Sonntag, 3. März 2019

3. Teil - Im Schacht unter dem Lütetsburger Torturm


https://youtu.be/ZTBvxTHY0QU 

Zum Film | Wenn man vor einem Haufen Erde steht, die man bereits umgeworfen hat, ohne etwas darin zu entdecken, geht man nicht von einem Fund aus. Aber es versteckt sich doch so einiges im Erdreich des Torturmschachtes von Schloss Lütetsburg!
Nach bester Archäologen-Manier siebten wir das komplette Erdreich durch und fanden darin allerlei Artefakte der vergangenen Jahrhunderte. Und sogar die ein oder andere „Sensation“ verbarg sich in der feuchten Erde ...

Sonntag, 17. Februar 2019

2. Teil – Im Schacht unter dem Lütetsburger Torturm

https://youtu.be/r_FNCXG8BCw


Zum Film | Endlich war es soweit, beim derzeit realisierbaren Projekt auf Schloss Lütetsburg wurde wieder die Schaufel in die Hand genommen. Im Uhrenschacht unter dem Eingangstor der Vorburg könnten jahrhunderte alte Schätze im Schutt verborgen liegen - da der enge und tiefe Schacht mehr aufnehmen als preisgeben kann. Und genau so war es auch: Der Schacht war so schmal, das ein ausgewachsener Mann unter Umständen nicht einmal dessen Grund erreicht. Doch wir ließen uns nicht beirren und räumten ihn bis auf die Grundsteine leer. Haben wir etwas entdeckt?

Sonntag, 20. Januar 2019

Das Grausen im verborgenen Warnfried-Turm

https://photos.app.goo.gl/GyuXYQm3kroJxu519

Zum Film | Zur Fotogalerie | Viele kennen den Marienhafener „Störtebecker-Turm“, der als eines der ostfriesischen Wahrzeichen touristisch zu besichtigen ist. Weniger bekannt, aber noch viel spannender, ist der verborgene Warnfried-Turm in Osteel, der als Teil einer baugleichen Kirche nur zwei Kilometer entfernt neben seinem Schwestern-Turm steht.

Das früh mittelalterliche Bauwerk beeindruckt. Eines der vielen Rätsel des Turms ist das offene Gewölbe in schwindelerregender Höhe der zweiten Etage. Wie ein Schlund zieht es den Blick in die Tiefe des Turms, nachdem man den bedrückenden Aufstieg über einen außerordentlich langen Treppenschacht hinter sich gebracht hat. Eng, verwinkelt und düster ist der Aufstieg. Warum ist das Gewölbe offen und warum ist es nierenförmig, statt rund? Vielleicht diente die Öffnung der Schallübertragung der Glocken nach unten? Auch der Eingangsbereich, im Gegensatz zum Turm für jeden zugänglich, ist ungewöhnlich. Der in sich geschlossene Gewölberaum ist völlig untypisch für eine Kirche.

Grausige Legenden ragen sich um das Bauwerk, das bereits bei Baubeginn im 13. Jahrhundert vom Teufel selbst verhindert werden sollte. Auch im Turm sollen die Höllengeister ihr Unwesen getrieben, so die Legenden. Was dort genau passierte und welche Spuren es möglicherweise noch zu entdecken gibt, versuchte ich auf meiner abenteuerlichen Erkundung herauszufinden - an diesem fast unberührten Schauplatz ostfriesischer Geschichte.


Sonntag, 9. Dezember 2018

Das Geheimnis der Dolmen | Wer waren die Erbauer der Megalithkultur?



Zum Film | Im nordischen Raum längst vergessener Germanenstämme liegen gewaltige Steine verstreut. Lang vor den heidnischen Völkern sollen unsere Vorfahren niedrige Steinhäuser (mit Geschick und nicht erklärbaren Kräften) in die schroffe Landschaft gesetzt haben, ohne dass es bis heute eine belegbare Erklärung für sie gibt. Riesen sollen sie gewesen sein, die ihres Gleichen unter den Steinen begruben. Doch man fand keine Knochen. Kein Skelett. Keine Belege für ein Grab. Und doch nennt man sie Hünen- oder Großsteingräber.

