen Eingang, der gleichzeitig auch als Ausgang dient. Nun könnte man sagen, dass dies ein sicheres Zeichen dafür sei, dass die Lippoldshöhle kein Erdstall ist. Aber glauben wir der Erzählung, dass die Höhle einst zum Teil gesprengt wurde und betrachten dabei die Verwitterungsspuren an der Felswand, so wird einem schnell klar, dass die heutigen Eingänge früher einmal durch natürliches Felsmassiv verschlossen waren. Es gab also möglicherweise nur einen Eingang, denn der Moosbewuchs an den heutigen Öffnungen ist, im Gegensatz zum Rest der Felswand, sehr viel jünger als an den umliegenden Felsen. Die drei vermeintlichen Zugänge scheinen mir nach näherer Betrachtung also jung und nicht natürlichen Ursprungs. Addiert man zu dieser Tatsache die Eigenheiten der Höhlenarchitektur, so erkennt man in der Lippoldshöhle eindeutig einen Erdstall. Aber ein Erdstall so weit im Norden Deutschlands – das wäre meines Wissens nach, eine kleine Sensation.

Der Volksmund berichtet, dass Zwerge die Tunnel gruben und wenn man diese fremdartigen Löcher entdeckt, hält man dies, mit staunendem Blick, durchaus für denkbar.
Bei vielen Erdställen fand man sogenannte „unmögliche Bauspuren“. In nur 40 cm breiten Durchlässen finden sich in manchen Erdställen Meißelspuren längs der Rundung. Diese Meißelspuren sind mit einem normal großen Hammer und Meißel nicht zu realisieren, da sich in den Löchern kein Platz befindet, um mit dem Hammer auszuholen. Man hätte die Löcher quer oder schräg zur Öffnung schlagen müssen, was aber nicht der Fall war.

Was also ist das Geheimnis der Erdställe?

Sonntag, 18. November 2018

Dem NiIbelungen-Schatz auf der Spur

 

Zum Film | In der Edda wird beschrieben, dass der Drache Fafnir in einer Höhle der Gnitaheide haust. Forscher haben sich dazu Gedanken gemacht und kamen zu dem möglichen Schluss, dass nur die Knetterheide gemeint sein könnte, sollte es den Ort tatsächlich gegeben haben. Aber warum suchte dann dort noch nie jemand nach der Drachenhöhle? Ach ja - natürlich. Drachen gibt es ja nicht. Also fand ich heraus, dass hier nur die Höhlen im Süntelgebirge infrage kämen, und machte mich auf den Weg dorthin.



Seit über 10 Jahren interessiere ich mich nun schon für die Sage um den Schatz der Nibelungen. Die Geschichte des verfluchten Goldes, das dem Zwergenvolk der Nibelungen vom Gott Loki gestohlen wurde, um seine Kameraden, die durch seine Unachtsamkeit in die Gefangenschaft von Riesen gerieten, freizukaufen. So gelangte der Schatz in die Obhut des Riesen Fafnir, nachdem er seinen Vater des Goldes wegen erschlug und sich in einen Drachen verwandelte, um mit dem Schatz in einer Höhle in der Nähe der Gnitaheide auszuharren. Bis ihn der junge Recke Siegfried dort aufspürte, tötete und um das Nibelungengold brachte.

Die populäre Nibelungensaga jedoch ist unvollständig - glaubt man zumindest den Spuren, die seine Verfasser hinterließen. Denn auch wenn sich viele Forscher mit absoluter Überzeugung wünschen, dass die „Oberreidt-Fassung“ oder der „Codex 857“ die einzig ernstzunehmenden Quellen seien, so gibt es viel zu viele Anhaltspunkte, das die nordischen Verfasser hingegen sich viel eher an die geschichtliche Überlieferung hielten. Dieser mögliche Umstand wird auch von einem isländischen Runenstein untermauert, der wahrscheinlich wesentlich älter als die anerkannten mittelalterlichen Schriften ist.