Sie sind das Stonehenge Deutschlands. Eines der großen Rätsel mitteleuropäischer Frühgeschichte, die verzweifelte Forscher zu unbedachten Aussagen treiben - sie seien „Grenzsteine oder rituelle Bauten“. Immer dann, wenn ein Archäologe nicht weiter weiß, wird ihm unwiderlegbar klar: „Es handelt sich um ein Monument für göttliche Rituale.“

Die meisten Anlagen sollen zwischen 3500 und 2800 v. Chr. entstanden sein - in einem wahren Bauwahn, so vermuten Wissenschaftler. 900 solcher Anlagen sind heute noch in Deutschland bekannt und doch soll es nur noch ein Bruchteil dessen sein, was damals erbaut wurde. Viele Anlagen wurden später zu Kirchen und weitere fielen dem Industriezeitalter zum Opfer. Statt es zu erforschen und zu bewahren, verfremdete und zerstörte man eines der größten Rätsel der Jungsteinzeit.


Hier an der Straße der Megalithkultur, die sich 330 Kilometer durch das westliche Niedersachsen windet, finden sich allein zwischen Osnabrück und Oldenburg 70 solcher Dolmen oder auch Langgräber genannt. Diese Großdolmen stehen möglicherweise in direkter Verbindung zum englischen Stonehenge, von dem aktuell bekannt wurde, das die Anlage ursprünglich um ein Vielfaches größer war als gedacht. Die bekannte Ringanlage sticht wie ein Kirchturm aus einer Stadt, die verborgen unter meterdicken Erdmassen liegt.

Die Datierung solcher Anlagen scheint der Wissenschaft schwer zu fallen, da sich mehr und mehr herausstellt, dass man bei der zeitlichen Einschätzung solch früher Bauwerke völlig falsch lag. Sie sollen Tausende Jahre älter sein und zeigen oft Fertigungsspuren, die als „unmöglich“ eingestuft und dann möglichst schnell verdrängt werden.

Wenn die Hünengräber, wie sie im Volksmund genannt werden, der Überlieferung nach von Riesen erbaut wurden, diese sie aber nicht als Grabstätten nutzten, welchen Zweck erfüllten sie dann, wenn kein ausgewachsener Mensch unter den niedrigen Steindächern verweilen könnte? Welche Volksgruppe wurde damals als „Riesen“ bezeichnet und was hinterließen sie uns sonst noch? Fragen über Fragen, die mir beim Anblick dieser Steine keine Ruhe lassen. Wer waren die Erbauer der Megalithkultur und wann lebten sie wirklich? Welchen Zweck erfüllten Ihre gewaltigen Hinterlassenschaften, die wie die Pyramiden spielend Jahrtausende Überdauern?

Was ist das Geheimnis der Dolmen?

Sonntag, 2. Dezember 2018

Die gräflichen Mumien von Bargebur

https://photos.app.goo.gl/7AtcP94hUSSZZwJa9


Zum Film | Zur Fotogalerie | In der Kirche zu Bargebur in Norden / Ostfriesland, befindet sich die gräfliche Gruft der Knyphausens. Die Gruft ist bis heute unberührt und verbirgt eine Besonderheit, die nicht für jedermann betrachtenswert ist - denn die Särge sind leicht verfallen und stehen zu Teil offen.

Viele haben schon Filmaufnahmen und Fotos von Gruften und Särgen gesehen. Wenn die Kamera die mystische Atmosphäre einer Grabstätte zeigt, so fragt sich manch einer, wie es wohl im Innern der Särge aussieht - weil einen Einblick bekommt man so gut wie nie. Die Schönheit des Todes ist sicherlich umstritten - wichtig ist aber nur, mit welchem Respekt man den Verstorbenen begegnet und das man die Begegnung nicht erzwingt. Wenn sich hier in ruhiger Friedfertigkeit die Türen öffnen, so bin ich mir sicher, dass die Toten auch offen für diese Bilder sind. Betrachtet sie also mit Respekt und dieser Film schenkt Euch einen besonderen Einblick.
Ganz beachtlich finde, wie gut erhalten manch einer dieser Körper ist. Einer der Toten ist teilweise mumifiziert. Haut liegt über den Wangen und dem Kieferknochen und sogar das rechte Ohr ist größtenteils erhalten. Das wunderschöne Rüschenhemd aus Leinen ist kaum beschädigt und ziert die Gebeine mit würdevoller Schönheit ...

Sonntag, 18. November 2018

Dem NiIbelungen-Schatz auf der Spur

 

Zum Film | In der Edda wird beschrieben, dass der Drache Fafnir in einer Höhle der Gnitaheide haust. Forscher haben sich dazu Gedanken gemacht und kamen zu dem möglichen Schluss, dass nur die Knetterheide gemeint sein könnte, sollte es den Ort tatsächlich gegeben haben. Aber warum suchte dann dort noch nie jemand nach der Drachenhöhle? Ach ja - natürlich. Drachen gibt es ja nicht. Also fand ich heraus, dass hier nur die Höhlen im Süntelgebirge infrage kämen, und machte mich auf den Weg dorthin.



Seit über 10 Jahren interessiere ich mich nun schon für die Sage um den Schatz der Nibelungen. Die Geschichte des verfluchten Goldes, das dem Zwergenvolk der Nibelungen vom Gott Loki gestohlen wurde, um seine Kameraden, die durch seine Unachtsamkeit in die Gefangenschaft von Riesen gerieten, freizukaufen. So gelangte der Schatz in die Obhut des Riesen Fafnir, nachdem er seinen Vater des Goldes wegen erschlug und sich in einen Drachen verwandelte, um mit dem Schatz in einer Höhle in der Nähe der Gnitaheide auszuharren. Bis ihn der junge Recke Siegfried dort aufspürte, tötete und um das Nibelungengold brachte.

Die populäre Nibelungensaga jedoch ist unvollständig - glaubt man zumindest den Spuren, die seine Verfasser hinterließen. Denn auch wenn sich viele Forscher mit absoluter Überzeugung wünschen, dass die „Oberreidt-Fassung“ oder der „Codex 857“ die einzig ernstzunehmenden Quellen seien, so gibt es viel zu viele Anhaltspunkte, das die nordischen Verfasser hingegen sich viel eher an die geschichtliche Überlieferung hielten. Dieser mögliche Umstand wird auch von einem isländischen Runenstein untermauert, der wahrscheinlich wesentlich älter als die anerkannten mittelalterlichen Schriften ist.

Nimmt man die Edda also als ursprüngliche und vollständige Dichtung des Epos wahr, so stößt man unweigerlich auf wichtige Indizien, die von der modernen Forschung übersehen oder verschmäht werden. Der unbedingte Wunsch nach einer „deutschen Urquelle“ steht der Entdeckung des Schatzes also möglicherweise im Weg.

Aber das war bei Weitem noch nicht alles.

Um die vermeidlichen „Tatsachen“ der Geschichte zu prüfen, etwa ob es das Nibelungengold überhaupt gab oder noch gibt, müssen wir uns auf dessen Ursprung besinnen. Woher kam das Gold und wer brachte es ins Spiel? Beide Fragen sind schnell geklärt, aber der Umstand, dass das Gold von Zwergen stammt und das ein Drache es auf unbestimmte Zeit bewachte, veranlasst die Forschung diesen Teil der Geschichte als Humbug abzutun und ihn nicht zu beachten. Dabei wissen wir doch, dass es „Zwerge“ tatsächlich gab und noch gibt. Tatsächlich? Ja - allein in Deutschland leben heute 100.000 „Zwerge“ - bekannt als „kleinwüchsige Menschen“.

In den Archiven der Stadt Venedig fand man Dokumente, die belegen, dass die heute bekannten „kleinwüchsigen Menschen“ damals in Gruppen, vielleicht sogar als eigenständiges Volk, in den Bergen nach Gold und Edelsteinen schürften. Dies ist ein zeitgenössischer Beleg für die mögliche Existenz der Nibelungen, wie sie in der Edda beschrieben werden.