Nimmt man die Edda also als ursprüngliche und vollständige Dichtung des Epos wahr, so stößt man unweigerlich auf wichtige Indizien, die von der modernen Forschung übersehen oder verschmäht werden. Der unbedingte Wunsch nach einer „deutschen Urquelle“ steht der Entdeckung des Schatzes also möglicherweise im Weg.

Aber das war bei Weitem noch nicht alles.

Um die vermeidlichen „Tatsachen“ der Geschichte zu prüfen, etwa ob es das Nibelungengold überhaupt gab oder noch gibt, müssen wir uns auf dessen Ursprung besinnen. Woher kam das Gold und wer brachte es ins Spiel? Beide Fragen sind schnell geklärt, aber der Umstand, dass das Gold von Zwergen stammt und das ein Drache es auf unbestimmte Zeit bewachte, veranlasst die Forschung diesen Teil der Geschichte als Humbug abzutun und ihn nicht zu beachten. Dabei wissen wir doch, dass es „Zwerge“ tatsächlich gab und noch gibt. Tatsächlich? Ja - allein in Deutschland leben heute 100.000 „Zwerge“ - bekannt als „kleinwüchsige Menschen“.

In den Archiven der Stadt Venedig fand man Dokumente, die belegen, dass die heute bekannten „kleinwüchsigen Menschen“ damals in Gruppen, vielleicht sogar als eigenständiges Volk, in den Bergen nach Gold und Edelsteinen schürften. Dies ist ein zeitgenössischer Beleg für die mögliche Existenz der Nibelungen, wie sie in der Edda beschrieben werden.

Und wie steht es mit den Drachen? Nun anscheinend ist man seit Jahrhunderten keinen Drachen mehr begegnet und möglicherweise fand man nie ihre Gebeine oder man hat sie anders klassifiziert. Fakt ist aber, dass der Drache in fast allen Kulturen der Welt seit Urzeiten so detailliert in seiner Biologie und Charakteristik beschrieben wird, dass man sich unweigerlich fragen muss, wie all diese Völker, die von seiner Existenz absolut überzeugt waren, auf ein und dasselbe Lebewesen kamen, ohne in direktem Kontakt miteinander zu stehen. Hat es einmal Drachen gegeben?

Wie dem auch sei. Ich denke, um wirklich wissenschaftlich auf die Suche nach dem Gold der Nibelungen zu gehen, muss man sich, frei von Glauben oder Unglauben, zunächst an die überlieferten Inhalte der Erzählung halten. Egal ob man an Drachen, Zwerge oder Tarnkappen glaubt - machen wir uns frei von eingefahrenen Vorstellungen und begeben wir uns neugierig und ohne Scham auf eine abenteuerliche Reise. Zunächst nur, um zu schauen, was dabei herumkommt, wenn man den Worten der Edda Glauben schenkt. Schließlich hat man auch den Turm zu Babel und wahrscheinlich sogar die Arche Noa gefunden.

Dieser Film ist die Eröffnung einer mehrteiligen Reihe auf der Suche nach dem Nibelungengold. Doch wer nun glaubt ich stürze mich gleich in die Untiefen des Rheins um das Gold zu heben, dem muss ich zunächst den Wind aus den Segeln nehmen. Zumindest für die kommenden Monate, bis wir die Geschichte genau überprüft und durchleuchtet haben. Denn bevor ich überhaupt an den Schatz und seinen möglichen Standort glaube, prüfe ich genau, was man bisher zu wissen glaubte. Und das wird in meinen Augen genau so spannend, wie möglicherweise eines Tages einen Schatz zu heben. Doch selbst wenn ich den Schatz fände, so wäre da noch immer der Fluch Andwaris, dem tatsächlichen Herrn über das Gold, dem König der Nibelungen, der dem gestohlenen Schatz hinterher rief:

Zum Verderben nahmst du mir den Schatz, zum Verderben den Ring, und wer je ihn besitzt, der soll darum erschlagen werden! Niemand soll Freude haben an dem Gold, bis an den Tag, da alles wieder mein ist.“

Machen wir uns also zunächst auf die Suche nach dem Drachen Fafnir. Erleben wir ein Abenteuer, das seinem Namen alle Ehre macht ...