Und wie steht es mit den Drachen? Nun anscheinend ist man seit Jahrhunderten keinen Drachen mehr begegnet und möglicherweise fand man nie ihre Gebeine oder man hat sie anders klassifiziert. Fakt ist aber, dass der Drache in fast allen Kulturen der Welt seit Urzeiten so detailliert in seiner Biologie und Charakteristik beschrieben wird, dass man sich unweigerlich fragen muss, wie all diese Völker, die von seiner Existenz absolut überzeugt waren, auf ein und dasselbe Lebewesen kamen, ohne in direktem Kontakt miteinander zu stehen. Hat es einmal Drachen gegeben?

Wie dem auch sei. Ich denke, um wirklich wissenschaftlich auf die Suche nach dem Gold der Nibelungen zu gehen, muss man sich, frei von Glauben oder Unglauben, zunächst an die überlieferten Inhalte der Erzählung halten. Egal ob man an Drachen, Zwerge oder Tarnkappen glaubt - machen wir uns frei von eingefahrenen Vorstellungen und begeben wir uns neugierig und ohne Scham auf eine abenteuerliche Reise. Zunächst nur, um zu schauen, was dabei herumkommt, wenn man den Worten der Edda Glauben schenkt. Schließlich hat man auch den Turm zu Babel und wahrscheinlich sogar die Arche Noa gefunden.

Dieser Film ist die Eröffnung einer mehrteiligen Reihe auf der Suche nach dem Nibelungengold. Doch wer nun glaubt ich stürze mich gleich in die Untiefen des Rheins um das Gold zu heben, dem muss ich zunächst den Wind aus den Segeln nehmen. Zumindest für die kommenden Monate, bis wir die Geschichte genau überprüft und durchleuchtet haben. Denn bevor ich überhaupt an den Schatz und seinen möglichen Standort glaube, prüfe ich genau, was man bisher zu wissen glaubte. Und das wird in meinen Augen genau so spannend, wie möglicherweise eines Tages einen Schatz zu heben. Doch selbst wenn ich den Schatz fände, so wäre da noch immer der Fluch Andwaris, dem tatsächlichen Herrn über das Gold, dem König der Nibelungen, der dem gestohlenen Schatz hinterher rief:

Zum Verderben nahmst du mir den Schatz, zum Verderben den Ring, und wer je ihn besitzt, der soll darum erschlagen werden! Niemand soll Freude haben an dem Gold, bis an den Tag, da alles wieder mein ist.“

Machen wir uns also zunächst auf die Suche nach dem Drachen Fafnir. Erleben wir ein Abenteuer, das seinem Namen alle Ehre macht ...

Sonntag, 21. Oktober 2018

Die Grafengruft der Evenburg

https://photos.app.goo.gl/6NPD7sj25oyAcFZZ7


Zum Video | Zur Fotogalerie | Fast 400 Jahre lang nutzten die Grafen von Wedel die Familiengruft unter der reformierten Kirche am Schloss Evenburg. Verborgen unter einer gewaltigen Klappe ruhen die adeligen Gebeine von mehreren Generationen - unweit von dem Wohnschloss, wo die Verstorbenen zuletzt lebten. Kirchenführer Günter Kambeck erzählt hier über die Geschichte der Gruft und ihrer Erbauer und öffnet die gerade frisch restaurierte Begräbnisstätte, die neuerdings bei öffentlichen Führungen zu bestaunen ist. Ein heilloses Chaos fand man hier vor. Vor der Restaurierung lagen die Särge quer übereinander und die Knochen der Toten waren derart verstreut, das man sie ohne Weiteres nicht mehr zuordnen konnte.
Manch ein Sarg war so verfallen, dass man nur noch verrottetes Holz und Beschläge fand. Um so erstaunlicher, was man mit der Rettung der Gruft und ihrer Bewohner zustande brachte.